Ringo Starr: Er hält den Takt

Nach einer bitteren Kindheit wurde Ringo Starr als Schlagzeuger der Beatles zum Weltstar. Mit seiner prominent besetzten All Starr-Band steht er bis heute auf der Bühne. Am 7. Juli 2026 wird Ringo 86 Jahre alt.

Ringo Starr

Ringo Starr wird als Richard Starkey in Liverpool geboren und bekommt als Kind gleich die volle Härte des Lebens zu spüren. Er wächst in sehr bescheidenen Verhältnissen bei seiner Mutter auf und verbringt wegen einer Bauchfellentzündung und Tuberkulose drei Jahre im Krankenhaus.

Ringo Starr wird als Richard Starkey in Liverpool geboren und bekommt als Kind gleich die volle Härte des Lebens zu spüren. Er wächst in sehr bescheidenen Verhältnissen bei seiner Mutter auf und verbringt wegen einer Bauchfellentzündung und Tuberkulose drei Jahre im Krankenhaus.

Im Krankenhaus entdeckt er das Schlagzeug als sein Instrument. Er wird Drummer von Rory Storm & the Hurricanes, eine Rock 'n' Roll-Lokalgröße in Liverpool und Hamburg. In dieser Band erhält er auch seinen Künstlernamen "Ringo Starr", angelehnt an seine Vorliebe für amerikanische Countrymusik und die auffälligen Ringe, die er gerne trägt.

In Hamburg lernt er Anfang der 60er die Beatles kennen und hilft bei ihnen ab und an am Schlagzeug als Vertretung für Pete Best aus. Als die Beatles 1962 einen Plattenvertrag erhalten und einen neuen Drummer brauchen, holen sie Ringo Starr mit an Bord.

Kurz darauf bricht auch schon die Beatlemania los und Ringo Starr ist mittendrin. Bei all dem Gekreische der weiblichen Fans ist nicht zu überhören, dass er zusammen mit Paul McCartney am Bass eine der ganz großen Rhythmusgruppen der Rockgeschichte bildet.

Bei den Beatles ist Spaßvogel Ringo ein wichtiger Ruhepol inmitten der beiden Alphatiere John und Paul. Witze der anderen Beatles auf seine Kosten machen ihm nichts aus.

With a little help from his friends: Auf jedem Beatles-Album singt Ringo Starr mindestens einen Song. In den Anfangsjahren schreiben John Lennon und Paul McCartney Songs für ihn, wie etwa "Yellow Submarine" oder "With a Little Help From my Friends". Zwei Songs komponiert Ringo zu Beatles-Zeiten ohne fremde Hilfe: "Don't Pass Me By" und "Octopus's Garden".

Seine eigenwilligen Wortspiele inspirieren Lennon und McCartney zu den Songs "A Hard Day's Night" und "Tomorrow Never Knows".

1965 heiratet er die Friseurin Maureen Cox. Das Paar bekommt drei Kinder, bevor sie sich 1975 scheiden lassen, aufgrund von Ringo Starrs notorischer Untreue und seinem außer Kontrolle geratenen Alkoholkonsum. Sie rächt sich beizeiten an ihm durch eine Affäre mit George Harrison.

Als sich die Beatles 1970 auflösen, beginnen auch die Animositäten untereinander, nur mit Ringo Starr hat keiner ein Problem. Er schafft es 1973 auf seinem Solo-Album "Ringo" auch, alle vier Beatles nochmal auf einem Album zusammenzubringen. Der Song "Photograph", den er gemeinsam mit George Harrison schreibt, wird sogar ein Nr. 1-Hit.

Neben seiner Solokarriere tritt Ringo Starr auch immer wieder als Schaupieler in obskuren Filmen auf. In dem surrealistischen Musikfilm "200 Motels" spielt er 1971 an der Seite von Frank Zappa eine Art weiteren Frank Zappa. Sein eigentlicher Rollenname ist allerdings "Larry, der Zwerg" – alles klar!?

Ringo Starr stürzt in den 70ern ab: Zwischen Filmsets, wenig erfolgreichen Soloalben und Dauerparty verliert er sich zunehmend. Er zieht nach Kalifornien und schließt sich den „Hollywood Vampires“ an, einem Promiclub, der schon nachmittags trinkt und Drogen nimmt – Clubmitglieder sind u.a. John Lennon, Alice Cooper und Micky Dolenz.

1981 heiratet er seine zweite Frau, die Schauspielerin Barbara Bach. Trotz seiner Eskapaden bleibt sie an seiner Seite. Dank eines gemeinsamen Aufenthalts in einer Entzugsklinik leben die beiden seitdem drogenfrei und propagieren stattdessen lieber "Peace and Love".

Ringos Sohn Zak Starkey ist selbst ein ausgezeichneter Drummer und saß bereits für The Who und Oasis auf dem Schlagzeughocker.

Mit seiner All Starr-Band ist Ringo Starr seit Ende der 80er Jahre live unterwegs. Die Besetzung der Band wechselt immer mal wieder, hier spielt gerade Steve Lukather von Toto Gitarre. Den Saxofonisten Mark Rivera hat sich Ringo Starr von Billy Joel "ausgeliehen".

Auch im Alter ist Ringo Starr immer für ein Späßchen zu haben. Hier stellt er an der Seite von Yoko Ono und Schauspieler Jeff Bridges das berühmte "Bed-In for Peace" von John Lennon und Yoko Ono nach.

Am 7. Juli 2026 wird Ringo Starr 86 und an Rente ist gar nicht zu denken, er ist äußerst produktiv: Sein erst kürzlich im April diesen Jahres erschienenes Album "Long Long Road" ist sein 22. Studioalbum nach der Beatles-Zeit – und der direkte Nachfolger des Country-Albums "Look Up" von 2025. WDR 4 gratuliert der Beatles-Legende herzlich zum Geburtstag!

Stand: 30.06.2026, 12:42 Uhr