Eine Frau schaut bei einer Fernreise mit dem Zug aus dem Fenster auf eine grüne Berglandschaft bei strahlend blauem Himmel.

Studiengang in Meschede Nachhaltigen Tourismus klug entwickeln

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Wie lässt sich ökologisch und sozial nachhaltiger Tourismus fördern? Die Fachhochschule Südwestfalen bildet Fachkräfte dafür aus.

Das Klischee von Urlaubskultur hieß lange Zeit: Bei Ferienbeginn in den Flieger und ab an den Strand im Süden. Mittlerweile hat sich rumgesprochen, dass Flugreisen und Menschenmassen an einem Ort weder ökologisch und wirtschaftlich noch sozial gut verträglich sind.

An der Fachhochschule Südwestfalen im sauerländischen Meschede spielt verantwortungsvoller Tourismus seit zehn Jahren eine Rolle - und ab Herbst werden dort auch gezielt Fachkräfte im neuen Bachelor-Studiengang Nachhaltiges Tourismusmanagement ausgebildet. Denn der Bedarf wächst, sagt Alexandra Morgenbrod, selbst Fremdenverkehrsgeografin und an der Hochschule zuständig für den neuen Studiengang.

Umfassendes Lebensraummanagement

Ferienziele brauchen Fachkräfte, um Tourismus sinnvoll zu entwickeln, um "das Thema Nachhaltigkeit in allen Bereichen des Tourismus mitdenken zu können". Lebensraummanagement nennt Alexandra Morgenbrod das - denn es umfasst weit mehr als nur die Tourismusbranche.

"Wir brauchen kreative Leute, die nachhaltige Lösungen im Tourismus vorantreiben." Alexandra Morgenbrod, Dozentin Tourismusmanagement, Fachhochschule Südwestfalen

Die Ausbildung ist praktisch orientiert, und Meschede sei dafür ein guter Standort: Hier gibt es einen regionalen ländlichen Tourismus, das Sauerland ist nicht so überlaufen wie manche urbane Zentren. Hier könne das Lebensraummanagement "wirklich an der Wurzel im Tourismus angreifen", sagt Alexandra Morgenbrod.

"Wir leben im Tourismus nicht von den Problemen, sondern von kreativen Leuten, die wirklich Interesse daran haben, nachhaltige Lösungen im Tourismus voranzutreiben."

Kluge Verteilung statt langer Warteschlagen

Zum Beispiel, indem Urlaubende dahin gelenkt werden, wo es nicht überlaufen ist. Eine Initiative habe das 2022 bis 2024 vorgemacht, "sodass die Touristen sich nicht an einem Hotspot darüber ärgern, dass es zu viele, zu lange Warteschlangen gibt".

Stattdessen wurden den Reisenden auf Online-Plattformen weniger frequentierte Alternativen in der Umgebung oder auch Ausweichmöglichkeiten im öffentlichen Nahverkehr empfohlen.

Zum Schluss gibt Aleandra Morgenbrod noch einen Tipp, wie Urlaubende selbst aktiv auf Nachhaltigkeit achten können: Möglichst kurze Anreise, am besten mit Bus und Bahn, und Flüge und vor allem Kreuzfahrten vermeiden - denn das sind "aus ökologischer Sicht die größten CO2-Treiber".

Neuer Studiengang: Nachhaltiges Tourismusmanagement in Meschede

WDR 3 Resonanzen 06.08.2026 07:41 Min. Verfügbar bis 06.08.2027 WDR 3

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Unsere Quellen:

Sendung: WDR 3, Resonanzen, 06.08.2026, 18:07 Uhr