Hortensien

Hortensien – Arten und die richtige Pflege

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Hortensien blühen über Monate hinweg bis in den Herbst. Unser Gärtner Markus Phlippen stellt uns verschiedene Arten vor und hat die passenden Pflegetipps.

Hortensien gibt es für jeden Geschmack – von opulent bis natürlich und elegant. Sie lassen sich noch dazu leicht vermehren, sagt unser Gartenexperte Markus Phlippen. Das geht so: Stecklinge schneiden, Blätter einkürzen oder entfernen und in einen kleinen Topf mit Blumenerde stecken. Mit einer Blumenspritze feucht halten und mit einer Tüte überziehen. Wichtig ist dabei, saure Erde mit ein bisschen Sand zu mischen. Hortensien haben die gleichen Ansprüche wie Rhododendren oder Kamelien.

Hortensien und Sonne

Rispenhortensie

Rispenhortensien zeichnen sich durch ihre Kegelform aus.

Hortensien halten es sehr gut in der Sonne aus. Es heißt zwar, dass Hortensien zu den Verlierern der Klimaerwärmung gehören, weil sie starke Sonne nicht so gerne haben und sehr viel Wasser brauchen – aber man muss unterscheiden, ordnet Markus Phlippen ein. Rispenhorten, wie die im Hier-und-heute-Garten stehen gerne in der Sonne.

Kauft man aber eine Bauernhortensie in einer Gärtnerei, ist sie meist hochgedüngt und im Gewächshaus auf maximale Blütenpracht gebracht. Pflanzt man diese dann in die pralle Sonne in den Lehmboden oder in den Kübel vors Haus, werde es der Pflanze nach kurzer Zeit schlecht gehen. Die Blätter verbrennen, die Blüten vertrocknen und die Wurzeln entwickeln sich nicht.

Tipp: Man muss die Pflanze an den Standort gewöhnen. Dann kann sie sich mit der Zeit darauf einstellen.

Hortensien – Arten und die richtige Pflege

Hier und heute 10.08.2026 5 Min. 56 Sek. Verfügbar bis 10.08.2028 WDR

So geht‘s:

  • Die richtige Erde nehmen, also Rhododendronerde.
  • Gerade im ersten Jahr sehr gut wässern.
  • Nicht in der prallen Hitzeperiode pflanzen.
  • Wenn sich das nicht vermeiden lässt, Pflanze schattieren.

Bei Naturgärtnern haben Hortensien einen schweren Stand, da sie nichts für Insekten zu bieten haben. Viele der Züchtungen haben tatsächlich sterile Blüten. Das trifft aber vor allem auf Bauernhortensien und für die hübsche Ballhortensie Annabell zu, so Markus Phlippen. Im Garten und im Kübel ein toller Hingucker, aber für Insekten eine Niete.

Kletterhortensie

Kletterhortensien gedeihen im Halbschatten.

Ganz anders die Kletterhortensie (Hydrangea petiolaris): Sie bildet viele fertile Blüten und gilt als gute Nahrungsquelle. Und ist noch dazu eine dankbare Kletterpflanze für den Halbschatten. Tellerhortensien haben neben den äußeren Schaublüten innen viele kleine Blüten, die Pollen und Nektar bieten. Besonders spannend ist jedoch die Eichenblatthortensie. Sie hat schöne Blüten, die auch für Insekten interessant sind und darüber hinaus einzigartiges Laub, das an Eichenblätter erinnert und sich im Herbst wunderbar rot-orange verfärbt. Auch Rispenhortensien (H. paniculata) bieten Nahrung an – z. B. für Schwebfliegen und Falter.