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Sie war radikal, frei, hemmungslos, verletzlich und selbstzerstörerisch. Vor allem aber war Janis Joplin eine großartige Künstlerin. Als weiße Musikerin konnte sie schwarzen Blues singen und fühlen. Mit ihrem kompromisslosen Lebensstil – live fast, love hard, die young – wurde sie neben Jimi Hendrix und Jim Morrison zu einer der zentralen Figuren der Hippiekultur.
Behütetes Wohlstandskind aus einer kleinbürgerlichen Kleinstadt in Texas, lesehungrig, von Minderwertigkeitskomplexen gebeutelt, eher trist sieht die Jugend von Janis Joplin aus, bis sie ihre Leidenschaft und ihr Talent für den Blues entdeckt. Autoren: Veronika Bock und Ulrich Biermann | audio mit Audio
Schon kurz nach ihrem frühen Tod wurde Janis Joplin zu etwas, dass sie zu Lebzeiten verabscheut hat: zu einem Objekt von Konsum und Kommerz. Poster, ihr posthum veröffentlichtes Album, Nachahmerinnen ihrer Tattoos – die Vermarktungsmaschinerie lief an. Und drehte schnell durch. | video mit Video
Rockpalast, WDR 4 und WDR 5 feiern das legendäre Festival, welches vom 15. bis 17. August 1969 in White Lake, New York stattfand und Musikgeschichte schrieb. Wir verfolgen die Enstehung des Mythos "Woodstock", blicken zurück auf das Jahr 1969 und zeigen Euch natürlich auch D.A. Pennebaker's Woodstock Diary mit Konzerten von Jimi Hendrix, The Who, Janis Joplin, Crosby Stills Nash and Young und vielen mehr.
Der Schotte Miller Anderson ist eine feste Bank in Sachen Bluesrock: Er wurde bekannt als Gitarrist und Sänger bei der Keef Hartley Band, Savoy Brown, T. Rex, Donovan oder Chicken Shack. Seit 1973 tritt er immer wieder solo auf und veröffentlicht eigene Studioalben.
Sie ist eine lebende Legende und ein großes Stück amerikanischer Zeitgeschichte. Joan Baez hat sich ihr Leben lang für die Friedensbewegung und gegen Rassismus eingesetzt, sie war mit Bob Dylan und Steve Jobs liiert, sie war in Woodstock, und und und.
Ihre Story umfasst große Kapitel des Bluesrock. Und ist auch eine Geschichte von Triumphen, Tragödien und vom Kampf mit Alkohol und harten Drogen. Canned Heat, die als Blues’n’-Boogie-Prediger schon das Woodstock-Festival bespielten, sind nicht mehr so lebendig wie in den 1960er- und 1970er-Jahren. Aufgeben ist für die Band allerdings nach wie vor keine Option.
Ein Ton reichte, um Joe Cocker sofort zu erkennen. Mit seiner unverwechselbaren Reibeisenstimme gehörte der gebürtige Engländer aus der Arbeiterschicht zu den ganz Großen.
1965 gründen Sänger Country Joe McDonald und Gitarrist Barry Melton, genannt The Fish, ihre gemeinsame Band. Nachdem Drums, Bass und Orgel hinzugekommen sind, bringt das Quintett 1967 sein Debütalbum „Electric Music For The Mind And Body“ heraus, das als Wegbereiter des Psychedelic Rock und des klassischen Westcoast Sounds gilt.
Diese Band teilte nicht nur die Musik mit ihren Fans. Sondern auch ihre Weltanschauung. Konzerte von Grateful Dead waren besondere Zusammenkünfte mit ihrer Anhängerschaft. Die „Deadheads“ folgten ihren Idolen durch die USA, um die unterschiedlichen Setlisten und Bühnenshows mitzuerleben. Dabei absolvierten sie ein Ausdauertraining: Konzerte von Grateful Dead dauerten bis zu vier Stunden.
Am 18. September 1970 stirbt Jimi Hendrix, der bis heute einflussreichste Gitarrist der Rockgeschichte, mit nur 27 Jahren. Mit seiner Version von "Hey Joe" wurde der Amerikaner Mitte der Sechziger zunächst in Europa zum Popstar, denn innovative Rockmusik hatte in Swinging London mehr Chancen als in den USA.
Ein Musikerkollektiv, das in den unterschiedlichsten Konstellationen immer wieder zusammenfand: Das ist die Geschichte von Jefferson Starship, hervorgegangen aus Jefferson Airplane. Mit Rock, Psychedelic Rock und Hardrock prägten sie die 1960er- und 1970er-Jahre. Ihren größten Hit hatten sie 1985 unter dem Namen „Starship“ mit dem Synthiepop-Song „We Built This City“.
Ihre Karriere nahm schnell Fahrt auf. Als Mountain beim Woodstock-Festival spielten, war das in dieser Konstellation erst ihr vierter Live-Auftritt. Vor allem wegen des rauen Gesangs von Leslie West und seinem druckvollen Gitarrenspiel wirkt dieser Gig bis heute nach. Mit ihrem Sound zählten Mountain seinerzeit zusammen mit Led Zeppelin und Deep Purple zu den ersten Vertretern des Genres Hardrock.
Viele verbinden mit Santana "Samba Pa Ti" oder sein großes Comeback-Album "Supernatural" aus dem Jahr 1999, eine wahre Hitmaschine, für die der Latino-Rocker sich mit Rob Thomas, Wyclef Jean und zahlreichen anderen Superstars der Neunziger zusammentat und seinen Hüftschwung-Rock äußerst erfolgreich ins nächste Jahrtausend wuchtete.
In Indien wurde er schon zu Lebzeiten verehrt, im Westen gefeiert als Musik-Botschafter. Er verband Klassik, Jazz und Pop und gilt als der erste globale Weltmusik-Star.
Sly Stone, kreativer Kopf von Sly & The Family Stone, ließ Rock, Soul, Gospel und Psychedelic miteinander verschmelzen und pflanzte so ein neues Funk-Verständnis in die Welt. Eine weitere gute Idee des Innovators: Er besetzte alle Positionen in seiner Band unabhängig von Hautfarbe, Geschlecht und Herkunft.
Manchmal reicht ein einziger Auftritt, um sich als Band unsterblich zu machen. Ten Years After ist das 1969 mit ihrer rasanten Performance beim Woodstock-Festival gelungen. Mit ihrem Hybrid aus Bluesrock, Rock und Jazz sind die Musiker auch nach dem Tod von Sänger und Gitarrist Alvin Lee bis heute on the road.
Johnny Winter gehört zu den einflussreichsten Blues-Gitarristen weltweit. Sein von Muddy Waters und B.B. King beeinflusster Gitarrenstil brachte ihm in den USA schon früh einen Major-Plattenvertrag und ein Gastspiel beim legendären Woodstock-Festival ein.
In den 1960er-Jahren galten The Who als die wildere, rauere und aggressivere Alternative zu den Beatles und den Rolling Stones. Auch nach dem Tod wichtiger Bandmitglieder gab es für die Musiker um Pete Townshend und Roger Daltrey immer nur eine Maxime: weitermachen. Mit dem Mut zu der ein oder anderen Pause sind The Who als englische Band der ersten Generation bis heute aktiv.
Neil Young ist einer der bekanntesten und einflussreichsten Rockmusiker aller Zeiten. Mitte der Sechziger wurde der Kanadier durch seine Band Buffalo Springfield und seine Mitwirkung bei Crosby, Stills, Nash & Young zunächst als Folkmusiker bekannt.