Momo – Tierfreunde Moers

31 Sek. Verfügbar bis 27.08.2028

Momo – braucht sichere und souveräne Führung

Stand:

Geschlecht: kastrierter Rüde

Alter: circa 5 Jahre

Rasse: Herdenschutzhund-Mix

Schulterhöhe und Farbe: circa 60 bis 65 Zentimeter, weiß-schwarz

Vorgeschichte: Momo kam im Dezember 2021 als etwa neun Monate alter Junghund ins Tierheim Moers. Schon nach kurzer Zeit wurde er vermittelt. Leider zeigte sich aber nach knapp zweieinhalb Jahren, dass seine Bedürfnisse und die Vorstellungen seiner Menschen nicht dauerhaft zusammenpassten. Trotz mehrerer Besuche in Hundeschulen fanden seine Menschen keinen passenden Umgang mit ihm. Schließlich galt Momo als schwer zu führen und kam zurück ins Tierheim Moers. Dort wartet er nun seit rund zwei Jahren auf Menschen, die wirklich zu ihm passen. Im Tierheim hat sich gezeigt, dass Momo ein charakterstarker, selbstständiger und gut zu führender Hund sein kann. Dafür müssen seine Menschen verstehen, wie er denkt und was er braucht.

Gesundheit: Der kastrierte Rüde ist gesund und sehr fit.

Verträglichkeit: Mit Hündinnen kommt Momo grundsätzlich gut klar. Nach einem passenden Kennenlernen könnte er auch als Zweithund vermittelt werden. Bei Rüden entscheidet die Sympathie, und man muss genauer schauen, ob es passt. Momos Verträglichkeit mit Katzen wurde bisher nicht getestet. Kinder sollten wegen seiner Größe bereits im Teenageralter sein.

Großer Hund mit schwarz-weißem, dichtem Fell sitzt draußen auf einer Wiese und schaut direkt in die Kamera

Charakter: Momo ist ein Hund mit einem starken eigenen Charakter. Er ist selbstständig, selbstbewusst und lässt sich nicht leicht beeinflussen. Leckerchen nimmt er zwar gerne, aber er lässt sich damit nicht zu etwas bewegen, das er nicht möchte. Für einen Herdenschutzhund ist das absolut normal. Momo ist dabei kein schwieriger oder aggressiver Hund. Er ist grundsätzlich freundlich und kann ein sehr angenehmer Begleiter sein. Er braucht allerdings Menschen, die sicher und glaubwürdig auftreten. Die Regeln müssen für ihn klar und verlässlich sein. Momo möchte nicht einfach nur Befehle ausführen. Er möchte seinem Menschen vertrauen und eine echte Beziehung zu ihm aufbauen. Dafür muss er merken, dass sein Mensch Verantwortung übernehmen kann. Wenn diese Grundlage stimmt, kann das Zusammenleben mit Momo sehr angenehm und unkompliziert sein. Fehlen klare Regeln und eine sichere Führung, entscheidet Momo allerdings schnell selbst, was er für richtig hält.

Im Alltag: Momo braucht keinen Menschen, der ihm möglichst viele Kunststücke beibringen möchte. Viel wichtiger sind eine gute Grunderziehung, klare Regeln und eine vertrauensvolle Beziehung. Bei ihm führt am ehesten eine klare und glaubwürdige Kommunikation zum Ziel. Dabei hilft es, auch die eigene Körpersprache bewusst einzusetzen. Momo ist an einen Maulkorb gewöhnt. Auch Nasenarbeit findet Momo interessant – allerdings macht er nur so lange mit, wie er selbst Freude daran hat. Wenn man ihn langsam und passend an solche Aufgaben heranführt, lässt sich das gut weiterentwickeln. So kann daraus eine schöne gemeinsame Beschäftigung werden.

Wunschzuhause: Momo sucht Menschen mit Hunde-Know-how. Erfahrung mit Herdenschutzhunden oder ähnlich selbstständigen Hunden wäre ideal. Seine neuen Menschen müssen sicher mit ihm umgehen können und dabei ruhig, glaubwürdig und verlässlich auftreten. Momo braucht eher ein Zuhause in ländlicher Umgebung. Seine Menschen sollten Freude an einem charakterstarken Hund haben und verstehen, dass seine Eigenständigkeit zu seiner Persönlichkeit gehört.

WDR.de "Tiere suchen ein Zuhause", 28.08.2026