Neue Ort für Eitorfer Wichtelwald
Bildquelle: WDR / Maike KrebberWDR. 2 Min. 39 Sek.. Verfügbar bis 02.06.2028.
Mit einem großen Lächeln im Gesicht platzieren die beiden Schwestern Elke und Annette Lohmberg zwei Häuschen auf alten Baumstümpfen. "Es ist ein tolles Gefühl, dass es doch weitergeht", freut sich die 44-Jährige Elke Lohmberg. "Damit hatten wir gar nicht mehr gerechnet", ergänzt ihre 57-Jährige Schwester.
Bürokratie hatte die Wichtel vertrieben
Denn eigentlich stand Ende letzten Jahres das Aus des Wichtelwaldes fest. Mehr als 50 kleine Stationen hatten die beiden Schwestern im Eitorfer Mengbachtal aufgebaut: ein Wichtel-Café, eine Imkerei und sogar ein Fitnessstudio. Alles liebevoll gebaut aus Holz und Naturmaterialien.
Doch das Problem: Die Schwestern hätten die Stationen nicht einfach aufstellen dürfen. Weil die Häuser zum Stehenbleiben einladen, hätten sie zahlreiche Sicherheitsvorlagen beachten müssen. Etwa, dass keine Äste herunterfallen können. Lange suchten die beiden nach Lösungen. Schließlich gaben sie auf.
Neue Hoffnung auf Kindererlebnispfad
Im neuen Wald haben die Wichtel sogar eine eigene Schule
Bildquelle: WDR / Maike Krebber"Anfang des Jahres meldete sich dann das Eitorfer Tourismusbüro", erzählt Elke Lohmberg. Das Angebot: Sie dürfen die Wichtel auf einem Kindererlebnisweg, dem "Kiki-Lehrpfad", aufstellen. Dort muss die Gemeinde sowieso die Wege kontrollieren.
Es gibt nur ein Problem: "Wir waren so doof und haben schon alle Häuser verschenkt. Wir hatten ja nicht mehr an eine Fortsetzung geglaubt", lacht Elke Lohmberg. Seit einigen Wochen wird daher in ihrer Wichtelwerkstatt wieder fleißig gebastelt, gehämmert und gemalt.
Früher haben wir uns über Sonne gefreut. Jetzt freuen wir uns fast, wenn es regnet, damit wir weiter bauen können. Elke Lohmberg
Schwestern arbeiten mit ganz viel Liebe zum Detail
In der Wichtelwerkstatt entstehen die kreativen Ideen
Bildquelle: WDR / Maike KrebberGanz wichtig aber: Wenn ein Häuschen fertig ist, bringen sie es in einem abgedeckten Korb in den Wald. "Falls wir Kindern begegnen", erklärt Annette Lohmberg. "Damit das Geheimnis bleibt, wie die Wichtel in den Wald kommen."
Eins der Häuschen, das sie gerade aufstellen: Ein Hotel mit Rezeption. Mit kleinen Rollkoffern aus Holz, Betten aus dünnen Ästen und bunt angemalten Mini-Fernseher. An der Decke hängt ein Kronleuchter aus einer Pusteblume. "Die haben wir mit Haarspray fixiert", erklärt Annette Lohmberg.
Der Wichtelweg wird noch weiter wachsen
Inzwischen stehen 16 Stationen im Wald. Wie viele es noch werden, da sind sie sich noch nicht einig. "Aber bestimmt noch das Doppelte", lacht Annette Lohmberg. "Wir sind noch einige Stunden beschäftigt."
Unsere Quellen:
- Beobachtungen der WDR-Reporterin vor Ort
- WDR Gespräch mit Elke und Annette Lohmberg
Sendung: WDR.de, Neue Hoffnung für Eitorfer Wichtelwald, 02.06.2026, 9.30 Uhr
