Partielle Mondfinsternis am 28.08.2026 am Himmel über Los Angeles, USA

Himmel über NRW Partielle Mondfinsternis war vielerorts hinter Wolken

Stand:

Nach der Sonnenfinsternis neulich gab es in Nacht auf Freitag das nächste Spektakel am NRW-Himmel: eine partielle Mondfinsternis. Vielerorts verdeckten jedoch Wolken die Sicht.

Von
Jörn Seidel
Jörn Seidel
und Daniel Schwingenheuer

Die Wetterverhältnisse bei der partiellen Mondfinsternis waren so ungünstig, dass viele Interessierte beim Blick in den Himmel nichts mitbekamen. Über NRW hingen vielerorts dicke Wolken - teils gab es Gewitter und Starkregen.

Wahrscheinlich habe man die partielle Mondfinsternis wegen der relativ dichten Bewölkung über Deutschland nirgendwo sehen können, sagte ein Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes am Freitagmorgen. Ganz anders zum Beispiel in Los Angeles in den USA: Da war das Himmelsspektakel klar zu erkennen, wie unser Foto zeigt.

Wann genau konnte man die Mondfinsternis sehen?

Offiziell begann die Finsternis zwar schon um 3:22 Uhr, wirklich spannend - falls man was sehen konnte - war es ab 4:33 Uhr. Da trat der Mond in den Kernschatten der Erde ein. Die Mondsichel war laut der Berechnungen um 6:12 Uhr am kleinsten. Allerdings verblasste der Mond da schon ein wenig angesichts der Morgendämmerung.

Wann ist die nächste Mondfinsternis?

Eine weitere Gelegenheit, eine Mondfinsternis zu erleben, bietet sich in der Nacht zum 21. Februar 2027 mit einer Halbschattenfinsternis. Die nächste totale Mondfinsternis ist am 31. Dezember 2028.

Was passiert bei einer totalen und bei einer partiellen Mondfinsternis?

Der Mond leuchtet nicht von sich aus. Wenn er hell am Himmel steht, dann reflektiert er das Sonnenlicht, das auf ihn fällt, zurück zur Erde. Bei einer Mondfinsternis schiebt sich die Erde zwischen Sonne und Mond und "klaut" dem Mond das Licht. Der Mond wird also dunkel, weil er kein Licht mehr reflektieren kann. Das ist dann eine totale Mondfinsternis.

Prof. Dr. Susanne Hüttemeister - Leiterin Planetarium Bochum und Astrophysikerin
"Partiell heißt, dass ein kleiner Teil des Mondes im Sonnenlicht bleibt. In diesem Fall liegen 93 Prozent des Durchmessers des Mondes im Schatten." Dr. Susanne Hüttemeister, Leiterin Planetarium Bochum und Astrophysikerin

Was ist eine Halbschattenfinsternis des Mondes?

Eine Halbschattenfinsternis ist eine Mondfinsternis, bei der der Vollmond ausschließlich durch den äußeren Halbschatten (die Penumbra) der Erde wandert. Deshalb wird er nur ein wenig dunkler und bleibt weiterhin gut sichtbar. Oft bemerken viele Menschen die Finsternis gar nicht.

Konnte man die Mondfinsternis mit bloßem Auge sehen?

Theoretisch ja, wobei die Bedingungen dieses Mal schlecht waren. Zum einen versperrte der bewölkte Himmel den Blick auf den Mond. Zum anderen war der Mond beim Maximum der Mondfinsternis wegen der Morgendämmerung nicht mehr so stark zu sehen. Hüttemeister sagte vorab: "Das Maximum der Finsternis ist um 6:12 Uhr. Um 6:37 Uhr geht die Sonne auf - da kann man sich vorstellen, wie hell das schon ist."

Partielle Mondfinsternis: Wann man sie sehen konnte

WDR Studios NRW 27.08.2026 3 Min. 21 Sek. Verfügbar bis 26.08.2028 WDR Online

Brauchte man für die Mondfinsternis im August eine Schutzbrille?

Nein. Im Gegensatz zur Sonnenfinsternis am 12. August war für die Mondfinsternis keine Brille nötig. "Zum Mond gucke ich ja auch sonst mit bloßem Auge hin. Und das wird ja nur dunkler", sagte Hüttemeister.

Unsere Quellen:

  • WDR-Interview mit Prof. Dr. Susanne Hüttemeister - Planetarium Bochum
  • Haus der Astronomie
  • WDR-Wetterredakton
  • Nachrichtenagentur dpa
  • Europäische Weltraumorganisation

Sendung: WDR.de, "Partielle Mondfinsternis - Wann ihr sie heute Nacht sehen könnt", 27.08.2026, 11:13 Uhr

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