Aus Delbrück auf die Kinoleinwand

Bildquelle: Constantin Film / Das gewisse Etwas

WDR 3 Min. 15 Sek. Verfügbar bis 02.09.2028

"Das gewisse Etwas" Inklusiver Film mit Luca Davidhaimann aus Delbrück im Kino

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Tagsüber pflegt Luca Davidhaimann aus Delbrück die Grüns eines Golfplatzes, jetzt steht er vor seinem größten Auftritt: Der Schauspieler ist erstmals in einem Kinofilm zu sehen. Wie er die Dreharbeiten erlebt hat und warum ihm Inklusion dabei besonders wichtig ist.

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Jan-Ole Niermann

"Ich bin jetzt auch so richtig nervös und aufgeregt", sagt Luca Davidhaimann beim Interview ein paar Tage vor dem offiziellen Start seines ersten Kino-Films, "weil das ist natürlich auch ein tolles Erlebnis, das hat man ja nicht alle Tage." Noch steht der Delbrücker auf dem Golfplatz in der Nähe von Paderborn, hier spielt er selbst gerne und arbeitet als Greenkeeper.

Luca Davidhaimann: Zwischen Greenkeeping und Schauspielerei

Im Sommer beginnt er früh morgens und mäht Rasen, schneidet Hecken oder pflegt die Sandbänke. "Hier auf dem Golfplatz habe ich ja auch, dass wir Kollegen haben ohne Beeinträchtigung und Menschen mit Beeinträchtigung", erklärt Luca Davidhaimann, "das sind ja auch ganz normale Menschen, wie Menschen ohne Beeinträchtigung auch. Das ist mir dann auch wichtig."

Doch gerne schlüpft Luca Davidhaimann in andere Rollen für seinen anderen Job: Schauspieler. Vor einigen Jahren hat er bereits bei einer Fernsehproduktion mitgemacht. Jetzt kommt er das erste Mal auf die große Leinwand. In "Das gewisse Etwas" (Filmstart: 03. September 2026) spielen mehrere Menschen mit Beeinträchtigung mit.

"Das gewisse Etwas": Kinofilm mit inklusivem Cast startet

In dem Film geht es um zwei Juwelenräuber, die sich bei einer Gruppe junger Menschen mit Beeinträchtigung verstecken und zusammen mit ihnen und ihnen in den Sommerurlaub fahren. In der Komödie habe man bewusst möglichst viele Rollen mit Schauspielerinnen und Schauspielern mit Beeinträchtigung besetzt, um "einem inklusivem Cast eine Chance zu geben", sagt Regisseur Marc Rothemund, "ich finde das einen riesigen Schritt und wahnsinnig wichtig."

Regisseur Marc Rothemund gibt Anweisungen am Set, Mitarbeiter stehen bzw. sitzen um ihn herum

Marc Rothemund führte Regie.

Bildquelle: Constantin Film / Das gewisse Etwas

Monatelang wurden Darstellerinnen und Darsteller aus ganz Deutschland gesucht. Schon vor dem Drehbeginn traf sich das Ensemble dann in Bayern, um einander kennenzulernen. "Alle waren sehr offen, spielten mit offenen Karten und weit geöffneten Herzen und trugen so mit allem, was sie geben konnten, zur Entstehung dieses außergewöhnlichen Kinofilmes bei", beschreibt Regisseur Marc Rothemund die Stimmung am Set.

Dreharbeiten: Luca aus Delbrück wohnte drei Monate in Bayern

Für die Vorbereitungs- und Drehzeit war Luca Davidhaimann rund drei Monate in Bayern. So lange war er vorher noch nie unterwegs und weit weg aus seiner Heimat in Delbrück. Auch das war für ihn eine ungewöhnliche Erfahrung: "Ich habe mich wohlgefühlt und hatte aber ab und zu mal so kurze Momente gehabt, abends mal, dass mir das Zuhause doch auch ein bisschen fehlte", beschreibt der Schauspieler sein Heimweh.

Luca Davidhaimann steht auf einer Grünfläche und schaut in die Kamera

Luca Davidhaimann mag Sport und Schauspiel.

Bildquelle: WDR / Jan-Ole Niermann

In dieser Woche feierte der Film Premiere in München, weitere Termine in NRW folgen. Dafür trifft sich die Besetzung wieder.

Darauf freut sich Luca Davidhaimann ebenso wie auf den Gang über den Roten Teppich: "Wenn man sich selber auf der Leinwand sieht, das ist schon ganz was anderes, das ist natürlich ein tolles Highlight."

Unsere Quellen:

  • WDR-Interview mit Luca Davidhaimann
  • Presseheft "Das gewisse Etwas"

Sendung: WDR.de, Aus Delbrück auf die Kinoleinwand, 02.09.2026, 06:02 Uhr

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