Das Eingangstor des Judengangs am jüdischen Friedhof Schönhauser Allee ist neben den beiden Fenstern in Form von Davidsternen, beschmiert.

Online-Mahnmal gegen Schändung jüdischer Friedhöfe

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Eine neue Online-Plattform macht erstmals bundesweite Schändungen jüdischer Friedhöfe sichtbar.

Antisemitismus sei kein abgeschlossenes Kapitel der deutschen Geschichte, sondern reiche bis in die Gegenwart, erklärte Projektleiter Helge-Fabien Hertz vom Salomon Ludwig Steinheim-Institut der Universität Duisburg-Essen. Das Institut hat nach eigenen Angaben mehr als 2.000 Fälle an Begräbnisstätten untersucht und in dem Online-Mahnmal "Net Olam" dokumentiert.

Ziel des Projekts ist laut Institut der Schutz und die Erhaltung jüdischer Friedhöfe. Nutzer können auch neue Fälle der Grabschändung über die Plattform melden.

Die Kulturnachrichten hören Sie in den Sendungen Mosaik und Resonanzen auf WDR 3 sowie Westart auf WDR 3 und WDR 5.