Tod durch Ertrinken

Aktuelle Stunde 10.03.2026 21:19 Min. UT Verfügbar bis 10.03.2028 WDR Von Sascha Schwarz

48 Menschen sind 2025 in NRW bei Badeunfällen ums Leben gekommen

Stand:

In Nordrhein-Westfalen sind im vergangenen Jahr 48 Menschen bei Badeunfällen ums Leben gekommen - neun weniger als im Vorjahr. Das teilte die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) mit.

Die meisten Todesfälle sind vergangenen Juni registriert worden. Damals starben zwölf Menschen. Im Juni 2024 waren es nur fünf. Laut DLRG droht die größte Gefahr weiter beim Schwimmen in Flüssen wie dem Rhein. Dort ist das Baden wegen gefährlicher Strömungen und vorbeifahrender Schiffe in vielen NRW-Städten verboten. Trotz drohenden Bußgeldern, Warnschildern und Polizeikontrollen gehen Menschen dort immer wieder ins Wasser, werden abgetrieben und ertrinken. 

In dieser Multimedia-Reportage erklären wir in mehreren Sprachen, was genau das Schwimmen im Rhein so gefährlich macht:

Insgesamt 21 Badetote zählte die DLRG in NRW-Flüssen - und damit etwas weniger als die 25 im Jahr davor: In Seen und Teichen ertranken im vergangenen Jahr zwölf Menschen, 2024 waren es 19.

Mehrere Opfer in Düsseldorf

Nirgendwo in NRW hat es im vergangenen Jahr so viele Badetote wie in Düsseldorf gegeben. In der Landeshauptstadt ertranken acht Menschen. Sieben davon im Rhein und einer in der Düssel. Alle Fälle stammen aus der Zeit bis Ende Juli - also noch bevor das Baden im Rhein innerhalb der Stadtgrenzen verboten wurde.

Mehr Todesfälle bei Schwimmern unter 20 Jahren

Mehr Todesfälle gab es bei jungen Schwimmern zwischen elf und 20 Jahren. Im Jahr 2024 waren es zwei, 2025 wurden fünf Fälle registriert. DLRG-Präsidentin Ute Vogt kritisierte vor allem die Schwimmausbildung in Schulen.

"Unsere Kinder können mehrheitlich nicht sicher schwimmen, wenn sie die Grundschule verlassen", sagte sie. "Sie sind ein Leben lang gefährdeter am und im Wasser." Das sei aus Sicht der DLRG ein unnötiges Lebens-Risiko.

Wir zeigen Übungen im Video, mit denen Eltern Kinder aufs Schwimmenlernen vorbereiten können - von der Wassergewöhnung bis zu ersten Schwimmbewegungen:

Auch die Zahlen für ganz Deutschland gehen in die gleiche Richtung wie die aus NRW: Im vergangenen Jahr ist die Zahl der erfassten tödlichen Badeunfälle bundesweit um 18 auf 393 gesunken - gleichzeitig sind aber mehr junge Menschen ertrunken. Unter den 11- bis 20-Jährigen und den 21- bis 30-Jährigen hat es laut DLRG im Vergleich mit dem Vorjahr jeweils 11 Todesfälle mehr gegeben.

Weniger Tote durch Badeunfälle in NRW

WDR Studios NRW 10.03.2026 00:50 Min. Verfügbar bis 09.03.2028 WDR Online


Unsere Quelle:

  • Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG)
  • Nachrichtenagentur dpa

Sendung: WDR 2, Hörfunknachrichten, 10.03.2026, 11:30 Uhr.

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