Kumpel-ABC - wir suchen Ihre Begriffe

Im "Kumpel-ABC - so spricht das Ruhrgebiet" stellen wir Ihnen Begriffe aus der Ruhrgebietssprache vor. Im Video erklären Menschen aus der Region Ausdrücke, die aus Bergbau oder Ruhrgebietstradition stammen. Sollten Sie Begriffe vermissen, können Sie uns ihr Erklär-Video schicken.

Karl Kragt erklärt "alles fratze"

Wenn nichts geklappt hat, wenn es aus und vorbei ist und alles kaputt ist.  |  video

Josef Sachmann erklärt "Alter Mann"

Abgebaute Strecken und Hohlräume, die nach Ende der Förderung besonders gesichert werden, beispielsweise indem sie abgestützt werden oder mit Gestein gefüllt werden.  |  video

Detlef Schliffke erklärt "Anschläger"

Bergmann, der für die Personen- und Materialbeförderung im Schacht verantwortlich war. Als Anschläger gab er auch die akustischen Signale.  |  video

Heinz-Ludwig Bücking erklärt "Arschleder"

Das Arschleder zählte zur Kleidung des Bergmannes, es sollte den Hosenboden vor Kälte, Nässe und Durchwetzen schützen.  |  video

Nicole Küpper erklärt "auf"

Das Wörtchen "auf" wird gerne gebraucht, wenn man sagen möchte, wohin man geht oder was man macht.  |  video

Wendelin Neukum erklärt "Bandfahren"

Unter Tage gab es Gurtbänder, auf denen Material fahren konnte. Auf gesonderten Gurtbändern konnten auch die Bergleute fahren.  |  video

Laura Grave erklärt "beömmeln"

Wenn sich jemand beömmelt, hat er Spaß und lacht viel.  |  video

Uwe Müller erklärt "Betuppen"

Jemanden übers Ohr hauen, also Betrug im kleinen Stil.  |  video

Jörg Stier erklärt "Blagen"

Abwertendes Wort für Kinder, sofern sie gerade nerven.  |  video

Thomas Grohé erklärt "Bohei"

Sagt man "Mach nicht so einen Bohei", fordert man sein Gegenüber auf, nicht unnötiges Aufheben um eine Sache zu machen.  |  video

Anne Scholz erklärt "Bömmsken"

Ein Bömmsken ist eine Süssigkeit, oft ein Bonbon.  |  video

Andreas Reingräber erklärt "Bütterken"

Auch Knifte oder Stulle genannt: Das halbierte und zusammengeklappte Butterbrot.  |  video

Dieter Rogosch erklärt "Dahlbuschbombe"

Die Dahlbuschbombe ist eine Stahlkapsel durch die Bergleute durch Bohrlöcher gerettet werden können. Gebaut wurde sie erstmals 1955 auf der Gelsenkirchener Zeche Dahlbusch.  |  video

Marianne Löffler erklärt "Deputat"

Bergleuten stand zusätzlich zum Lohn auch Deputat-Kohle zu, mit der sie ihr Zechenhäuschen heizten.  |  video

Rolf Kubanek erklärt "Fahrte"

Leiter, die unter Tage seit dem Mittelalter eingesetzt wurde.  |  video

Jürgen Kopriosek erklärt "Fleppe"

Die "Fleppe" ist der Autoführerschein. Wenn man den Führerschein zum Beispiel wegen Trunkenheit verliert, ist "die Fleppe" weg.  |  video

Max Seeske erklärt "Fluppen"

Heißt so viel wie "Klappt wie am Schnürchen" oder "Funktioniert!"  |  video

Corinna Latza erklärt "Flötepiepen"

Mit dem Wort Flötepiepen drückt man seine Enttäuschung aus, wenn zum Beispiel etwas anders ausgegangen ist als gedacht.  |  video

Frank Schramm erklärt "Förderkorb"

Der Förderkorb ist der Aufzug der Bergleute.  |  video

Sonja R. erklärt "Frickeln"

Wer sich "durch-frickelt", kennt scheinbar allerhand Tricks und Kniffe.  |  video

Klaus Lechtenböhmer erklärt "Gezähe"

Die Werkzeuge eines Bergmanns werden als Gezähe bezeichnet.  |  video

Holger Stellmacher erklärt "Glück auf!"

Gruß der Bergleute.  |  video

Thomas Grohé erklärt "Halde"

Eine Halde ist ein künstlicher Hügel aus Gestein, den Abfallprodukten des Bergbaus.  |  video

Astrid Böer erklärt "Hackenporsche"

Einkaufswagen bzw. Trolley zum Hinterherziehen. Steht gerne im Eingangsbereich des Supermarkts im Weg.  |  video

Dora-Andrea Büttner-Wobst erklärt "Heiermann"

Umgangssprachlich wurde so zu D-Mark-Zeiten das Fünfmarkstück genannt.  |  video

Wilhelm Weiss erklärt "Hunt"

Ein Hunt ist ein offener, kastenförmiger Förderwagen.  |  video

Michael Meier erklärt "Kaue"

Die Kaue ist der Raum, in dem sich die Bergleute über Tage umkleiden.  |  video

Marieke Vortmann erklärt "Käsemauken"

Fußschweiß mit Käsearoma.  |  video

Manfred Musga erklärt "Killefit"

Unfug oder Unsinn, aber auch überflüssiges Zeug, das einem aber manchmal lieb und teuer ist.  |  video

Leon Hennig erklärt "Klotzen"

Sich richtig anstrengen. "Nicht kleckern, sondern klotzen!"  |  video

Video von Norbert Calmund - "Knapp Zeuch"

Norbert Calmund hat seine Erklärung von "Knapp Zeuch" beim Kumpel-ABC eingeschickt: "Knapp Zeuch" sind nicht etwa die Sachen des ausgebildeten Bergmanns, sondern viel weniger...  |  video

Stefan Kuster erklärt "Knifte"

Die Knifte ist das selbstgeschmierte Butterbrot.  |  video

Reinhold Adam erklärt "Kübelmajor"

Der Bergmann, der den Toiletteneimer entsorgen musste.  |  video

Ernst-Peter Bechtloff erklärt "Kumpel"

Kumpel ist der Ausdruck der Bergleute für Arbeitskollegen.  |  video

Torsten Meirich erklärt "Lore"

Transportwagen für Kohle, steht oft im Ruhrgebiet in Vorgärten als Erinnerungsstück.  |  video

Wilhelm Weiss erklärt "Meterlatte"

Die Meterlatte war das Messwerkzeug der Aufsichtsperson unter Tage, wurde auch Fahrstock genannt.  |  video

Claudia Alex erklärt "Mottek"

"Mottek" ist ein Begriff, der aus dem Polnischen stammt. Er steht für einen Hammer.  |  video

Video von Tobias Ertmer – "Muckefuck"

Tobias Ertmer hat seine Erklärung von "Muckefuck" beim Kumpel-ABC eingeschickt: "Muckefuck" bezeichnet einen nicht aus Kaffeebohnen gebrühten Ersatzkaffee, der auch als Blümchenkaffee bekannt war. Muckefuck wurde früher aus gerösteten Zichorienwurzeln hergestellt, heute verwendet man auch gemälzte Gerste oder gerösteten Roggen.  |  video

Isabelle B. erklärt "Mummpitz"

Anderer Ausdruck für Quatsch, Unsinn.  |  video

Reinhold Adam erklärt "Mutterklötzchen"

Reststück vom Grubenholz, das unerlaubterweise oft mit nach Hause genommen wurde, um damit den Ofen anzuheizen.  |  video

Gerhard Kaiser erklärt "Nuckelpinne"

Die Nuckelpinne ist ein kleines, vor allem aber langsames Auto.  |  video

Der kleine Maulwurf erklärt: "Pannen"

Wer pannt, arbeitet körperlich hart. Dabei wird meist eine Schüppe eingesetzt. Zum Beispiel eine große Pannschüppe zum "Kohlepannen".  |  video

Monika Giesbert erklärt "Plästern"

Starkregen. Man kann sagen: Wenn es plästert, dann "schüttet" es so richtig.  |  video

Lothar Hörster erklärt "Plörren"

Kleidung, aber auch alle persönlichen Dinge werden Plörren genannt.  |  video

Thorsten Sprenger erklärt "Pölen"

Fußballspielen. Pölen ist überall möglich: Garageneinfahrt, Parkplatz, Wiese, Fußballplatz.  |  video

Horst Zimmermann erklärt "Poofen"

Tief und fest schlafen.  |  video

Petra Kruse erklärt "Porreepiepen"

Porreepiepen sind untrainierte Beine.  |  video

Frank Lewald erklärt "Prise"

Schnupftabak der Bergleute, mit dem der Kohlenstaub aus der Nase geniest werden sollte. Wegen des Rauchverbots unter Tage Alternative zur Zigarette.  |  video

Andreas Teichmann erklärt "Püngel"

Getragene und schmutzige Arbeitskleidung wird Püngel genannt.  |  video

Video von Stefan Hegermann - "Rasenhängebank"

Stefan Hegermann hat seine Erklärung von "Rasenhängebank" beim Kumpel-ABC eingeschickt: "Rasenhängebank" ist die Vorrichtung im Fördergebäude über Tage, die dem Ent- und Beladen der Fördergefäße und dem Einhängen von Material in den Schacht dient.  |  video

Christian Link erklärt "Rumnölen"

Meckern, motzen, schimpfen.  |  video

H.-P. Karr erklärt "Schicht im Schacht"

Wenn Schicht im Schacht war, musste auch der letzte Bergmann den Schacht verlassen haben. Die Redewendung wird gerne auch wie "jetzt ist aber Schluss!" gebraucht.  |  video

Ernst Peter Bechtloff erklärt "Schleifkorb"

Der Schleifkorb ist die Trage für verletzte Bergleute unter Tage, die auch Kufen hat, damit man sie in niedrigen Bereichen ziehen kann.  |  video

Gerd Wagner erklärt "Sohle"

Die Stockwerke in einem Bergwerk. Die Sohlen werden von oben nach unten nummeriert.  |  video

Walter Suchalla erklärt "Steiger"

Der Steiger ist eine Aufsichtsperson im Bergbau, er trägt Verantwortung für einen Teil des Bergwerks und die ihm unterstellten Personen.  |  video

Peter Bankmann erklärt "Stulle"

Eine Scheibe Brot. Geschmiert mit Butter oder Margarine, belegt, geschnitten und zugeklappt. Passt in jede Jackentasche.  |  video

Edith Kubicki erklärt "Stuss"

"Red' keinen Stuss!" heißt so viel wie "erzähle keinen Unsinn!"  |  video

Gerhard Schute erklärt "Teufe"

Die bergmännische Bezeichnung für Tiefe.  |  video

Renate Sprissler erklärt "Trallafiti"

"Trallafitti" bedeutet Party machen.  |  video

Ernst-Peter Bechtloff erklärt "Vor der Hacke ist es duster"

Ausspruch, der zeigen sollte, wie ungewiss die Zukunft der Bergleute früher war, weil sie nie wussten, was sie in der Dunkelheit erwartete.  |  video

Michael Meier erklärt "Wech vom Fenster"

Redewendung, die ausdrücken soll, dass jemand gestorben ist.  |  video

Jan-Hendrik Wupper erklärt "Zappenduster"

Dunkler geht’s nicht. Die Warnung "jetzt ist aber zappenduster!" ist sozusagen im Ruhrgebiet Alarmstufe rot!  |  video