In der ersten Januarwoche war ein Kalb aus Herzogenrath im Kreis Aachen mit Verdacht auf die Blauzungenkrankheit entdeckt worden. Mittlerweile hat das zuständige Friedrich-Löffler-Institut (LFI) die Proben analysiert und bestätigt, dass das Tier mit der Seuche infiziert ist. Eine 150-Kilometer-Sperrzone rund um den Hof wurde allerdings schon zuvor eingerichtet.
Von der Sperrzone besonders betroffen sind nun die Kreise Borken, Coesfeld, Kleve, Wesel, Olpe, die Städteregion Aachen und der Rheinisch-Bergische Kreis.
Einschränkungen für Landwirte
In der Sperrzone gelten strenge Regeln für Kühe, Schafe und Ziegen. Für Tiere, die vom Hof gebracht werden, weil sie zum Beispiel verkauft werden sollen, muss ein Nachweis erbracht werden, dass sie frei von dem Virus sind. Dafür müssen die Landwirte ihre Tiere entweder impfen lassen oder für jedes einzelne Tier einen Test machen.
Die müssen sie auch selber bezahlen. Sind die Tiere "freigetestet", werden sie mit einem Insektizid besprüht und dürfen die Höfe verlassen.
Allerdings ändert sich für die Höfe im Süden von NRW nichts, denn im letzten Jahr hatte es einen Fall der Blauzungenkrankheit in Rheinland-Pfalz gegeben, dadurch gelten die Beschränkungen dort schon länger.
Virus wird von Mücken übertragen
Die Blauzungenkrankheit fordert bei den Tieren ihren Tribut
Erkrankte Tiere sind durch eine bläuliche Verfärbung im Bereich des Mails zu erkennen. Übertragen wird die Tierseuche durch kleine Mücken (Nitzen). Im aktuellen Fall hat sich das Kalb vermutlich im Mutterleib infiziert. Aktuell seien die übertragenen Mücken allerdings nicht unterwegs, sagte ein Sprecher der Städteregion Aachen. Dieser Übertragungsweg könne also ausgeschlossen werden.
Betroffene Tiere können durch die Blauzungenkrankheit sterben. Für Menschen ist sie nicht gefährlich, auch nicht, wenn sie das Fleisch oder die Milch von betroffenen Tieren zu sich nehmen.
Unser Quellen:
- Kreis Wesel
- Städteregion Aachen
- Rheinisch-Bergischer Kreis
- Kreis Coesfeld
- Kreis Borken
- Bericht zum Tierseuchengeschehen des NRW-Landwirtschaftsministeriums
Sendung: WDR 2, Lokalzeit Münster, 14.01.2026, 14.31 Uhr