Schild mit einer Mutter und ihrer abwesenden Tochter vor einem blauen Himmel

Freiwillig kinderlos - und glücklich: Zwei Frauen berichten

Stand:

Kinderlosigkeit in Deutschland: Die aktuelle Statistik zeigt einen Anstieg. Inzwischen gibt es viele Frauen, die sich bewusst gegen eigene Kinder entscheiden.

Von Dorothea Köhler und Ingo Neumayer

1,35 Kinder bekommt jede Frau in Deutschland aktuell im Schnitt. Das sind zu wenige, meinen Wissenschaftler wie Martin Bujard, Forschungsdirektor beim Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung. "Wenn das länger anhält, sorgt das in Zukunft für sehr große Probleme", sagte er dem WDR.

"Die niedrigen Geburtenraten von heute sind der Fachkräftemangel von morgen", so Bujard: "Die Kinder, die jetzt nicht geboren werden, gehen in 20 Jahren nicht in den Arbeitsmarkt, können nicht in die Rentenkassen einzahlen, nicht in die Pflegeversicherung, zahlen keine Steuern."

Um die Situation zu ändern, sieht Bujard zwei Themenfelder. Einerseits politische Lösungen wie Elterngeld, bessere Kinderbetreuung und Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Andererseits ginge es aber auch darum, "positive Narrative und optimistische Zukunftsszenarien" für das Leben mit Kindern zu entwickeln.

Entscheidung gegen Kinder abhängig von individuellen Überzeugungen

Eine Mutter hält ihren Sohn an der Hand und kreuzen die Straße

Nicht alle Frauen sehen sich als Mütter

Aber auch solche positiven Erzählungen dürften nicht alle ansprechen. Eine Studie der Dualen Hochschule Gera-Eisenach untersuchte 2022 die Motivation von 1.100 Frauen, die bewusst kinderlos blieben. "Wir sind bisher in der Forschung davon ausgegangen, dass die Rahmenbedingungen schuld daran sind, dass sich Frauen gegen Kinder entscheiden", erklärte Studienleiterin Claudia Rahnfeld. Doch stattdessen zeige die Studie, dass die Entscheidung vorwiegend auf die individuellen Überzeugungen der jeweiligen Frau zurückzuführen sei.

Zwei Frauen, die ganz offen und plakativ mit der gewollten Kinderlosigkeit umgehen, sind Verena Kleinmann und Julia Brandner. Sie stehen beide als Autorinnen in der Öffentlichkeit und haben sich bewusst dafür entschieden, über ihren persönlichen Lebensweg zu sprechen.

"Ich hatte nie dieses Babyfieber"

"Alle kriegen Kinder, ich zweifele" heißt Verena Kleinmanns Buch, das im September 2025 im Rowohlt-Verlag erscheint. Die 40 Jahre alte Journalistin ist Feministin und Host des hr-Podcasts "Kein Kinderwunsch". "Ich habe es nie in meinem Leben hundertprozentig ausgeschlossen", sagte sie dem WDR. Man wisse nie, ob das Leben noch eine Kehrtwende nehmen könne. Aktuell sei sie aber kinderlos sehr glücklich.

Wenn die Wahl möglich wäre, hätte sich Kleinmann eher für die Vater-Rolle entschieden. "Ich habe meine Mutter selbst gesehen, wie sie unter einer unfassbaren Mehrfachbelastung gelitten hat", erzählt sie.

Immer wieder habe Kleinmann Partner gehabt, die Kinder und eine Heirat wollten. Doch das war nicht das Richtige für sie. "Ich hatte nie dieses Babyfieber", so Kleinmann. Andere Faktoren für die Entscheidung gegen eigene Kinder sind für sie: Fremdbestimmung durch das Kind, Erschöpfung und eine schwere Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Kinderlosigkeit: Sterilisation mit 28 Jahren

Julia Brandner am 29.04.2023 auf der Leipziger Buchmesse in Leipzig, Deutschland

Comedienne und Autorin Julia Brandner

Noch konsequenter ging Julia Brandner das Thema an. Die Comedienne und Influencerin ließ sich mit 28 Jahren sterilisieren. "Ich habe das Gefühl, ein Kind würde mein Leben nicht bereichern. Ein Kind sollte man aber wollen und ein Kind verdient es, absolut gewollt zu werden", sagte die 29-Jährige dem SWR. Für den Schritt musste sich die junge Frau, die aus Österreich stammt, sogar einem psychiatrischen Gutachten unterziehen. Ihre Gynäkologin bestand damals darauf.

In ihrem Buch "I'm Not Kidding" erklärt Brandner, warum sie keine Lust auf Kinder hat - und warum sie sich dafür nicht entschuldigen will. "Ich habe jetzt eine Körperfunktion nicht mehr, die ich nie haben wollte und die ich nie gebraucht habe", sagte sie dem WDR.

Freiwillig kinderlos? Das sorgt für Beleidigungen im Netz

Auf Instagram hat Brandner mehr als 60.000 Follower (Stand: Juli 2025). Dort bekommt sie immer wieder negative Kommentare, weil sie sich gegen eigenen Nachwuchs entschieden hat. Was (meist Männer) in den Kommentarspalten über ihre Kinderlosigkeit hinterlassen, ist oftmals beleidigend. Sprüche wie "Nicht die Hellste", "Mann und Frau gegeneinander aufhetzen läuft", "Keine Rente für Kinderlose" sind da noch recht harmlos.

Ihr direktes Umfeld habe hingegen positiv oder zumindest gleichgültig reagiert. "Alle akzeptieren, dass das meine persönliche Entscheidung ist, die niemanden außer mich glücklich machen muss", sagte Brandner der Frauenzeitschrift "Marie Claire".

Unsere Quellen:

Seid ihr auch freiwillig kinderlos? Was sind eure Gründe, auf Nachwuchs zu verzichten? Musstet ihr euch schon unpassende Kommentare wegen eurer Entscheidung anhören oder ist euer Umfeld verständnisvoll? Schreibt es uns in die Kommentare auf wdr.de oder schickt eine Mail an wdraktuell@wdr.de

Über dieses Thema berichten wir am 18.07.2025 auch im WDR Fernsehen: Aktuelle Stunde, 18:45 Uhr.

Kommentare zum Thema

44 Kommentare

  • 44 Brigitta S. 20.07.2025, 15:19 Uhr

    Es gibt auch noch andere Gründe, die nicht außer Acht gelassen werden dürfen. Dass ist das Thema arm, gutsituiert oder sehr reich zu sein. Arme Ehe- Paare bräuchten viel mehr Unterstützung, Gutsituierte genießen die (ungerecht verteilte) Gleichheitszahlung vom Staat, nehmen was sie bekommen ohne in Not wirklich zu sein. Die Jüngeren der Reichen die im Internet sorglos plädieren ohne Kinder wie schön Freiheit sei, die können ganz schön einflussbar sein im Netz. Diejenigen die sagen, ja ich hätte gerne Kinder gehabt, habe zu lange abgewartet, die liegen mit ihrer Erkenntnis sehr spät, wenn sie jetzt erst ins Grübeln kommen. Folgende Ausrede verstehe ich von Erwachsenen nicht: „Ich wollte nie Kinder, denn ich möchte nicht die Fehler meiner Eltern wiederholen“. Ende. Wie so Fehler wiederholen? Jeder hat die Chance beim eigenen Kind, es besser zu machen. Ohne Kinder geht die Arbeitswelt in Deutschland noch mehr kaputt, wenn nicht jetzt, aber in einigen Jahrzehnten.

  • 43 Anonymes Etwas 20.07.2025, 15:07 Uhr

    Erstmal überhaupt das Glück haben eine Frau fürs Leben zu finden und ich bin Anfang 30.

  • 42 Karin B 20.07.2025, 14:35 Uhr

    Die Mär von den selbstlosen Müttern, die sich aufopfern, um wichtige Beitragszahler zu produzieren, kann ich nicht mehr hören. Fakt ist, dass kinderlose Frauen in der Regel lebenslang vollzeit arbeiten und Unmengen Steuern und Abgaben zahlen, während Mütter zum größten Teil gar nicht oder Teilzeit arbeiten. Mit Elterngeld, Kindergeld, Familiengeld, kostenloser Krankenversicherung etc. werden Familien 25 bis 30 Jahre von den Abgaben der Kinderlosen gut versorgt und es ist fraglich, ob deren Kinder überhaupt jemals ins Sozialsystem einzahlen. Außerdem wächst die Weltbevölkerung jährlich um 80 Millionen Menschen und die Natur ist von der Menschenmasse völlig überlastet. Sich gegen Kinder zu entscheiden ist das Gegenteil von Egoismus und die beste Möglichkeit, Natur und Ressourcen zu entlasten.

  • 41 Waldi 20.07.2025, 14:32 Uhr

    Kinder sind das größte Geschenk und Glück.Ich könnte mir das Leben ohne Kinder nicht vorstellen.Eas ist dagegen Karriere,Geld, Reisen etc,alles vergeht Kinder bleiben!!

  • 40 Frau T. 20.07.2025, 12:05 Uhr

    Ich wusste schon mit 11 Jahren, dass ich keine Kinder möchte und das hat sich nie geändert. Mittlerweile bin ich 48 Jahre alt und zum Glück ist der Druck endlich raus. Männer müssen sich nicht derart rechtfertigen, wenn sie keine Kinder möchten. Als ob der einzig Lebenssinn einer Frau im Gebären liegen und als ob eine Frau nur dann ein wertvolles Mitglied der Gesellschaft ist, wenn sie Beitragszahlende für die Rentenkasse produziert. Und als ob die Existenz von Kindern der Garant dafür wäre, dass diese später mal tatsächlich in die Kassen einzahlen. Ich habe übrigens nichts gegen Kinder, ich bin Erzieherin von Beruf. Bedeutet folglich, dass ich dafür sorge, dass zig Mütter (und ein paar sehr wenige Väter) fleißig einzahlen können in die Rentenkasse. Ohne mich könnten sie das nicht. Ich sorge für mehr Beitragszahlungen ins Rentensystem als die durchschnittliche Mutter. Um nichts anderes scheint es bei der Mutterschaft hier ja zu gehen.

  • 39 Christiane S. 20.07.2025, 11:34 Uhr

    Ich bin auch Mutter von 2 Kindern und möchte behaupten, dass meine beiden Kinder zum größten Glück in meinem Leben gehören. Ich weiß jedoch auch um den immensen Spagat, Berufstätigkeit, Erziehungs- und Carearbeit gestemmt zu bekommen und dabei permanent mit einem schlechten Gewissen zu kämpfen, weil frau niemals allem in gleicher Weise gerecht wird und die eigenen Bedürfnisse dabei besonders gerne auf der Strecke bleiben. Was mich an dieser Diskussion stört ust der Punkt, dass Frauen gerne für ihre bewusste Entscheidung gegen Kinder hart kritisiert werden. Wo ist jedoch die Kritik dann gegen Männer, die sich oft genug genauso gegen Kinder entscheiden? In meinem privaten Umfeld kenne ich tatsächlich viel mehr Männer, die die Verantwortung nicht übernehmen wollten, als Frauen. Und als langjährige Jugendamtsmitarbeiterin möchte ich zum Ausdruck bringen, dass Kinder extrem darunter leiden, "irgendwie " zur Welt gebracht zu werden, ohne echte Elternliebe und Fürsorge.

  • 38 Eva Hernando 20.07.2025, 11:27 Uhr

    Es gibt auch andere Gründe,warum sich junge Menschen gegen Kinder entscheiden und für die ist unsere Politik verantwortlich,hohe Mieten,Klima,hohe Immobilien Preise, rechtes Gedankengut.Eltern wird suggeriert, Gesellschaftlich erwartet und durch so hohe Kosten, dass es völlig normal ist nach einem Jahr das Kind in die Krippe zu geben und daran oft zerbrechen durch die hohe Belastung.Da hilft auch gut gemeintes Kindergeld

  • 37 Anonym 20.07.2025, 11:14 Uhr

    Ich habe überhaupt nichts gegen Kinder, ich mag Kinder grundsätzlich und arbeite sogar beruflich mit ihnen. Ich wusste nur schon mit 11 Jahren, dass ich keine eigenen haben möchte. Das hat sich nie geändert. Ich wollte nie Mutter sein. Ohne mich könnten Eltern nicht arbeiten gehen und in die heiligen Rentenkassen zahlen. Ich sorge in meinen Berufsleben für mehr Zahlungen in die Rentenkassen als das durchschnittliche Elternteil. Die Kommentare hier sind teilweise unterirdisch. Wenn ein Mann sagt,er wolle keine Kinder, ist das kein Problem. Aber wehe, das sagt eine Frau, dann soll ihr gleich die Rente gestrichen werden., der egoistischen Schlampe. Als ob die Geburt eines Kindes garantieren würde, ein zahlendes Mitglied für die Sozialkassen zu erhalten, als ob nur die wertvoll sind, die Geld heranschaffen.

  • 36 Rose 20.07.2025, 09:25 Uhr

    Hey- Kinder sind ein Geschenk. 🌞 Familie eine Bereicherung und etwas absolut Normales. Wir Eltern tragen die Verantwortung für die Zukunft der Gesellschaft. Es ist nicht immer leicht. Man richtet das Leben ganz klar nach dem Kind. Natürlich muss man entbehren und finanziell ist es auch oft nicht leicht. Wir tragen mit Liebe diese grosse Verantwortung und hoffen, unser Kind als wertvolles Mitglied für unsere Gesellschaft zu erziehen. Das geht nur mit der Gesellschaft. Mir persönlich fällt immer mehr auf, das es echten zunehmenden Kinderhass gibt. Es werden u.A. Kinderfreie Hotels, Flüge und Restaurants gefordert weil Kinder sich nicht benehmen wollen. Kinder sind stetig im Lernprozess. Ihr selbst seid als Kinder genauso gewesen. Begriffe, wie „Elterntaxi“ und Helikoptereltern und immer Neue davon sind im Umlauf. Kinder sind jedoch extremer Gewalt in jeder Form auf dem Schulweg ausgesetzt. Und Pädophilen. Reiner Egoismus bringt die Gesellschaft nicht weiter. L.G eine Mutter

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    • Brigitta S. 20.07.2025, 11:36 Uhr

      @Rose, großen Applaus für Sie " Rose"! Erfrischend die Wahrheit gebracht. Ihre Aussage: "Wir tragen mit Liebe diese grosse Verantwortung und hoffen, unser Kind als wertvolles Mitglied für unsere Gesellschaft zu erziehen". Ende. Ich befürchte aber, dass diese Botschaft nicht in jeden Kopf der Gesellschaft eindringt, wo der Egoismus lebt.

  • 35 Annette 20.07.2025, 01:55 Uhr

    Mein Leben war schon vorher toll und einen Kinderwunsch hatte ich nie. Dann kam mein Kind und mit ihm Erlebnisse, Erkenntnisse, Erfahrungen und Gefühle von solch einer Größe, einer Tiefe und einem Zauber, dass alles vorangegangene dagegen erstmal verblasste. Ich finde dieses Art der Kinderablehnung, die derzeit ständig propagiert und einem noch als progressiv untergejubelt wird, ganz fürchterlich. Keine Lust auf Kinder? Als wäre so ein Kind nur ein Lifestyle-Accessoire wie ein Auto, eine Mode, ein Ernährungsstil. Wer nicht mag, lässt es eben bleiben. Aber dieses Breittreten in den Medien finde ich befremdlich.

  • 34 Etienne Engel 20.07.2025, 00:21 Uhr

    Glücklich wär ich so ein Käse nicht zu lesen. Kinder wollen sie nicht - aber für Rente usw. sind die Kinder später gut?! Doppelmoral und ungerecht und Dekadent. Die Natur oder Gott hat sich was überlegt- einsam alleine alt zu werden ist es nicht Wert angestrebt zu werden. Alles ist ausgewogen und dazu gehört das Kinde {R) etwas normales sind, eine Gesellschaft wird sonst vernichtet.

  • 33 Kirsten 19.07.2025, 19:21 Uhr

    Habe nie das Bedürfnis gehabt Mutter zu sein.

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    • Ah 20.07.2025, 00:22 Uhr

      .... Rente schieben Sie bestimmt gern ein oder?! Jeder Cent gehört ihnen gestrichen......!!!!

  • 32 Dennis 19.07.2025, 17:05 Uhr

    Ich bin ein Mann Anfang 40. Ich wollte nie Kinder, denn ich möchte nicht die Fehler meiner Eltern wiederholen und die Erde halte ich für bereits überbevölkert. Ich habe mir eine Frau gesucht, die ebenfalls keinen Kinderwunsch hat. Ich arbeite 24h Woche und verdiene genug für uns beide. Wir leben unser Leben so wie es uns gut tut. Warum die Erde weiter überbevölkern mit neuen Kindern, die nicht mal ein Mitspracherecht hatten, in diese kaputte Welt gesetzt zu werden?

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    • Devot 20.07.2025, 00:23 Uhr

      Diese Denkweise. Das wird den Planeten nicht retten! Die Wahrheit ist vielmehr, sie wollen sich lieber um sich selbst drehen, fettes Auto fahren Urlaub usw. Ach ja Rente...? Die Kinder der anderen dürfen es richten....

  • 31 Lothar 19.07.2025, 15:37 Uhr

    Hallo, normalerweise bin ich immer im Welt Forum unterwegs und da lese ich meistens sinnige Kommentare. Dann denke ich ständig wenn die Leute doch überwiegend solche Kommentare wie dort loswerden, wie kann es dann sein, dass unsere Gesellschaft so in das Links-Grün-liberale Chaos abrutscht wie es seit min. 10 Jahren der Fall ist. ... Nun lese ich in diesem Forum und weiß wieso. Schönen Tag noch.

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    • True 20.07.2025, 00:25 Uhr

      Dekedent..... verdient das diese Gesellschaft Platz macht für vernünftige Menschen

  • 30 SilviaFey 19.07.2025, 15:12 Uhr

    Kinderlosigkeit ist für mich ein Gesellschaftskiller. Keine Kinder, aber dafür 2 Hunde oder Katzen, die komplett vermenschlicht werden, mit Superfutter, Hundebett usw. Siehe Werbung. Kinder sind unerwünscht im Restaurant oder Urlaub. Weil sich Erwachsene viel zu wichtig nehmen. Kinder sind Liebe, Hoffnung, Zukunft und anstregend, na und...

  • 29 Brigitta S. 19.07.2025, 14:18 Uhr

    „Die Kinder, die jetzt nicht geboren werden, gehen in 20 Jahren nicht in den Arbeitsmarkt, können nicht in die Rentenkassen einzahlen, nicht in die Pflegeversicherung, zahlen keine Steuern. Wenn das länger anhält, sorgt das in Zukunft für sehr große Probleme" Zitat Herr Bujard. Diese Weisheit der Wahrheit brennt dem Staat unter den Nägeln. Wer es noch nicht kapiert ohne Kinder, derjenige wird es merken wenn der Zeitpunkt da ist.

  • 28 Helga 19.07.2025, 13:39 Uhr

    Ich wusste schon mit 12 Jahren, dass ich keine Kinder möchte. Meine Mutter hat mir vorgelebt, was es heißt 3 Kinder großzuziehen. Aufopferung und noch mal Aufopferung. Kein eigenes Leben mehr, keine persönliche Entwicklung. Mein Vater, ihr Ehemann war keine Unterstützung. Was sollte er auch mit 3 Mädchen anfangen. Die interessieren sich nicht für Fußball oder Autos oder Krieg, Bundeswehr und Panzer. Meine Mutter musste dann auch noch die Pflege ihrer Eltern stemmen. Ihr Mann half nur widerwillig. Wir Töchter arbeiteten Vollzeit oder befanden uns in der Ausbildung. Sollten wir unsere eigene finanzielle Absicherung aufgeben. Wir 3 Töchter sind alle Kinderlos. Gewollt. Wir müssen selbst sehen, wo wir bleiben. Der Staat hilft nicht. Die Gesellschaft auch nicht. Ich möchte Herrn Bujard widersprechen. Roboter und KI werden den Menschen aus vielen Berufen vertreiben. Menschen werden dann nicht mehr benötigt. Sind in Überzahl. Roboter, Großkonzerne und KI müssen in Zukunft besteuert werden.

  • 27 Wolfgang 19.07.2025, 13:27 Uhr

    Zum Einen halte ich es fuer nicht erstrebenswert, heute noch Kunder zu haben, denn was wartet denn auf die Kinder? Zum Anderen ist es eine Frage der nicht ausgelebten Selbstverwirklichung, viele Verpflichtungen eingehen, sich im Leben beschränken zu müssen, zudem eine Kostenfrage und auch nervlich belastend! Tatsache ist auch, umso höher dir Bildung gerade der Frauen, desto eher entscheiden sie sich für Kinderlosigkeit! Auch ein Hauptgrund der Kinderlosigkeit, eine Ehe ohne Kinder konzentriert sich ausschließlich auf das Paar, während eine Ehe mit Kindern viel eher zu Kompromissen bereit sein muss und einer Arbeitsgemeinschaft gleich kommt, die die Interessen der Kinder in den Vordergrund schiebt oder sogar alles andere ausschließt!

  • 26 Brigitta S. 19.07.2025, 11:51 Uhr

    Viele gesunde Frauen treffen diese Kinderlose- Entscheidung. Diese Frauen möchten ihr Leben sich nicht durch traditionelle Rollenbilder einschränken lassen. Immer mehr Frauen sagen, dass ein erfülltes Leben nicht an Nachwuchs gebunden sein muss. Sie lassen sich nicht von dem Zwang prägen, dem Staat die nötigen Kinder zu bringen. Die Macht der Frauen entscheiden zu können ich will keine Kinder, dabei nehmen sie den Männern auch die traditionelle Vaterrolle weg. Nicht jeder Partner ist davon begeistert. Keine Kinder, keine Familie, keine Verwandtschaft mehr. Wo soll dieser Weg hinführen? Frauen die Kinder dem Staat bringen, sind die dumm? Ich habe Respekt vor ihnen. Kinderlose Frauen verlassen sich auf Frauen die Kinder wollen, die werden dem Staat schon helfen. Wegen den Vorschlag Soli, kommt von ihnen Kritik? Das Thema Kinderlos, führt eindeutig mal zum Problem, falls die Frauen- Generation in Zukunft sich immer mehr für Kinderlosigkeit entscheiden sollten. Männer, was sagt ihr dazu?

  • 25 Carmen 19.07.2025, 10:27 Uhr

    Ich wusste schon als Kind, dass ich keine Kinder möchte. Keine Ahnung warum, aber ich hatte nie einen Kinderwunsch verspürt. Ich habe es auch nie bereut. Bin über 50 und denke, dass die Angst vorm Alleinsein im Alter nicht ausreicht, Kinder in die Welt zu setzen.

  • 24 Unbequem 19.07.2025, 10:01 Uhr

    Die Feststellung, dass in 20 Jahren nicht in die Sozialkassen einbezahlt wird, offenbart doch das ganze Dilemma. Es werden Auswirkungen bekämpft auf Kosten der Frauen, statt die Ursachen anzugehen. Selbst heute werden doch in dem Staat Kinder subventioniert, damit das System überhaupt funktioniert. Viel schlimmer, aktuell werden nicht nur die nächste, sondern bereits die übernächste Generation in die Pflicht genommen. Die Kinder selber sind nicht gefragt worden, ob sie geboren werden wollen. Wenn man sich mal die Ausgangssituation bei Kaiser Wilhelm mit der Renteneinführung beschäftigt, wird man feststellen, dass schon damals die Voraussetzungen eines funktionierenden Systems nicht gegeben waren, Experten von der Umsetzung wie geschehen abrieten. Schon damals nur Statisten in der Politik. Ausbaden müssen das heutige Generationen, alles auf den Rücken der Frauen.

  • 23 Anonym 19.07.2025, 09:43 Uhr

    Wenn man Kinder nicht haben will, sollte man es auch nicht. Denn Kinder brauchen viel Liebe. Ich wollte Kinder haben, habe ich auch bekommen. Es ist anstrengend aber ich bekomme von denen sehr viel zurück. Keiner auf dieser Welt wird mich anschauen wie meine Kinder. Ich kenne älteren, die ohne Kinder alt geworden sind und doch meine Kinder als Ersatz Enkel haben wollen. Denn, wenn man alt wird, freut man sich auf Gesellschaft, was jetzt fehlt. Freunde und Paare können sich trennen aber Kinder blieben für immer. Nur ich bin sehr einverstanden, wenn man sich dagegen entscheidet. Weil Eltern zu sein ist ein Gefühl, was wenig mit Argumente zu tun hat. Wenn man es nicht fühlen kann, sollte man es auch nicht tun.

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    • Moni 19.07.2025, 21:57 Uhr

      Ich denke, wenn man einen Kinderwunsch hat, sollte man ihn verwirklichen, ansonsten bereut man es später sehr. Hat man diesen Kinderwunsch nicht, ist es besser, keine Kinder zu bekommen. Man benötigt eine große Motivation, um den Anforderungen gerecht zu werden. Und die hat man nur, bei sehr starkem Kinderwunschlasst doch die Leute selbst entscheiden. Dann wird es schon gut gehen. Erzwungene Kinder will doch niemand. Egal was die Gesellschaft erwartet. Jeder muss seinen eigenen Weg finden.

  • 22 Sarah 19.07.2025, 09:26 Uhr

    Ich bin jetzt 30. Ich wollte nie Kinder. Einerseits klar sind die Umstände in der Gesellschaft dafür mehr als ungut. Mütter werden mehr oder weniger von alles und jeden alleine gelassen. Außerdem arbeiten heute beide Partner idR Vollzeit, um sich das Leben leisten zu können. Früher hat anscheinend ein Gehalt gereicht, da konnte Frau noch (oft unfreiwillig) Vollzeit Mutter sein. Und es ist ein Vollzeitjob. Unbezahlt. Ungedankt. Mütter werden auch ständig kritisiert, während ein moderner Vater heute für die kleinste Zuwendung wer weiß wie gefeiert wird. Aber unabhängig davon kommt der Kinderwunsch einfach nicht. Ich will mein Leben für mich leben und es nicht für ein Kind und die Erwartungen anderer aufgeben. Meinen Körper, meine Psyche, meine Zeit. Wenn man merkt, wie die Gesellschaft,insbesondere Männer, darauf reagieren, erst Recht nicht! Mein Körper ist kein Gemeinschaftsprojekt. Ihr wollt Nachwuchs? Mach's selbst

  • 21 Anonym 19.07.2025, 09:18 Uhr

    Ihr wollt keine Kinder, aber euch trotzdem später eure Rente von denen bezahlen lassen, die Kinder bekamen? Mehr asozialer Egoismus im Tarnmäntelchen des Feminismus geht nicht. Meine tiefste Verachtung für die Chuzpe, dies hier auch noch als irgendwie erstrebenswert und fortschrittlich vermarkten zu wollen. Pfui, schämt Euch!

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    • Anonym 19.07.2025, 16:03 Uhr

      Ich würde so so gerne auf die Rente verzichten, wenn ich dafür heute keine Rentenversicherung zahlen müsste. Ich möchte mich nicht auf die zukünftigen Generationen verlassen müssen, aber der Gesetzgeber gibt einem keine Wahl. Daher finde ich manche Kommentare hier ungerechtfertigt, da man sich ja nicht aktiv dafür entscheidet von den Kindern anderer in der Rente finanziert zu werden. Der Staat hat das System so gebaut.

  • 20 Regina 19.07.2025, 09:07 Uhr

    Die Gesellschaft braucht Kinder und die Frauen sollen liefern. Blöd nur, dass Kinder viele Jahre lang 24/7 Betreuung brauchen, also ist mit einmaligem Abliefern noch nichts gewonnen. Kita-Rechte, Erziehungszeiten und „Mütterrente“ gaukeln den Frauen vor, dass sie Kinder problemlos nebenher managen können. Aber Überraschung: es geht nicht! Doppelbelastung, Teilzeitfalle, Armutsrisiko, Rentenlücke sind die bekannten Folgen. Wo sind die Väter? Die nehmen ihre 2 Monate Erziehungszeit parallel zur Mutter und gehen mit der kleinen Familie auf Weltreise. Und danach gehen sie in ihren Job und fühlen sich als Ernährer. Wenn sie dann am Wochenende ihrer Frau „die Kinder abnehmen“, bringen sie sie zu ihrer eigenen Mutter. Also, wenn ihr mehr Kinder wollt, geht nicht auf die Frauen los, sondern verändert die Haltung der Männer! Sobald die gleichberechtigt ihre Kinder großziehen, gibt es auch keine Probleme mit den Rahmenbedingungen mehr, dafür wird dann nämlich gesorgt!

  • 19 Donata 19.07.2025, 09:02 Uhr

    Ich bin Mutter von 2 Kindern. Mein Mann und ich arbeiten TZ (er 80%, ich 90%), anders wäre es nicht zu managen. Wenn andere sich den Stress und die (finanzielle) Belastung, kann ich das nachvollziehen. Allerdings ärgert es mich sehr, dass es auf die Rente nur sehr geringe Auswirkungen hat. Meine Kinder zahlen deren Rente. Ich musste dafür auf Gehalt verzichten, habe hohe Ausgaben und meine Rente wird voraussichtlich gekürzt, weil die Rentenkassen es nicht hergeben. Jeder darf seine Entscheidung selbst fällen. Muss aber bitte finanziell ausgleichen. Auch wenn es die trifft,, die ungewollt kinderlos sind... Das Argument man finanzieren Ausbildung etc. Der kinder über Steuern mit kann nicht gelten. Denn dass tue ich mit meinen Steuern ebenfalls. Abgesehen davon ist das die Grundlage für die spätere Rente! Ein Anfang wäre das Ende des Ehegatten Splitting hin zu Kinder Splitting!

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    • Anonym 19.07.2025, 16:11 Uhr

      Ich würde wahnsinnig gerne auf die Rente verzichten, wenn ich heute nicht in die Rentenversicherung einzahlen müsste. Würde das Geld privat anlegen, so wie ich es ohnehin schon mache. Weniger Ausgaben heißt mehr Geld zum sparen, für eine hoffentlich sorgenfreie Rente. Man hat ja in Deutschland keine Wahl als die staatliche Rente zu zahlen und dann zu bekommen (zumindest als Angestellter), daher verstehe ich die Aufregung nicht. Zumal nicht alle Menschen gewollt kinderlos sind. Bei uns hat es nicht geklappt. Sollen wir dafür bestraft werden?

  • 18 Susanne 19.07.2025, 06:59 Uhr

    Ich stamme aus einer, ich will mal sagen: mäßig liebevollen Familie. Jetzt als alte Frau bin ich einfach nur dankbar, dass ich das „Familiengift“ nicht weitergegeben habe. Kein Kind muss sich jetzt um mich kümmern, und auch bei Pflegebedürftigkeit werde ich keine Nachkommen belasten. Das sorgt für Seelenfrieden bei mir. Ich habe vorgesorgt, so dass mutmaßlich auch die Gesellschaft nicht durch mich belastet werden wird. Die Erde ächzt unter der Überbevölkerung durch Menschen. Diese wird v.a. durch Afrika und Asien verursacht? Stimmt. Aber die dortige Bevölkerung verbraucht viel weniger Ressourcen als wir. Deshalb freue ich mich über jeden Bevölkerungsrückgang in den westlichen Ländern.

  • 17 Claudia 19.07.2025, 06:15 Uhr

    Ich will und wollte nie schwanger sein und Mutter werden. Schon als Kind wollte ich keine Kinder. Ich hatte niemals diesen Wunsch, er war einfach nicht vorhanden. Ich fühle keinen Neid oä, wenn ich Eltern mit Kindern sehe. Nur weil ich ein Organ habe, mit dem ich Kinder bekommen kann, muss ich diese Funktion nicht nutzen.

  • 16 Darkover 19.07.2025, 05:51 Uhr

    Ohne Kinder haben wir nicht nur weniger Arbeiter und weniger Steuerzahler, wir haben auch weniger Sozialhilfeempfaenger, weniger Autokaeufer/fahrer, weniger Hausbauer, usw. Unsere Gesellschaft wird halt kleiner. Ein Beispiel: Wenn ich in einer Stadt drei Elektrikerfirmen habe, die jammern weil sie keine Leute finden, dann macht halt eine zu und deren Leute gehen zu den beiden anderen Firmen. Es gibt dann weniger Elektriker, aber auch weniger Kunden. Insgesamt sind weniger Menschen in Deutschland gut fuer die Umwelt. Wir muessen dann z.B auch keine neuen Haeuser mehr bauen. Jammern tut nur der Besitzer der einen Elektikerfirma weil er ploetzlich auch mal wieder arbeiten muss. Oder auch Journalisten in oeffentlichen Rundfunkanstalten weil wir davon die haelfte zu machen und sie zu was anderem umschulen. :) Haetten wir auf der Erde nur 1Milliarde Menschen haetten wir wesentlich weniger Umweltprobleme!

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    • Karin B 20.07.2025, 14:50 Uhr

      Gut erklärt, dass es hoffentlich auch die "Wir brauchen mehr Kinder" Fraktion versteht.

  • 15 J.E. 19.07.2025, 02:06 Uhr

    Das war die beste Entscheidung meines Lebens mich sterilisieren zu lassen. Bin kein Scheidungskind und habe sogar Geschwister. Aber Kinder wollte ich trotzdem nie. Ich bin 37 Jahre alt und wollte noch nie Kinder! Freiheit, Freizeit und Arbeiten gehen! Und genieße die Ruhe in meinem Leben. Ich kann tun und lassen was ich will.

  • 14 _Philosoph*in_ 19.07.2025, 00:43 Uhr

    Ich möchte keine kinder, weil es mir keine freude bereitet menschen bis etwa zum 13.ten Lebensjahr so zu formen und zu beeinflussen wie es meinen einstellungen und wertvorstellungen entspricht. Bin ich von meinen einstellungen und wertvorstellungen überzeugt? Natürlich! Muss ich sie unbedingt auf weitere, kleine menschen aufoktroyieren? Da frage ich mich warum und ausserdem lautet meine antwort nein Und es mag meiner eigenheit entsprechen,ich verbringe auch nicht "gern zeit mit der familie". Warum soll man seine wertvolle lebenszeit mit menschen verbringen, mit denen man quasi "gezwungen" ist sich zu sehen, die aber regelmässig dafür sorgen, dass jemandem die "soziale batterie" leergeht? Ich verbringe nur noch sehr wenig zeit "mit der familie" und achte auch darauf, dass - wenn - mein sozialer akku aufgeladen wird, statt entleert #schwiegereltern Sind meine werte zu abstrakt oder philosophisch vielleicht? Nun, so sehe ich das Aber jede*r kann natürl frei entscheiden ob man kids will

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