Pflegefall Pflege: Kommission berät Reform
Aktuelle Stunde . 07.07.2025. 31:13 Min.. UT. Verfügbar bis 07.07.2027. WDR.
Wie die Pflegeversicherung fit für die Zukunft gemacht werden soll
Stand:
In der Pflegekasse fehlen mehr als zwölf Milliarden Euro. Wie alles besser werden soll, muss nun eine Bund-Länder-Kommission entscheiden. Diese Vorschläge werden dort diskutiert.
Von Michael Westerhoff
Dialogbox
Zu den Kommentaren [19]Die Lage ist dramatisch. Bereits im nächsten Jahr fehlen 3,5 Milliarden Euro in der Pflegekasse. Deshalb könnte es bereits zum 1. Januar 2026 eine Betragserhöhung geben, sagte Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) am Montag im ZDF.
"Wenn wir nicht weitere Mittel für den Haushalt bekommen, ist eine Beitragssteigerung bis Januar zu befürchten. Die wollen wir gerne abwenden". Bisher will Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) nur 1,5 der fehlenden 3,5 Milliarden zur Verfügung stellen.
Zwölf-Milliarden-Loch bis 2029 erwartet
Dabei soll das Loch in den nächsten Jahren immer größer werden. Der Bundesrechnungshof geht von mehr als zwölf Milliarden Euro aus, die bis 2029 in der Pflegeversicherung fehlen. Deshalb soll die Pflegekasse reformiert werden.
Vorschläge soll eine Bund-Länder-Kommission machen, in der neben Vertretern des Bundes auch die für Pflege zuständigen Landesministerien und die Spitzenverbände der Städte und Gemeinden sitzen.
Es darf keine Denkverbote geben. Bundesgesundheitsministerin Nina Warken
DGB: Bund soll wieder Zuschüsse für Pflegekasse zahlen
Ausgaben und Pflegeleistungen dürften nicht eingeschränkt werden, hat DGB-Vorstandsmitglied Anja Piel bereits gefordert. Die Gewerkschaft schlägt deshalb vor, die Einnahmesituation der Pflegekasse zu verbessern. Der Bund solle wieder Zuschüsse für die Pflegekasse zahlen.
Auch andere Verbände zielen auf verbesserte Einnahmen ab. So fordert die Diakonie, dass die Beitragsbemessungsgrenze erhöht wird. Das würde bedeuten, dass Besserverdienende mehr in die Pflegekasse einzahlen. Der Sozialverband VdK fordert, dass auch Selbstständige und Beamte in die Kasse einzahlen sollen.
Dieses Fass will Ministerin Warken aber nicht aufmachen, das hat sie bereits im Vorfeld gesagt. Vorschläge zu einer höheren Bemessungsgrenze waren schon in Bezug auf die Rente bei der SPD zu hören. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass die Sozialdemokraten sich darauf auch bei der Pflegekasse verständigen könnten. In der CDU dürfte dieser Vorschlag aber nicht mehrheitsfähig sein.
Mehr Geld in der Pflegekasse durch weniger Leistungen
Sparvorschläge kommen laut FAZ vom Bundesverband der Arbeitgeber BDA. Danach sollten bestimmte Leistungen im ersten Jahr nicht bezahlt werden. Zum Beispiel Haushaltshilfen. Das könnte sechs Milliarden Euro sparen.
Ein weiterer Vorschlag der Arbeitgeber: Versicherungsfremde Leistungen wie Rentenbeiträge für pflegende Angehörige sollten nicht mehr aus der Pflegekasse bezahlt werden. Sparpotential: vier Milliarden Euro.
"Die Pflegeversicherung bleibt eine Teilkaskoversicherung", hatte Warken bereits vor einigen Tagen gesagt. Was sie damit meint: Wer die volle Versorgung haben will, muss eine private Zusatzversicherung abschließen. Möglicherweise wird die verpflichtend.
"Das ist sicherlich ein Punkt, den die Kommission beleuchten wird und der dringend nötig sein wird, um das System zukunftsfest zu gestalten", sagte die Bundesgesundheitsministerin. Ob in der Kommission auch über technische Fortschritte geredet wird, ist noch unklar.
Einsparung durch Digitalisierung
Die Wissenschaft hat zahlreiche Sparvorschläge: zum Beispiel eine Digitalisierung von Wohnungen von Pflegebedürftigen. Durch Sensoren kann kontrolliert werden, ob sie ihre Tabletten genommen haben oder morgens aufgestanden sind. Angehörige oder Pflegedienste könnten das übers Smartphone kontrollieren.
Weil die Betreuung in Pflegeheimen teurer als in Wohnungen ist, könnte dadurch Geld gespart werden. Zudem würden Pflegekräfte entlastet.
Mittlerweile gibt es auch Betten mit automatischen Hebefunktionen. Auch das könnte die Arbeit von Pflegerinnen und Pflegern erleichtern. Laut einer Bertelsmann-Studie senken solche automatischen Systeme zudem die Krankheitstage bei Angestellten im Pflegebereich.
Unsere Quellen:
- Bundesgesundheitsministerin Warken im ZDF
- Nachrichtenagenturen dpa und AFP
- Frankfurter Allgemeine Zeitung
- Bertelsmann Stiftung
Über dieses Thema berichten wir am 07.07.2025 auch im WDR Fernsehen: Aktuelle Stunde, 18.45 Uhr
19 Kommentare
Kommentar 19: Brigitta S. schreibt am 09.07.2025, 13:39 Uhr :
Puzzle-Pläne mögen was bringen für Senioren. Sie benötigen aber Menschenhände, parallel zur Technik und KI. Woher Personal stehlen den Senioren geben, die Politik sollte darüber nachdenken. Die A.D möchte, dass sich mehr Familien um pflegebedürftige Eltern, Partner kümmern? Außer Geld dazu fordern erklärt sie nicht konkret im Wahlprogramm wie Familien es schaffen sollen. Merz sagt, er möchte das Rentner nach Renteneitritt weiter im Betrieb arbeiten dürfen. Das Vorbeschäftigungsverbot soll gelockert werden. Wenn Rentner noch im Betrieb freiwillig arbeiten, dann sind sie aber total noch gut fit. Der Anreiz, 2000 € im Monat steuerfrei zur Rente dazu verdienen, da wäre doch ein Job als Pfleger/In für Senioren gut beim Personalmangel. Rentner verstehen eher die Senioren als junge Leute. Sie besitzen die Gefühls- Sprache altersmäßig gut. Zumutbare Arbeit findet sich doch. 12 Milliarden Euro fehlen der Pflegekasse? Holt euch das Geld da, wo mit Millionen/ Milliarden sorglos der Luxus lebt.
Kommentar 18: "GPV" schreibt am 08.07.2025, 14:29 Uhr :
Alten-und Pflegeheime kosteten immer Geld,da die Alterspyramide in Jahrzehnten weiter anstieg, wurde 1995 die GVP von Norbert Blüm, als neue Vers. bei den Sozialvers. eingeführt, der erste Grund, waren nicht die alten Menschen, nein die Belastung der Sozialämter der Kommunen wurde immer teurer und durch die GVP kam am Anfang eine Entlastung für die Sozialämter,der sich aber im Laufe der Jahrzehnte wieder zum negativen gewendet hat, somit sind die laufenden Steigerungen zu erklären, aber weil, wie in Deutschland üblich aus den Sozialvers.,egal welche, laufend sachfremde Leistungen mitfinanziert werden, dadurch sind diese stetig unterfinanziert und es werden wieder die Beiträge erhöht,eine neue Einnahmequelle scheint man mit einer Zusatzversicherung bei der GPV entdeckt zu haben,als erstes werden die Vers. ihr Geschäft machen, was noch für die Alten über bleibt wird vermutlich auch nicht reichen, der Staat muss Geld in die Hand nehmen, denn Wertschätzung haben auch die Alten verdient
Kommentar 17: Paul S. schreibt am 08.07.2025, 14:27 Uhr :
Solidarität von den Abgeordneten im Bundestag ist nicht vorhanden. Senioren bekommen keine ausreichende Pflege, die Politiker bekommen automatisch mehr Geld. Fragen an Fragen sind doch in Deutschland: „Warum können, wollen Abgeordnete das ihr Einkommen automatisch erhöht wird? Man könnte auch etwas kürzer treten und vom Volk nicht alles verlangen. Politiker stimmen für ihr Einkommen selbst ab, dass müsste geändert werden. Oder ist die teure Zeitenwende nur für die Gesellschaft außerhalb vom Bundestag gefragt? Der Bundestag hat entschieden, dass die Diäten der Abgeordneten weiter jährlich automatisch angepasst werden. Dazu kommt eine steuerfreie monatliche Kostenpauschale von aktuell bei 5.349,58 Euro für Kosten zur Ausübung des Mandats - wie die Miete des Wahlkreisbüros, Material, Taxifahrten, Hotelkosten oder die Unterkunft. Super Deutschland, tolle Moral, wo das Geld für Senioren fehlt und unter den Armen der Politiker sich wohl fühlt.
Kommentar 16: Franziska 1 schreibt am 08.07.2025, 13:58 Uhr :
Welche Politik hat das Recht, die Senioren mit unmenschlichen Spar- Maßnahmen zu übersäen? Mancher unnötige frühe Tod von Betroffenen mag seine Gründe durch unbemannte Betreuung hervorrufen. „Für Dich werden deshalb ab dem Jahreswechsel höchstwahrscheinlich die Beiträge steigen“, wird im Internet gemeldet. Was zum Kuckuck steigt nicht alles an Beiträgen und monatliche Ausgaben, wo die Politik zustimmt. Geld fehlt der Politik immer, warum wohl und für wen? Für Senioren ist die Solidarität nicht vorhanden? Auf einen Eisbecher o. a. zu verzichten in der Woche im Monat, dann könnte es den Senioren besser gehen. Woher kommen die Defizite in der Pflegeversicherung? Die kommen zustande, weil auch rapid der Anstieg der Zahl an Pflegebedürftigen gestiegen ist, die kommen nicht von ungefähr. Beim Gesundheitssystem wird gespart auf Teufel komm raus. 10 -12 Monate Wartezeit bis zum Termin beim Internisten im Ärztehaus lässt manche Gefahr mit Schmerzen im Körper wachsen. Egal ob Alt oder Jung.
Antwort von "GPV" , geschrieben am 08.07.2025, 17:00 Uhr :
Meine Frau brauchte nach einem Unfall ein MTR Termin trotz Dringlichkeitscode der KK bekamen wir leider erst nach 3 Monaten einen Termin, Privatpatient müsste man sein, da geht alles schneller, auch Ärzte sind Geschäftsleute,trotz Hippokratischen Eid:Meine Verordnungen werde ich treffen zu Nutz und Frommen der Kranken, nach bestem Vermögen und Urteil; ich werde sie bewahren vor Schaden und willkürlichem Unrecht. Unrecht geschieht dadurch,das bei Kranken auch der schnöde Mammon so eine herausragende Rolle spielt.
Kommentar 15: Brigitta S. schreibt am 08.07.2025, 12:06 Uhr :
„Politik ist die Kunst, von den Reichen das Geld und von den Armen die Stimmen zu erhalten, beides unter dem Vorwand, die einen vor den anderen schützen zu wollen. Zitat unbekannt. Altwerden hat eine lange Arbeits- Lebensgeschichte die es wert ist, dass sie mit Würde gelesen wird. Wer als junger Mensch den Senioren keinen Euro gönnt bei der Pflegversicherung, der hat den Kreislauf des Lebens vom Baby bis zum Greis nicht verstanden.
Antwort von "GPV" , geschrieben am 08.07.2025, 15:24 Uhr :
Ja, die Senioren bezahlen von ihrer Rente auch im Pflegeheim Beiträge in Kranken- und Pflegekasse, 7,3% KK, 3,6% GPV und den halben Zusatzbeitrag abhängig von der KK. Auch die jungen Menschen werden mal, wenn die Kälte mit den Alten so weiter geht und nur die Kosten gesehen werden, brauchen sie sich nicht über die Zustände zu wundern.In Europa werden alle Menschen älter, ich höre oder lese nicht so ein Klagen über die Alten wie in Deutschland. Japan hat über 90 Tsd. über Hundertjährige, man hört davon aber nichts.
Antwort von Brigitta S. , geschrieben am 09.07.2025, 14:09 Uhr :
@GPV" Ich bekomme schon lange eine Gänsehaut, wie eiskalt Deutschland geworden ist gegenüber Kranke, Behinderte, Senioren die Hilfe benötigen im Heim und zuhause. Wenn das so weiter geht, dann kann Deutschland sich mit ihrer Politik zum "Ausverkauf " anbieten. Außer Zänkereien im Bundestag nichts Neues was brauchbar wäre um in Frieden leben zu können. Die Welt wird immer verrückter, sie weiß gar nicht mehr wirklich was sie will. Umso mehr geistige Bildung, umso mehr verarmt der Mensch im Alltag.
Kommentar 14: Brigitta S. schreibt am 08.07.2025, 11:13 Uhr :
Die Politik - Regelwut übergibt der künstlichen Intelligenz die Macht „Senioren in Not“ zu dirigieren. Bei den Politikern selbst ist Stillstand bei der Ursachenforschung warum vieles in Deutschland nicht mehr human läuft. In allen Teilen in der Gesellschaft läuft es nicht mehr rund. Bei Corona tat die Politik so, als wenn Senioren ihre wichtigsten Menschen wären und jetzt dreht die Politik den Spieß um, will ihnen manche Hilfe schmälern? Senioren haben ebenso das Recht auf eine gewisse Lebensqualität. Die soll ihnen digital verabreicht werden? Viele hochjährige Senioren haben keinen Bock dieser KI zu vertrauen. Die KI funkt sich in die Wohnung, ins Haus mancher einsamen Senioren, der soziale Kontakt zu Menschen wird noch weiter ausgesperrt. Berlin, lasst eure Regelwut in der Wirtschaft aus, aber nicht bei den Senioren und Körperbehinderten. Hat Politik kein Gewissen mehr für das eigene alte Volk? Politiker ihr selbst seid gut versorgt im Alter, wer zahlt euch das?
Kommentar 13: Robi57 schreibt am 08.07.2025, 05:22 Uhr :
Bin Beamter und zahle schon ewig Beitrag zur Pflegeversicherung,Vater als pensionierter Lokführer ebenso. Also wird sich beteiligt...
Kommentar 12: Sandra schreibt am 08.07.2025, 04:26 Uhr :
Vielleicht sollte man lieber mehr Geld für die Bevölkerungsgruppe ausgeben die Deutschland früher aufgebaut hat als ins Ausland und in Waffen zu investieren!
Antwort von Brigitta S. , geschrieben am 08.07.2025, 15:08 Uhr :
@Sandra Sie haben recht, die Senioren haben Deutschland wieder aufgebaut. Den Dank bekommen sie nicht dafür, bei der Alterspflege. Waffen verschluckt Unmengen an Milliarden, die kein langes Leben erwarten können. Die Bevölkerung baut wieder auf mit Milliarden, wer zahlt das alles? Kriegstüchtig zu sein bedeutet nicht Gutes, bedeutet im Leben keine Freiheit. Was erwartet die Jugend in Zukunft? Ich bin überzeugt im Alter dasselbe Schicksal, die Politik wird sich nicht verändern trotz Pflege- Reformen die sie verspricht.
Kommentar 11: Franziska 1 schreibt am 07.07.2025, 23:29 Uhr :
Es ist eine Schande für die Politik in Deutschland. Sie spricht von Menschenrechte, Solidarität und Moral in die Welt. Bei unseren alten Omas, Opas und einsame Senioren fällt ihnen nichts anderes ein, "als Senioren kosten dem Staat viel Geld". Sogar die Überlegung, Senioren mit digitalen Sensoren auszustatten "dann wird ihnen geholfen" grenzt schon an Körperverletzung. Ein Armband, eine Kette um den Hals mit einem Notruf- Sensor kann man akzeptieren, aber der Besuch vom Pfleger/in, wie oft kommt er noch? Ich finde leichtsinnig so etwas zu planen für Senioren wo die Tabletteneinnahme lebenswichtig ist. Wer garantiert das sie nach digitaler Erinnerung auch genommen werden? Die Angehörigen die Kilometerweit weg wohnen? Sorry, ich dachte umso mehr Politikerinnen umso humaner wird es im Land und für die Senioren. Da habe ich mich 100,% getäuscht.
Kommentar 10: Neusser Bürger schreibt am 07.07.2025, 22:09 Uhr :
Die Pflegeversicherung erleidet einen Schiffbruch und die Krankenkassen laufen auf ein Milliardendefizit hinaus. Die Versorgung (nicht nur) am Ende des Lebens ist in Deutschland leider grenzenlos und der medizinische Fortschritt kostet seinen Preis. Echte Prävention bleibt seit Jahren auf der Strecke. Dazu kommt der demographische Wandel und damit läuft das ganze System gegen die Wand. Die Politik scheut gravierende Veränderungen, weil sie die nächste Wiederwahl nicht gefährden will. Das ist leider alles nicht neu. Wer sich mit Rente, Pflege und Krankenversicherung beschäftigt, der sieht, dass viele Reförmchen der letzten 20 Jahre das System nicht besser, sondern teurer und komplizierter machen. Letztlich bleibt nur übrig, den Leistungsumfang für Pflege- und Krankenversicherung massiv einzusetzen die Beiträge zu erhöhen und die Stärkung der Eigenfürsorge zu optimieren. Und Medizin muss wirtschaftlich sein, nicht grenzenlos.
Kommentar 9: Ines Bigalke schreibt am 07.07.2025, 22:02 Uhr :
Bei den Vorschlägen wird mir Angst und Bange. Wie sollen Menschen mit niedrigen Einkommen usw auch noch privat vorsorgen? Ältere Menschen benötigen Kontakt zu Mitmenschen und kein Sensor, welcher überprüft ob Tabletten genommen werden. Ich habe die Ausbildung zur Pflegefachfrau abgeschlossen und Haushaltshilfe ist kein Luxus! Wenn Menschen nach schweren Erkrankungen oder aufgrund des Alters nicht mehr dazu in der Lage sind, benötigen sie diese Unterstützung. Null Empathie von Menschen die solche Vorschläge machen!
Kommentar 8: Johann Moritz schreibt am 07.07.2025, 21:03 Uhr :
Wir haben Hunderte Milliarden für Waffen, unzählige Milliarden für die Versorgung von fremden Menschen im In- und Ausland, aber wir haben kein Geld für Pflegebedürftige und Kranke??? Was ist das für ein Staat, der diejenigen, die sich am wenigsten wehren können, die Schwächsten der Bevölkerung, sich selbst überläßt, während er anderswo die Steuergelder mit vollen Händen verpraßt? Das ist einfach nur verabscheuungswürdig und ekelhaft! Und das bei einer Regierung aus einer Partei, die "Christlich", und einer anderen, die "Sozial" im Namen stehen hat.
Antwort von Sandra , geschrieben am 08.07.2025, 04:27 Uhr :
Genau meine Meinung 👍
Kommentar 7: Franziska 1 schreibt am 07.07.2025, 19:49 Uhr :
Haushaltshilfen bei Senioren einsparen die ihren Haushalt nicht selbst bewältigen können wäre ein falscher Weg. 131 Euro zahlt die Pflege dass wären nur ca. 4 Std. im Monat, die Pflege -Verwaltung zieht Geld ab. Die Senioren bekommen nur diese Hilfe bei Pflegestufe 1., wenn sie sich selbst noch körperlich waschen können. Wie sie ansonsten zurecht kommen mit Handycap und weiteren Behinderungen, dass interessiert die Regierung nicht. Senioren sollen besser in ihrer Wohnung bleiben, weil Seniorenheime für den Staat die Zuzahlung zu teuer wird? Warum werden die so teuer, der Senior hat keine großen Ansprüche mehr im Heim, außer die Versorgung Essen, schlafen und warten auf den Pfleger/in. Ich finde es unwürdig wie man mit Senioren umgeht, da ist jeder Euro für den Staat zuviel? Milliarden für Waffen, da ist genügend Geld da, dazu macht er noch Schulden, wo das Volk nicht gefragt wird. Lieber eine Beitragserhöhung akzeptieren, damit unsere ärmeren Senioren mit Würde noch leben können!
Kommentar 6: Fred schreibt am 07.07.2025, 19:07 Uhr :
Wie wäre es wenn die Arbeitgeber solidarisch einen Beitrag zahlen würden. Z.Zt. wird der Beitrag de facto komplett von den Arbeitnehmern bezahlt, weil diese bei Einführung der Pflegeversicherung auf einen Feiertag verzichtet haben (Buß- und Bettag)*. Warum wird das eigentlich immer vergessen? * Bis auf ein Bundesland
Antwort von Johann Moritz , geschrieben am 07.07.2025, 21:06 Uhr :
Alle Sozialbeiträge werden de facto komplett vom Arbeitnehmer bezahlt, denn der muß ja letztendlich das Geld dafür erwirtschaften. Die Aufteilung auf "Arbeitnehmerbeitrag" und "Arbeitgeberbeitrag" ist reine Augenwischerei.
Kommentar 5: Diggi schreibt am 07.07.2025, 18:38 Uhr :
zum Pkt: Einparung durch Digitalisierung: meine Ansicht: wird durch die Firmen, welche die Digitalisierung anbieten zum äusserst lukrativem Geschäft . Herzlichen Glückwunsch liebe Wissenschaft.
Kommentar 4: Rentner ohne Pflegebedarf schreibt am 07.07.2025, 17:59 Uhr :
Es verschwindet zu viel Geld im Ausland; Krieg, als EU-Nettozahler oder zur Finanzierung der "Zivilgesellschaft" wenn man mit Regierungen im Ausland nicht zufrieden ist. Ausgaben für Rüstung in der Höhe ist auch maßlos überzogen und man könnte noch mehr aufführen wo Geld zweifelhaft verwendet wird. EU-Lohndumping verhindert ausreichendes Einkommen hier, EU-Steuerdumping lässt unsere Abgaben abfließen. Es kommt vieles zusammen warum wir im eigene Land keinen Haushalt mehr auf die Reihe bekommen. Trotz allem wird die Rentenversicherung bereits über Bundeshaushalt gestützt, könnte man auch auf die Pflegeversicherung erweitern, "Bund soll wieder Zuschüsse für Pflegekasse zahlen". Aber selbst das Superschuldenpaket kann nicht alles auffangen, schon gar nicht auf Dauer. Wir bekommen nichts mehr in Deutschland auf die Reihe.
Antwort von Franziska 1 , geschrieben am 07.07.2025, 20:06 Uhr :
Eltern machen sich sorgen, was erwartet sie im höheren Alter.. Ihr Herz drückt, weil sie ahnen wie ihre Kinder laut Wissenschaft und digital in Zukunft versorgt werden sollen. Der einstige Plan, den Senioren Roboter als Tagesbegleiter in die Wohnung, in die Heime zu stellen ist ein auch ein Albtraum. Ja, Deutschland hat den Faden der Menschlichkeit verloren. Deutschland hat Einnahmen genug, dass Geld wird geworfen wie Kamellen beim Karneval, aber nur über die Schengen- Grenzen.
Kommentar 3: Brigitta S. schreibt am 07.07.2025, 17:12 Uhr :
Gehts um Senioren die das Recht haben würdevoll gepflegt zu werden oder geht es um die CDU/SPD, wo sie Geld für andere Projekte beanspruchen wollen? Die Sparvorschläge der Wissenschaft ist unmenschlich, wo Senioren digital kontrolliert werden sollen, ob sie ihre Tabletten genommen haben oder morgens aufgestanden sind usw. Angehörige oder Pflegedienste könnten vieles übers Smartphone kontrollieren? Ja, sie könnten, aber es wird nicht so laufen wie die Wissenschaft es meint. Angehörige zu verpflichten über das Smartphone ihre Familie zu kontrollieren, dazu ist nicht jeder bereit und im Internet. Nicht alle Angehörigen sind jung. Angehörige können ein höheres Alter haben und Probleme selbst haben ohne Pflegestufe. Der Vorschlag der Wissenschaft kommt zu früh. Unter Politik- Druck lässt sich digital nicht alles "gerecht regeln“ bei Pflege für Senioren und Behinderte. Will man die Senioren verkabelt im Bett liegen haben, ohne ein Pfleger-Gesicht zusehen? Ich fass es nicht!
Kommentar 2: Moeschtijall schreibt am 07.07.2025, 16:51 Uhr :
*Der Sozialverband VdK fordert, dass auch Selbstständige und Beamte in die Kasse einzahlen sollen.* Wer sorgt denn dafür daß, Selbstständige und Beamte nichts in die Sozialkassen einzahlen müssen?!?Diese Gruppe sorgt höchstens dafür, daß die Diäten regelmässig erhöht werden.
Antwort von Frederik , geschrieben am 07.07.2025, 22:22 Uhr :
Beamte müssen sich genauso in einer Pflegepflichtversicherung versichern :)
Kommentar 1: "GPV" schreibt am 07.07.2025, 16:48 Uhr :
1975 betrug der Pflegesatz 1,7% , 2025 beträgt er 3,6%, das ist eine Steigerung in 30 Jahren von 111,764 % oder jährlich 3,725%, die Ministerin vom BMG spricht nach gut einem halben Jahr schon von der nächsten Erhöhung für 2026, die Rentenerhöhungen zum 01.07. laufen den ständigen Erhöhungen der Pflegekasse ein halbes Jahr hinterher und müssen den vollen Beitrag zahlen. Jetzt ist die Pflegeversicherung nur noch eine Teilkaskoversicherung,das hörte sich 1975 unter Norbert Blüm aber ganz anders an!! Da wundern sich die Politiker das die Altersarmut steigt,2023 Zusatzbeitrag 1,8%, 2025 = 2,99% auch wenn davon nur die Hälfte abgezogen wird, sind das Beträge die eine Steigerung der Rente 2025 (3,74%) nicht gerade üppig steigen lassen, von Miete, Lebenshaltungskosten geschweige Energiekosten gar nicht erst zu reden,"Deutschland ist ein reiches Land" aber nur für den Rest der Welt, hier wird das Geld immer knapper und in den Gürtel muss man neue Löcher stanzen.
Antwort von "GPV" , geschrieben am 07.07.2025, 19:37 Uhr :
Sorry,ein Fehler von mir, 1975 ist nicht korrekt, es sollte 1995 dort stehen,damit haben wir auch die 30 Jahre.