Kinderin roten Jacken sammeln Müll

Rhine Cleanup Day Tausende Freiwillige räumten am Rheinufer auf

Stand:

Von der Quelle bis zur Mündung wurde am Samstag das komplette Rheinufer aufgeräumt. Zehntausende Freiwillige packten mit an.

Greifzange, Müllbeutel, Handschuhe - und genug Motivation. Schon kann es losgehen. Den ganzen Samstag sammeln Freiwillige Müll, um so den verschmutzten Fluss sauber zu machen. Mit dabei: Jugendmannschaften von Fortuna Düsseldorf. Sie wollen ein Stück Rheinufer direkt am Stadion vom Müll befreien.

Einige Kinder und Erwachsene legen den gesammelten Müll auf einen Haufen

In roten Trainingsjacken mit Vereinslogo machen sie sich auf, sammeln mit langen Greifzangen aus Holz Flaschen, Deckel, Zigaretten und Kaugummis vom kiesigen Rheinufer auf - und auch Autoreifen, Plastikstühle und dicke Holzbretter finden sich auf dem großen Müllberg, den sie im Laufe des Tages zusammentragen.

Müll im Rhein wird immer mehr

Dass Aufräumen hier bitter nötig ist, zeigt eine Studie der Unis Bonn und Tübingen: Pro Jahr schwimmen fast 3.400 Tonnen solchen Mülls an Köln vorbei und weiter Richtung Nordsee. "Die Menschen können das auch selber in eine Mülltonne tun und einfach nicht hier liegen lassen", finden die Kinder von Fortuna Düsseldorf.

WDR aktuell | 12.09.2026 | 12:45 Uhr

WDR aktuell 12.09.2026 14 Min. 49 Sek. Verfügbar bis 12.09.2028 WDR

Mit dabei bei der Aufräumaktion ist auch der ehemalige Fortuna-Profi Oliver Fink mit seinen beiden Söhnen.

"Ich glaube, dass wir als Fortuna nach wie vor einen großen Hebel haben. Und wenn wir da mit gutem Vorbild vorangehen und unsere Jungs auch mitmachen in der U9 und in der U10, dann glaube ich kann das auch einen nachhaltigen Effekt haben." Oliver Fink, früherer Profi Fortuna Düsseldorf
Eine Person hält ein altes Handy und eine Smart-Watch in die Kamera

Das Niedrigwasser am Rhein lockt derzeit auch Schatzsucher an: Neben Handys und Smartwatches haben die auch schon römische Münzen gefunden. Aber auch Fahrräder, E-Scooter, Motorenteile und Weltkriegsbomben sind schon aufgetaucht.

Müll soll nicht in Weltmeere gelangen

Ausgedacht hat sich den Cleanup Day der Düsseldorfer Joachim Umbach. Er will damit verhindern, dass der Müll vom Ufer ins Wasser kommt:

"Wenn der einmal in den Flüssen ist, dann fließt der auch in die Weltmeere. Und wir haben ja heute schon in den Weltmeeren einen Plastikmüllteppich von 150 Millionen Tonnen – und der wird ja nicht geringer." Joachim Umbach, Erfinder Cleanup Day

Die Organisatoren erwarteten zum Cleanup Day bundesweit 50.000 Menschen, die dieses Ziel teilen - zum Beispiel auch in Krefeld, Duisburg, Leverkusen und Köln. Allein in Düsseldorf schätzten die Organisatoren bis zum Mittag 6.000 Helferinnen und Helfer. Und auch die Kinder von Fortuna Düsseldorf wissen: Müll gehört nicht in den Rhein - sondern in die Mülltonne.

Unsere Quellen:

Sendung: WDR Fernsehen, WDR Aktuell, 12.09.2026, 12:45 Uhr

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