Am Mittwoch hat es in NRW Warnstreiks an Fachhochschulen und Universitäten gegeben. Bestreikt wurden auch die sechs Universitätskliniken in Aachen, Bonn, Düsseldorf, Essen, Köln und Münster.
Auswirkungen auf Patienten
Auch am Dienstag waren die Universitätskliniken schon bestreikt worden. So mussten Patienten den zweiten Tag in Folge mit Einschränkungen rechnen. Verdi erklärte, dass Operationen entfallen würden sowie tägliche Abläufe beeinträchtigt sein könnten. Eine Notversorgung sei aber sichergestellt, dringende Fälle würden weiterhin versorgt.
Gestreikt wird wegen Streitigkeiten um das Entgelt für Pflegekräfte, Beschäftigte in Labor und Verwaltung sowie für Servicekräfte.
Auswirkungen auf Studenten
Kattrin Sippel, Verdi Betriebsgruppen-Leitung Uni Bonn, bei der Kundgebung am Mittwoch
An den Hochschulen und Universitäten musste laut den Gewerkschaften GEW und Verdi ebenfalls mit Einschränkungen gerechnet werden. Die Gewerkschaften hatten Beschäftigte an den Hochschulen, sowie in den Studierendenwerken und Forschungseinrichtungen zum Warnstreik aufgerufen.
Auch in Dortmund gab es einen Warnstreik
Warnstreik auf dem Campus der TU Dortmund
In Dortmund lief der zentrale Warnstreik von Technischer Universität (TU) und Fachhochschule Dortmund gemeinsam auf dem Campus der TU – direkt vor dem Gebäude der Geisteswissenschaften.
Björn Jadzinski von der Gewerkschaft Verdi
Gestreikt haben neben Studierenden rund 50 Angestellte vor allem von der TU. Darunter fast alle Berufsgruppen, oder wie der Verdi-Vertreter Björn Jadzinski es formulierte: "Alles, was kein Prof vor dem Namen hat." Zu größeren Einschränkungen an der Uni war es aber nicht gekommen. Lediglich einige Türen seien wegen streikender Hausmeister verschlossen geblieben, so Verdi.
Warnstreiks an Schulen am Donnerstag
Für Donnerstag hat die Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft (GEW) bundesweit zu Warnstreiks an Schulen aufgerufen. Der Aufruf richtet sich an angestellte Lehrkräfte, Sozialpädagogen und Schulsozialarbeiter aller Schulformen. Die GEW rechnet mit Einschränkungen im Unterrichtsbetrieb.
Verbeamtete Lehrkräfte dürfen nicht streiken und "stünden grundsätzlich zu Verfügung", betont die Gewerkschaft. Dennoch werden Eltern vom Schulministerium dazu aufgefordert, auf Informationen der jeweiligen Schulen zu achten.
Warum wird gestreikt?
Die Gewerkschaften GEW und Verdi fordern für die Tarifbeschäftigten sieben Prozent mehr Einkommen, beziehungsweise mindestens 300 Euro mehr Gehalt. Die Länder hatten die Forderungen aufgrund der insgesamt angespannten Haushaltslage wiederholt abgewiesen.
Ein Abschluss der Tarifverhandlungen könnte bereits im Februar zustande kommen, stellt die Arbeitgeberseite in Aussicht.
Unsere Quellen:
- Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW)
- Gewerkschaft Verdi
Sendung: WDR 2, Lokalzeit Dortmund, 28.01.2026, 12.30 Uhr