So anstrengend ist der Feuerwehr-Job bei Hitze

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WDR 2 Min. 43 Sek. Verfügbar bis 11.03.2028

Rettungseinsätze bei Hitze 40 kg Feuerwehr-Ausrüstung im Selbstversuch

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Manche ertragen schon die Hitze im Büro nicht, Feuerwehrleute haben es in ihrem Job noch viel härter. Wir haben ihn ausprobiert.

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Florian Bechholz

Die Hitzewelle ist für alle belastend, ganz besonders aber für die Menschen, die körperlich arbeiten und dabei schwere Kleidung tragen müssen. So wie bei der Feuerwehr Aachen. Viel Spielraum für Entlastung bei Einsätzen gibt es nicht. Ich habe das Feuerwehroutfit unter die Lupe genommen.

Auf einen Einsatz mit rausgefahren bin ich zwar nicht, aber trotzdem wollte ich am eigenen Leib erfahren, was es heißt, in voller Feuerwehrmontur bei dem Hochsommerwetter durch die Sonne zu gehen. Da kommt einiges an Material zusammen - und an Gewicht.

Luftige Kleidung bei Einsätzen nicht möglich

Über 40 Kilogramm wiegt die komplette Ausrüstung des Feuerwehrmanns - mit Atemschutzgerät, Jacke und Hose. Eine körperliche Grundfitness ist dabei definitiv kein Nachteil. In die volle Montur hineinzuschlüpfen ist die eine Herausforderung, die andere ist es damit auch tatsächlich über einen längeren Zeitraum gut zurechtzukommen.

Die Arbeitsmontur der Feuerwehr.

Die Ausstattung der Feuerwehr wiegt rund 40 Kilogramm.

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"Bei eigentlich allen Einsätzen muss der Feuerwehrmann in der Gefahrenlage alles Erforderliche anziehen und kann selbst bei den Sommertemperaturen nichts weglassen, um vielleicht etwas weniger zu schwitzen", sagt mir Einsatzleiter Markus Hugot von der Aachener Feuerwehr.

Schon nach kurzer Zeit merke ich, wie mir der Schweiß von der Stirn und auch am Rücken hinunterläuft. Was mir am meisten zusetzt ist aber nicht die Wärme: Die Flasche vom Atemschutz geht auf Dauer ziemlich auf die Schultern. Bis auf die Atemschutzmaske und die Handschuhe trage ich die Vollausstattung und gehe damit ein paar Runden über den sonnigen Innenhof der Feuerwehrhauptwache. Im leichten Joggingtempo geht das als kleine Sporteinheit sicherlich durch.

Innendienst auch mal in kurzer Hose

"Aktuell handhaben wir es so, dass die Feuerwehrmänner und -frauen vor allem in den Morgenstunden ihren Sport machen sollen. Das ist auch wichtig, um den Körper auf Temperatur zu bringen für die spätere Belastung an den heißen Tagen", erklärt Markus Hugot.

Einsatzleiter Markus Hugot vor einem Feuerwehrauto.

Markus Hugot ist Einsatzleiter bei der Feuerwehr Aachen.

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"Von größeren Übungsszenarien in der prallen Sonne sehen wir momentan aber eher ab, das wäre zu anstrengend." Markus Hugot, Einsatzleiter bei der Feuerwehr Aachen

Ein bisschen entspannter ist der Dresscode aber im Innendienst. Hier können die Feuerwehrleute auch mal zum Shirt und kurzer Hose greifen. Mein Fazit nach einer knappen halben Stunde im Einsatzoutfit: Gar nicht so unbequem wie gedacht, aber im Hochsommer schon relativ schnell eine Belastung für Körper und Klamotten.

Andauernde Hitze: Einsatzzahl könnte steigen

Derzeit ist die Gefahr durch Waldbrände wegen der Hitze noch überschaubar in unserer Region. Generell rechnet die Feuerwehr in Aachen aber mit mehr Einsätzen in der nächsten Zeit aufgrund der Wetterlage, etwa wenn Menschen eventuell zu wenig Flüssigkeit zu sich nehmen und weniger konzentriert im Straßenverkehr unterwegs sind.

 Unsere Quellen:

  • Feuerwehr Aachen

Sendung: WDR 2 Aachen und die Region, Lokalzeit, 24.06.2026, 15:30 Uhr

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