Das Feuer in Hürtgenwald-Gey breitet sich aus

Waldbrand in der Eifel Liveticker zur Evakuierung in Hürtgenwald-Gey

Stand:

Ein Waldbrand in der Eifel hat sich in der Nacht so ausgeweitet, dass der Ortsteil Hürtgenwald-Gey seit dem Morgen evakuiert wird. Alle Infos im Liveticker.

Wegen des Waldbrands muss der Hürtgenwalder Ortsteil Gey im Kreis Düren sofort evakuiert werden. Das Feuer bewegt sich auf den Ort zu. Rund 1.800 Einwohnerinnen und Einwohner sind aufgefordert, ihre Häuser unverzüglich zu verlassen. Nach Angaben der Feuerwehr ist die Lage derzeit sehr unübersichtlich.

Waldbrand in der Eifel außer Kontrolle geraten

WDR 14.08.2026 00:42 Min. Verfügbar bis 13.08.2028 WDR Online

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Das Wichtigste in Kürze

  • Der Ortsteil Gey im Kreis Düren wird derzeit evakuiert, Betroffene sollen nur die nötigsten privaten Gegenstände sowie Ausweisdokumente und Medikamente mitnehmen.
  • Der Waldbrand kam bereits am Donnerstagabend bis auf 500 Meter an Gey heran, insgesamt brennen rund 25 Hektar Wald.
  • Die Lage vor Ort ist aktuell chaotisch, so ein WDR-Reporter vor Ort - das Feuer soll derzeit außer Kontrolle sein.
  • Polizeikräfte aus Aachen Heinsberg und Euskirchen unterstützen die Polizei Düren mit Fahrzeugen und Personal bei Evakuierung in Hürtgenwald. 

WDR
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Bundeswehrpanzer zur Unterstützung

Ein Panzer der Bundeswehr soll Wege für Einsatzkräfte im brennenden Wald freiräumen. 
Panzer der Bundeswehr sollen Wege für Einsatzkräfte freiräumen
Panzer der Bundeswehr sollen Wege für Einsatzkräfte freiräumen. WDR/ Benedikt Herfs
Stefan Haase

Landrat Nolten: Weniger offene Flammen 

Ralf Nolten, Landrat im Kreis Düren, spricht im WDR-Interview über die aktuelle Lage. 
Wir haben hier knapp 300 Hektar, die gebrannt haben und wo Glutnester sind. Die offenen Flammen sind weniger geworden. Wir hatten in der Nacht eine Situation über ein sogenanntes Kronenfeuer, wo das Feuer sehr schnell die Richtung gewechselt hat und auf einen Ort zulief und da mussten wir handeln.
Ralf Nolten, Landrat im Kreis Düren
Purvi Patel

Bürgermeister und Landrat in Hürtgenwald, Evakuierte warten

Nach Angaben von Dürens Landrat Ralf Nolten gibt es weiterhin zahlreiche Glutnester. Die Einsatzkräfte hoffen, den Brand unter Kontrolle zu bringen. Betroffen ist eine Fläche von mehrere Hundert Hektar.
Bewohner gefährdeter Bereiche haben ihre Häusern verlassen. Viele von ihnen warten derzeit an einer Grundschule. Hürtgenwalds Bürgermeister Stephan Cranen verfolgt die Lage gemeinsam mit den Einsatzkräften vor Ort.
Natalie Meyer

Pflegeheim evakuiert 

Anwohner seien in einer Grundschule untergebracht worden, vor allem auch ältere Personen, die aus Krankentransporten getragen wurden und teils in Rollstühlen rausgeschoben wurden, berichtet WDR-Reporter Benedikt Herfs über Evakuierung. Die Leute seien sehr besorgt. Eine Person habe dem WDR-Reporter zugerufen, er habe die ganze Nacht nicht geschlafen und mache sich ziemliche Sorgen. Er wisse nicht, was los sei und wie es sich noch entwickelt.

Unter anderem wurde auch ein Pflegeheim evakuiert. Rettungskräfte sind vor Ort und helfen den Bewohnern.
Stefan Haase

Geflohener Anwohner: „Wir haben vorsorglich schon die Koffer gepackt“

WDR2-Hörer Peter aus Hürtgenwald-Gey ist schon um 3:30 Uhr heute Morgen mit seiner Familie vor den Flammen geflohen und ist inzwischen bei seinen Schwiegereltern in sicherer Entfernung untergekommen. Er hat das Feuer schon gestern auf den Ort zurollen sehen, was für ihn sehr beängstigend war. Er hat dann mit seiner Familie schon vorsichtshalber die Koffer gepackt, weil er geahnt hat, was auf ihn zukommt. 

Er macht sich vor allem Sorgen um seinen Sohn, der für die Feuerwehr im Einsatz ist und bei den Löscharbeiten hilft. Laut dessen Aussage warten die Einsatzkräfte gerade noch auf die ersten Lösch-Hubschrauber.

Peter freut sich vor allem auch über die vielen Bauern, die vor Ort beim Löschen des Feuers helfen. Es sei beeindruckend, wie dort gerade alle zusammenstehen und sich unterstützen.

Allerdings regt ihn auch sehr auf, dass inzwischen immer mehr Gaffer, beziehungsweise Schaulustige nach Hürtgenwald kommen und die Lösch- und Evakuierungsarbeiten behindern. Peter sagt, sogar aus Holland würden Menschen anreisen, um sich den Brand anzusehen. 
Wir haben vorsorglich schon die Koffer gepackt.

Anwohner Peter aus Hürtgenwald-Gey
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Ursache weiter unklar, keine Verletzten gemeldet

Die Ursache des Waldbrandes ist bislang unbekannt. Ebenfalls offen ist, wie sich das Feuer in den kommenden Stunden entwickelt und ob weitere Ortsteile oder Gemeinden evakuiert werden müssen. Nach bisherigen Kenntnissen wurden keine Verletzten gemeldet.
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200 Einsatzkräfte vor Ort

Wegen der sich zuspitzenden Lage ist der Krisenstab des Kreises Düren einberufen worden. Er soll die aktuelle Lage bewerten und das weitere Vorgehen besprechen. Aktuell sind mindestens 200 Einsatzkräfte vor Ort.
Rund 200 Einsatzkräfte sind aktuell vor Ort
Rund 200 Einsatzkräfte sind aktuell vor Ort. WDR/ Benedikt Herfs
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Panzer der Bundeswehr im Einsatz

Ein Pressesprecher der Polizei bestätigt dem WDR, dass ein Panzer der Bundeswehr die Wege für Einsatzkräfte im Wald freiräumt.
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Rauchwolke aus Großhau sichtbar

Die Rauchwolke ist auch in Großhau deutlich zu sehen.
Purvi Patel

Riesige Rauchwolke über Gey

Der Blick von Derichsweiler. Eine Rauchwolke zieht sich bis über den Ort.
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25 Hektar Wald in Flammen: Höchste Nina-Warnstufe für Hürtgenwald-Gey

Die Warn-App Nina zeigt die höchste Warnstufe „Extreme Gefahr“ an. Betroffene sollen nur die wichtigsten persönlichen Gegenstände, Ausweisdokumente und Medikamente mitnehmen. Die Gemeinde spricht inzwischen von einer „Großschadenslage“. Seit Donnerstagnachmittag stehen rund 25 Hektar Wald in Flammen.
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Löschflugzeuge konnten nachts nicht eingesetzt werden

Seit vier Uhr werden sie von Feuerwehr und Polizei evakuiert. Die Löscharbeiten gestalten sich schwierig, da in der Nacht die Löschflugzeuge nicht fliegen konnten. Auch das ist einer der Gründe, warum Hürtgenwald-Gey evakuiert wird.
Natalie Meyer

Zusätzliche Polizeikräfte aus der Region unterstützen Evakuierung

Polizeikräfte aus Aachen Heinsberg und Euskirchen unterstützen die Polizei Düren mit Fahrzeugen und Personal bei Evakuierung in Hürtgenwald. Düren hatte um Amtshilfe gebeten.
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Gey wird sofort evakuiert: Feuer bewegt sich auf den Ort zu 

Der Hürtgenwalder Ortsteil Gey im Kreis Düren muss wegen des Waldbrands umgehend evakuiert werden. Das Feuer bewege sich auf den Ort zu, teilte die Feuerwehr mit. Rund 1.800 Einwohnerinnen und Einwohner sind aufgefordert, ihre Häuser sofort zu verlassen. Für Betroffene wurde eine Anlaufstelle in der Grundschule Straß eingerichtet. Die Einsatzkräfte sprechen von einem „Feuer außer Kontrolle im Bereich Gey“. Weitere Informationen konnte die Feuerwehr zunächst nicht nennen, da die Lage nach eigenen Angaben derzeit sehr unübersichtlich und chaotisch sei. Die Bevölkerung wird aufgerufen, das Gebiet zu meiden und den Anweisungen von Polizei und Feuerwehr Folge zu leisten.

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Unsere Quellen:

  • Bevölkerungsschutz Kreis Düren
  • Nachrichtenagentur DPA
  • WDR-Reporter vor Ort

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