In einer Sprenggrube einer Weltkriegsbombe sammelt sich Wasser.

Die Sprenggrube kurz nach der kontrollierten Sprengung

Bildquelle: Pia Mahr / Stadt Monheim am Rhein

Entwarnung Bombe in Monheim erfolgreich gesprengt

Stand:

In Monheim ist am Mittwochabend eine Weltkriegsbombe gesprengt worden. Eine normale Entschärfung war nicht möglich.

In Monheim am Rhein wurde auf einem Firmengelände an der Rheinparkallee eine Fünf-Zentner-Bombe aus dem zweiten Weltkrieg gefunden. Aufgrund eines Langzeitzünders konnte der Blindgänger nicht entschärft werden. Nach längeren Evakuierungsmaßnahmen wurde sie am Mittwochabend kontrolliert gesprengt.

Lauter Knall am Rhein

Um genau 22:23 Uhr kam die Entwarnung der Stadt. Der Blindgänger ist erfolgreich und ohne Zwischenfälle gesprengt worden. Trotz 100 Tonnen eingesetzten Sands war ein lauter Knall zu hören. Die Sprenggrube war zusätzlich mit einem mit 25 Kubikmetern Wasser gefüllten Big Pack gesichert worden.

Eine Sprenggrube einer Weltkriegsbombe ist mit Sand und einem Wasserkissen befüllt.

Die Grube wurde vor der Sprengung mit 60 Tonnen Sand sowie 25 Kubikmeter Wasser befüllt.

Bildquelle: Pia Mahr / Stadt Monheim am Rhein

Auch ein Abschnitt des Rheins lag innerhalb des Sperrbereichs und wurde während der Sprengung für den Schiffsverkehr gesperrt. Das galt auch für den Luftraum über Mohnheim. Auswirkungen auf den Flugverkehr von und nach Düsseldorf hatte das aber nicht.

Evakuierung in Monheim betrifft viele ältere Menschen

In einem Umkreis von 600 Metern musste der Bereich um den Fundort evakuiert werden. Etwa 2.600 Menschen waren laut der Stadt Monheim betroffen. "Durch unsere demographischen Daten wissen wir, dass viele ältere Personen in dem Bereich wohnen. Daher müssen Krankentransporte bereitgestellt werden", erklärte eine Sprecherin der Stadt Monheim gegenüber dem WDR.

Mehr als 150 Polizisten, Feuerwehrleute und weitere Einsatzkräfte waren im Einsatz. Man habe sich bewusst dafür entschieden, die Wohngebiete zu evakuieren, erklärte Bürgermeisterin Sonja Wienecke.

Anwohner wurden von Evakuierung überrascht

Einige Anwohner hatten gegenüber dem WDR berichtet, dass sie von der Evakuierung überrascht wurden. Der angegebende Evakuierungsradius, der in der Nina Warn-App angegeben war, stimmte offenbar nicht ganz mit dem Radius überein, den die Stadt angegeben hatte.

Anwohnerin Silvia Womatschka wollte nur noch schnell mit ihrem Hund spazieren gehen, als sie erfuhr, dass sie auch von der Evakuierung betroffen ist. Zurück in ihre Wohnung kam sie erstmal nicht, da das Mehrfamilienhaus mitten in der betroffenen Zone liegt.

Silvia Womatschka
Während eines Telefonats habe ich die Lautsprecherdurchsage gehört. Die kamen dann halt bei uns in die Straße und dann habe ich mit meinem Hund die Wohnung verlassen. Dann standen wir aber erst bei uns in der Straße mit einigen Nachbarn etwas unschlüssig rum. Keiner wusste so recht, was jetzt Sache ist. Anwohnerin Silvia Womatschka

Auch für Wolfgang Lindemann kam die Evakuierung aus dem Nichts. "Die Warn-App Nina zeigte, dass wir nicht im betroffenen Gebiet sind. Aber die Feuerwehr sagte uns, dass wir mittendrin sind", berichtet Lindemann gegenüber dem WDR. Er musste gemeinsam mit seinen Nachbarn und seiner 89-jährigen Mutter das Haus verlassen.

Wolfgang Lindemann

Anwohner Wolfgang Lindemann wurde von Evakuierung überrascht

Bildquelle: WDR

Auf Anfrage erklärte die Stadt den Unterschied damit, dass die Leitstelle mit anderen Daten gearbeitet hätte. Richtig sei der Radius, den die Stadt später herausgegeben hat. Inzwischen konten alle Anwohner zurück in ihre Wohnungen.

Bombenfund in Monheim - viele ältere Menschen müssen evakuiert werden

WDR 12.08.2026 00:28 Min. Verfügbar bis 11.08.2028 WDR Online

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Unsere Quellen:

  • Stadt Monheim
  • Leitstelle Kreis Mettmann
  • Eindrücke der Reporterin vor Ort

Sendung: WDR.de, Bombenfund in Monheim - viele ältere Menschen betroffen, 12.08.2026, 16:32 Uhr.

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