Der Waldbrand bei Lindlar beschäftigte die Feuerwehr über die Nacht hinaus.
Bildquelle: Freiwillige Feuerwehr LindlarIn Lindlar sind auch am Freitagmorgen noch etwa 35 Einsatzkräfte wegen Nachlöscharbeiten vor Ort. In der Spitze hatten sich 150 Einsatzkräfte um den Waldbrand am Ortsausgang nahe der gesperrten Kreisstraße 19 gekümmert.
Dabei brannte zunächst eine Böschung, dann haben Winde das Feuer den Berg angefacht, erklärt Hans Peter Scheurer, Pressesprecher der Feuerwehr im Oberbergischen Kreis, dem WDR.
Winde fachen die Flammen immer wieder an
Das Feuer habe sich dann auf etwa zwei Hektar Wald ausgebreitet, das sind etwa drei Fußballfelder. Eine Herausforderung sei es gewesen, dass sich der Brand den Berg hoch gearbeitet hat - und je höher, desto stärker seien auch die Winde und damit die Ausbreitung. Auch ein Übergreifen des Feuers auf ein Industriegebiet in der Nähe sollte gestoppt werden.
In der Spitze waren bei Lindlar etwa 150 Feuerwehrleute im Einsatz
Bildquelle: Freiwillige Feuerwehr LindlarDie Lage war zunächst unübersichtlich. Verstärkung kam dann aus den umliegenden Städten, unter anderem Gummersbach, Nümbrecht, Marienheide, Ründeroth und Wipperfürth.
Feuerwehr setzt das erste Mal Kreisregner ein
Bei dem Einsatz hat die Feuerwehr auch ganz neue Technik erprobt: Sogenannte Kreisregner. Das sind Geräte, mit denen die Feuerwehr in einem großen Radius eine Art künstlichen Regen erzeugen kann. Die Feuerwehr im Oberbergischen hat sie extra wegen der großen Waldbrandgefahr angeschafft.
Der Einsatz der Kreisregner sei ein Erfolg gewesen, sagte Pressesprecher Hans Peter Scheurer am Freitagmorgen dem WDR. Die Geräte hätten unter anderem geholfen, Personal einzusparen und den Boden die ganze Nacht hindurch feucht zu halten.
Brand unter Kontrolle, aber noch nicht gelöscht
Seit 19:30 Uhr habe sich das Feuer nicht weiter ausgebreitet, seit 21 Uhr sei es unter Kontrolle, so der Sprecher. Die Retter hatten zunächst Hoffnung, den Brand bis Mitternacht vollständig gelöscht zu haben.
Etwa 35 Feuerwehrleute hätten aber heute Nacht weiter Brandwache schieben müssen. Immer wieder seien auf kleineren Flächen die Flammen durch den Wind angefacht worden.
"In dem Augenblick, wo man dem Feuer den Rücken zukehrt, kommen auch schon wieder neue Brandnester auf." Hans Peter Scheurer, Pressesprecher Feuerwehr Lindlar
Weitere Brände im Bergischen
Auch in Waldbröl hatte es am Donnerstagnachmittag gebrannt. Hier standen 300 Quadratmeter Wald in Flammen. Das Feuer ist mittlerweile wieder gelöscht. In Gummersbach gab es am Donnerstagnachmittag einen Fehlalarm.
Einen kleineren Flächenbrand gab es in der Nacht zu Freitag auch in Solingen: An der Grenzstraße brannte auf etwa 20 Quadratmetern eine Wiese. Wie oft bei Wald- und Flächenbränden, ließ sich die Ursache hier kaum noch feststellen, sagt die Solinger Feuerwehr.
Unsere Quelle:
- Feuerwehr Gummersbach
Sendung: WDR 2, WDR 2 für das Bergische Land, 14.08.2026, 07:31 Uhr