Angestellte im Bergischen müssen öfter ins Büro

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02:26 Min. Verfügbar bis 13.08.2028

Home-Office gestrichen Angestellte im Bergischen müssen öfter ins Büro

Stand:

Mehr ins Büro – weniger Homeoffice. Immer mehr Bergische Unternehmen holen Mitarbeiter ganz oder teilweise zurück. 

Von Gaby van den Boom

Der Trend geht wieder zurück ins Büro. Das registriert die Bergische Industrie- und Handelskammer (IHK). Viele Unternehmer reduzierten die Home-Office Tage. Inzwischen gebe es im Bergischen im Schnitt nur noch einen halben bis zwei Tage Home-Office pro Woche.

Schneller und produktiver im Büro?

Beim Solinger IT-Spezialisten Systemhaus Erdmann sind inzwischen weitestgehend alle Mitarbeiter wieder zur Arbeit ins Büro zurückgekehrt. "Wir haben einfach gemerkt, dass dadurch die Kommunikation viel besser wird", sagt Geschäftsführer Tobias Erdmann. Der Wissenstransfer funktionieren auch bei den Auszubildenden viel besser, wenn man direkt etwas zeigen und korrigieren könne.

Arbeitnehmer sitzen im Büro an Schreibtischen gegenüber

Arbeiten bei Erdmann: Büro statt Home-Office

Bildquelle: WDR/Gaby van den Boom
Geschäftsführer Tobias Erdmann schaut in die Kamera
"Wir Menschen mögen es, untereinander zu agieren: etwas anzufassen, einfach was zu zeigen. Wenn es ein Problem gibt holt man einfach die Kollegen dazu. Das ist bei einer Online-Konferenz viel schwieriger. Tobias Erdmann, Unternehmer aus Solingen

Erdmann sieht es auch als seine Verantwortung, als Arbeitgeber heutzutage darauf zu achten, wer gut im Home-Office oder mit mobilem Arbeiten umgehen kann. Er erinnert sich an einen Mitarbeiter, der im Home-Office sogar depressiv wurde: "Wir haben gemerkt, dass er sich immer mehr zurückzog und vereinsamte und ihn dann zurückgeholt“, sagt Tobias Erdmann.

"Telearbeitsvereinbarung" heißt das bei Beamten

Bei der Stadt Wuppertal hat etwas über die Hälfte aller Beschäftigten in der Verwaltung hat eine sogenannte "Telearbeitsvereinbarung" abgeschlossen. Die Mitarbeiter nehmen in unterschiedlichem Umfang Home-Office wahr, so die Stadt. Das sei aber nicht in allen Bereichen möglich.

Auch die Stadt Solingen unterstützt Home-Office ausdrücklich. Das ermögliche den Beschäftigten, Beruf und Familie besser zu vereinen und mache die Stadt als Arbeitgeber attraktiver, so die Hoffnung. Rund 900 Mitarbeiter haben hier Verträge abgeschlossen, die ihnen erlaubten mehr als 25 Prozent ihrer Arbeitszeit im Homeoffice zu verbringen.

Druck auf die Mitarbeiter wächst

Arbeitnehmer im Bergischen würden spüren, wie der Druck auf sie wächst. Denn vielen Firmen geht es wirtschaftlich nicht gut, erklärt Michael Wenge, Geschäftsführer der Bergischen IHK. Der Druck in den Unternehmen sei hoch. "Da müssen Sie an Dinge denken, die sich alle noch nicht vorstellen können“, sagt er.

Die Arbeitswelt müsse flexibler werden und der Arbeitnehmer müsse in den Betrieb kommen, so der IHK-Geschäftsführer. Umgekehrt müsste der Arbeitgeber aber auch Rücksicht nehmen, wenn beispielsweise ein Kind krank ist.

Home Office im Bergischen

WDR 13.08.2026 00:51 Min. Verfügbar bis 12.08.2028 WDR Online

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Unsere Quellen:

  • Bergische IHK
  • Städte Solingen und Wuppertal
  • Firma Erdmann
  • Eindrücke der WDR-Reporterin vor Ort

Sendung: WDR 2 Bergisches Land, WDR 2 regional, 13.08.2026, 13:31 Uhr Sendung: WDR Fernsehen, Lokalzeit Bergisches Land, 20.07.2026, 19:30 Uhr

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