Wuppertaler steigen auf die höchsten Berge
Bildquelle: Henri WagnerWDR. 04:02 Min.. Verfügbar bis 31.07.2028. Von Johannes Rasch.
Bergische Gipfelstürmer : Wuppertaler steigen auf Europas höchste Berge
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Die Wuppertaler Studenten Henri Wagner und Nino Schneyer wollten sieben Alpengipfel in einer Tour besteigen - mit so wenig technischen Mitteln wie möglich. Die Wege zwischen den Gipfeln wollten sie mit dem Fahrrad zurücklegen. Wie die beiden das geschafft haben - und was dahintersteckt.
Nachts um halb eins geht es los. Henri Wagner und Nino Schneyer steigen mit anderen Bergsteigern auf den Mont Blanc. Mit 4.805 Metern ist er nicht nur der höchste Berg Frankreichs, sondern auch der höchste Berg der Alpen – und damit ein Höhepunkt der Tour. Die Route ist gespickt mit Gletscherspalten und Abbrüchen.
Per Muskelkraft die Alpenpässe hoch
Bildquelle: Henri WagnerBei der Dunkelheit muss jeder Schritt sitzen. Als sich die Situation zuspitzt, geben zwei Bergsteiger auf und kehren zurück. Aber Henri und Nino machen weiter. Sieben Stunden später stehen sie auf dem Mont Blanc, erschöpft und glücklich. Zeit zum Genießen bleibt ihnen aber kaum.
Mittags sind sie schon wieder unten, 3.000 Höhenmeter bergab. Und es geht gleich weiter, über den San-Bernardino-Pass in die Schweiz, nach Zermatt, Richtung Dufourspitze. Das ist der höchste Berg der Schweiz. Und das nicht etwa per Auto oder Zug, sondern mit Muskelkraft auf dem Fahrrad. Ihr Motto: Immer weiter.
Das "Project Green 7" in 15 Sekunden
Bildquelle: Nino SchneyerWDR. 00:15 Min.. Verfügbar bis 31.07.2028. Von Johannes Rasch.
Mit "fairen Mitteln" durch die Alpen
Gedränge auf dem Gran Paradiso in Italien
Bildquelle: Henri WagnerDas war nur ein kleiner Ausschnitt der vierwöchigen Tour der beiden Wuppertaler. Ihr Ziel: Die jeweils höchsten Berge der sieben Alpenländer und zwar "by fair means", wie der Bergsteiger sagt, also mit fairen Mitteln. Mit so wenig Technik wie möglich.
Das heißt: Sie legen die Wege zwischen den sieben Gipfeln mit dem Fahrrad zurück.
"Wir wollten den Bergen auf ehrliche Weise begegnen und jeden Höhenmeter mit eigener Muskelkraft bewältigen." Henri Wagner
Der Wuppertaler Bergsteiger Henri Wagner
Bildquelle: WDR/Johannes RaschEine solche Mammut-Tour braucht natürlich eine gute Vorbereitung. Nach Monaten geht es schließlich los. Beim Start sind sie zu viert. Immer wieder brechen aber Mitstreiter ab und es kommen neue dazu.
Viertausender und stille Ecken
Die Viertausender am Anfang geschafft zu haben, gibt Henri, Nino und den anderen den richtigen Kick. Die vermeintlich unspektakulären Etappen haben aber genauso ihren Reiz, etwa die Stille am Vorder Grauspitz in Liechtenstein, die leider verregnete Zugspitze, die Radetappen am Brenner. Und selbst die Gipfelschlange am Großglockner nehmen sie gelassen.
Der Wuppertaler Bergsteiger Nino Schneyer
Bildquelle: WDR/Johannes Rasch"Es sind die stillen Momente auf den Gipfeln, aber auch schöne Radetappen, die uns immer wieder motiviert haben", sagt Nino. Nach vier Wochen, sechs Gipfeln und 1.270 Fahrradkilometern geht es noch auf den Triglav, mit 2.864 Metern der höchste Berg Sloweniens.
Das "Project Green 7" im Film
Nino Schneyer studiert Medientechnik und hat die ganze Tour mit der Kamera festgehalten. Den daraus entstandenen Film "Project Green 7" zeigen die bergischen Gipfelstürmer jetzt auf einschlägigen Festivals - und es wird wohl nicht der letzte Film über eine ihrer Bergtouren gewesen sein.
Henri Wagner ist der Sohn des WDR-Kameramanns Frank Lange – und der ist jetzt natürlich besonders stolz auf seinen Sohn.
Unsere Quellen:
- Interview mit Henri Wagner
- Interview mit Nino Schneyer
- "Film "Project Green 7"
Sendung: WDR.de, Wuppertaler steigen auf die höchsten Berge, 10.08.2026, 05:02 Uhr
