Rettungsschwimmer suchen mit einem Schlauchboot nach Vermissten

Symbolbild: Rettungsschwimmer suchen nach Vermissten

Bildquelle: Markus Klümper / WDR

Aufsichtspflicht verletzt? Wuppertaler Kind im Twistesee ertrunken

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Tragischer Unfall an einem hessischen Badesee: Ein Neunjähriger Wuppertaler fällt ins Wasser und ertrinkt. Wo waren die Betreuer?

Der Junge war offenbar auf einer Ferienfreizeit, als er tödlich verunglückte. Am 12. August soll er mit zwei weiteren Kindern im Alter von acht und elf Jahren auf einem Schlauchboot auf dem Twistesee in Hessen unterwegs gewesen sein.

Wie die Staatsanwaltschaft Kassel bestätigt, habe das Schlauchboot aus bislang ungeklärter Ursache an Stabilität verloren, die Kinder seien dabei ins Wasser gefallen – nach bisherigen Erkenntnissen geschah dies ohne Fremdeinwirkung und die Kinder trugen offenbar keine Schwimmwesten.

Zwei Kinder konnten gerettet werden

Ein Betreuer sei sofort tätig geworden, wodurch die anderen beiden Kinder gerettet werden konnten. Der Neunjährige blieb aber zunächst im See verschwunden, so die Staatsanwaltschaft. Die Suchmaßnahmen seien sofort eingeleitet und weitere Rettungskräfte alarmiert worden - darunter Feuerwehr Rettungsdienst, DLRG und Polizei.

Der Unfall passierte gegen 16:30 Uhr. Der Neunjährige sei erst gegen 17:10 Uhr leblos aus dem Wasser geborgen worden. Die Reanimationsmaßnahmen der Rettungskräfte blieben jedoch erfolglos, der Junge starb.

Betreuer der Ferienfreizeit blieben wohl am Strand

Wie ein Polizeisprecher der Hessenschau mitteilte, soll der Junge an einer Ferienfreizeit teilgenommen haben. Die Betreuer hätten sich zwar in der Nähe, aber nicht auf dem Boot aufgehalten, als das Unglück passierte. Zu diesem Zeitpunkt seien viele Menschen im Strandbad gewesen.

Die Staatsanwaltschaft Kassel ermittelt derzeit gegen einen der Betreuer wegen des Anfangsverdachts der fahrlässigen Tötung, da er zu dem Zeitpunkt „möglicherweise die Aufsicht […] ausübte“ – es gelte die Unschuldsvermutung. Derzeit würden noch weitere Zeugen vernommen.  

Unklar ist, warum die Kinder ins Wasser fielen

"Zum gegenwärtigen Zeitpunkt gehen wir nicht davon aus, dass das Boot infolge Luftverlustes, oder eines zu geringen Füllstandes plötzlich an Stabilität verlor und deshalb kenterte. Die Vernehmungsergebnisse bleiben abzuwarten", so ein Sprecher der Staatsanwaltschaft.

Die Kriminalpolizei Korbach führt die Ermittlungen mit Unterstützung der Kriminalpolizei Wuppertal, da mehrere Zeugen in NRW wohnhaft sind. Wieviel Zeit die Vernehmungen noch in Anspruch nehmen, sei derzeit noch nicht absehbar.

Wuppertaler Kind im Twistesee ertrunken

WDR 07.09.2100 40 Sek. Verfügbar bis 07.09.2028 WDR Online

Unsere Quellen:

Sendung: WDR 2, WDR 2 für das Bergische Land, 07.09.2026, 13:31 Uhr

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