Die Zahlen sind alarmierend: Etwa jeder zehnte Deutsche leidet unter Diabetes, die meisten von ihnen unter der Volkskrankheit Diabetes-Typ-2. Weltweit sind es mittlerweile weit über 500 Millionen Menschen.
Bei dem Kongress in Düsseldorf tauschen sich aktuell über 250 Experten aus ganz Europa über den aktuellen Forschungsstand bei Diabetes aus. Im Mittelpunkt des Kongresses steht die sogenannte Präzisionsdiabetologie, die Behandlungen stärker auf den einzelnen Patienten zuschneidet.
Professor Michael Roden vom Deutschen Diabetes Zentrum
Bildquelle: WDR / Peter WirthInsulinspritzen sind längst nicht mehr die alleinige Lösung. Entscheidend für die Behandlungen sind neben dem Blutzuckerspiegel auch andere Symptome. Allen voran die Fettleber, die besonders häufig bei Menschen mit Diabetes auftritt.
Abnehmspritze als mögliche Therapie
Diskutiert wird über die Wirkung verschiedener Abnehmspritzen. Sie können zu einer schnellen Gewichtsabnahme von bis zu 20 Prozent des eigenen Körpergewichts beitragen und damit auch Menschen mit Diabetes entscheidend weiterhelfen.
"Ich glaube, ein wesentlicher Punkt ist das Übergewicht. Laufend werden neue Varianten dieser Abnehmspritze entwickelt und auch in Zukunft zugelassen, wo man mittlerweile medikamentös 20 Prozent des Körpergewichts verlieren kann. Das ist so gut wie eine Operation." Professor Michael Roden, Deutsches Diabetes Zentrum
Das Deutsche Diabetes-Zentrum warnt allerdings davor, die Abnehmspritze ohne ärztliche Aufsicht anzuwenden. Sogenannte "Eigentherapien" könnten großen Schaden anrichten, so Michael Roden. Das beste Mittel gegen Diabetes sei nach wie vor die Prävention. Also gesunde Ernährung und viel Sport.
Unsere Quellen:
- Deutsches Diabetes-Zentrum
- Gespräch mit Professor Michael Roden
- Eindrücke des WDR-Reporters vor Ort
Sendung: WDR 2 Rhein und Ruhr, Lokalzeit, 25.06.2026, 14:31 Uhr
