Rund 300 Menschen haben sich zur Demo am Düsseldorfer Hauptbahnhof versammelt

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WDR 2 Min. 19 Sek. Verfügbar bis 26.09.2028

Nur 800 Teilnehmer Pro-Palästina-Demo in Düsseldorf deutlich kleiner als erwartet

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Etwa 300 Menschen zogen bei der Pro-Palästina-Demo am Nachmittag durch die Düsseldorfer Innenstadt. Sehr viele mehr wurden es nicht. Eigentlich wurden mehrere Tausend erwartet.

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Vanessa Wiebe

Am Düsseldorfer Hauptbahnhof war die Menge am Nachmittag überschaubar. Angemeldet waren 5.000 Teilnehmer, sagt die Polizei. Gerechnet hatte sie mit bis zu 15.000. Bei zwei Gegendemos waren jeweils knapp über hundert Teilnehmer in der Innenstadt. Insgesamt verlief der Nachmittag friedlich.

Teilnehmer berichten von verspäteten Reisebussen

Einige Teilnehmer erzählten: Viele organisierte Reisebusse zur Demo standen lange noch im Stau. Das habe der Veranstalter ihnen erklärt. Aus verschiedenen Teilen Deutschlands sollten Menschen nach Düsseldorf kommen. Am späten Nachmittag wuchs die Zahl der Demoteilnehmer auf etwa 800, so die Polizei. Die Demo war bis 22 Uhr angemeldet, wurde aber schon gegen 19 Uhr beendet.

Deutsch-Palästinenser Wa’el Jaber

Wa’el Jaber ist Deutsch-Palästinenser.

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Demonstranten wehren sich gegen Antisemitismus-Vorwurf

Auf der Bühne in einem offenen Transporter sprachen mehrere Aktivisten. Einer warf Israel den "schlimmsten Genozid dieses Jahrhunderts" an den Palästinensern vor. Dabei betonten sie auch die Rolle Deutschlands. "Wir liefern Israel Waffen, wissend, dass sie damit Palästinenser töten," hat Deutsch-Palästinenser Wa’el Jaber von der Palästinensische Allianz NRW auf der Bühne kritisiert. Um auf das Leid der Menschen in Gaza aufmerksam zu machen, müsse er auf die Straße gehen.

Eine andere Demonstrantin wollte sich vor allem für Gerechtigkeit und Frieden einsetzen. Das gelte für sie in Palästina und Israel.

Andromeda aus Dortmund
"Ich sehe hier Menschen mit vielen verschiedenen Hintergründen. Türken, Deutsche, Palästinenser, Libanesen – ich sehe, dass es hier bunt ist. Das finde ich toll." Andromeda aus Dortmund (links)

Beleidigungen und verbotene Symbole

Mit den Teilnehmern der Gegendemos ist es zwischenzeitlich zu verbalen Auseinandersetzungen und Beleidigungen gekommen, vor allem am Graf-Adolf-Platz, berichtet die Polizei. Es hat auch eine Körperverletzung gegeben. Auf der Abschlusskundgebung der Pro-Palästina-Demo wurden außerdem teilweise verbotene Symbole gezeigt, was letztendlich von der Polizei untersagt und auch angezeigt wurde.

Unterm Strich verliefen die Demonstrationen nach Angaben der Beamten aber friedlich, was wohl auch an der deutlich geringeren Teilnehmerzahl gelegen haben könnte.

Unsere Quellen:

  • WDR-Reporterin vor Ort
  • Interviews mit Demonstranten
  • Polizei Düsseldorf

Sendung: WDR.de, Pro-Palästina-Demo in Düsseldorf startet deutlich kleiner als erwartet, 26.09.2026, 18:55 Uhr

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