Nach dem jüngsten Brand auf einem Schrottplatz in Essen haben Anwohner eine Petition gestartet.
Bildquelle: Feuerwehr EssenDrei mal hat es auf dem Schrottplatz an der Emscherstraße in Essen-Katernberg in den letzten 18 Monaten gebrannt. Viele Anwohner sind mittlerweile sehr besorgt wegen der Schadstoffe durch die Brände. Deshalb haben sie konkrete Forderungen und Wünsche.
Gründlichere Schrott-Kontrollen
"Warum kann man nicht früher gewarnt werden? Und warum wird der Schrott nicht schon bei der Anlieferung richtig gut kontrolliert?", fragen sich beispieksweise Dieter Richter und Karl-Heinz Niemietz. Beide leben nur etwa 150 Meter Luftlinie vom Schrottplatz entfernt. Der letzte Brand ist sechs Tage her. Doch immer noch stinkt es im Viertel nach Rauch.
Karl-Heinz Niemietz und Dieter Richter leben 150m vom Schrottplatz entfernt.
Bildquelle: WDR, Nicole NoetzelAndere Anwohner haben deshalb eine Online-Petition gestartet. Darin fordern sie, dass der Schrott nicht mehr so hoch gelagert werden soll. "Wir verdienen es, in einem sauberen und sicheren Umfeld zu leben, ohne in ständiger Angst vor dem nächsten Brand zu leben", so die Anwohner.
Schrottplatz-Betreiber will Brände in Zukunft verhindern
Bildquelle: WDRWDR. 41 Sek.. Verfügbar bis 09.09.2028.
Qualmwolke über drei Städten
Was war passiert? Am vergangenen Freitag war ein 20 mal 20 Meter großer Haufen Metallschrott in Flammen aufgegangen. Die Qualmwolke zog von Essen nach Herne und Gelsenkirchen. Anwohnerinnen und Anwohner wurden per NINA-App vor den Schadstoffen und möglichen gesundheitlichen Folgen gewarnt.
Mehr noch: Laut Feuerwehr gab es rund um den Brandort Rußniederschlag. Zumindest am Freitag blieben vier Kitas im Umkreis vorsorglich geschlossen. Es wurde empfohlen, die Spielgeräte im Außenbereich reinigen zu lassen, bevor die Kinder rausgeschickt werden.
Schrotthändler kündigt Maßnahmen an
Der Betreiber des Schrottplatzes erklärt in einer Pressemitteilung, dass unsachgemäß entsorgte Lithium-Ionen-Akkus als Brandursache im Verdacht stünden. Daher wolle man jetzt mehrere Maßnahmen zur Vorbeugung ergreifen: Wärmekameras, händische Kontrollen bei der Schrottabgabe und den Einsatz eines Nachtwächters.
Unsere Quellen:
- Beobachtungen unserer WDR-Reporterin vor Ort
- Interviews mit Anwohnern
- Gespräch mit der Feuerwehr Essen
- Pressemitteilung der WRL GmbH
Sendung: WDR.de, Schrottplatz-Betreiber will Brände in Zukunft verhindern, 09.09.2026, 17 Uhr

