Vogelschutzbericht

Bildquelle: WDR/Stadt Bochum

WDR 1 Min. 48 Sek. Verfügbar bis 25.08.2028

Naturschutz wirkt Mehr Störche und Seeadler im Ruhrgebiet

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Störche und Seeadler sind zurück - nicht nur bei uns im Ruhrgebiet. Das zeigt der Vogelschutzbericht vom Landesamt für Natur, Umwelt und Klima, der am Dienstag in Essen vorgestellt wurde. Insgesamt brüten bei uns im Land 169 heimische Vogelarten regelmäßig - mehr als vor rund 30 Jahren.

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Julia Stotz

In Bochum hat sich zum Beispiel ein Storchenpaar schon zum zweiten Mal in Folge in den Ruhrauen niedergelassen, weil das Umweltamt der Stadt vor Jahren Nisthilfen aufgestellt hat. Und im Raum Duisburg gibt es in der Rheinaue seit Neustem brütende Seeadler. Durch aktiven Umweltschutz gelingt es, dass sich manche Bestände erholen, heißt es im aktuellen Vogelschutzbericht.

"Wir haben große Erfolge im Artenschutz, beispielsweise, dass See- und Fischadler jetzt in Nordrhein-Westfalen wieder brüten, dass wäre vor ein paar Jahren unvorstellbar gewesen. Auch der Weißstorch, der 1990 bei uns fast ausgestorben wäre, dass der jetzt wieder mit über 1.000 Brutpaaren in NRW vertreten ist, ist eine Erfolgsgeschichte des Naturschutzes.“ NRW-Umweltminister Oliver Kirscher vom Bündnis90/Die Grünen

Meise und Specht kommen mit warmem Winter gut zurecht

Insgesamt zieht das Landesamt für Natur, Umwelt und Klima NRW allerdings eine gemischste Bilanz zu den Vogelbeständen in Nordrhein-Westfalen. Blaumeisen und Buntspechte würden von den veränderten klimatischen Bedingungen profitieren, heißt es im Vogelschutzbericht weiter, denn die warmen Winter führten dazu, dass weniger Jungvögel sterben. Auch Gartenbaumläufer, die ebenfalls im Winter hierbleiben, kämen mit den milderen Temperaturen besser zurecht. Auch deren Bestände nehmen zu.

Gefährlich für Vögel: Klimawandel und Landwirtschaft

Allerdings gibt es durch den Klimawandel auch Verlierer, wie etwa einige Entenarten, die feuchte Wiesen brauchen. Auch die Uferschnepfe findet durch die Dürre der letzten Sommer immer weniger Brutplätze. Deshalb bereitet das Landesamt für Natur, Umwelt und Klima zusammen mit Umweltschützern Feuchtwiesen extra für sie auf – und auch das zeigt Wirkung. Denn in diesen Gebieten haben sich bei den Uferschnepfen jetzt mehrere Dutzend Jungvögel gut entwickelt.

Uferschnepfe

Wegen Dürre: weniger Brutplätze für die Uferschnepfe

Bildquelle: dpa

Auch die Bestände bei "Allerweltsarten" wie dem Kuckuck, der Turteltaube oder dem Haussperling gehen teilweise deutlich zurück, erklärte der Minister. Neben dem Klimawandeln sind die Intensivierung der Landwirtschaft sowie der Schwund von Nahrung und Lebensräumen die Gründe.

Und es gibt noch einen ungewöhnlichen Trend: Dadurch, dass es immer wärmer wird, siedeln sich Arten bei uns an, die es hier früher nicht gab wie zum Beispiel der Bienenfresser, der ursprünglich im Süden Europas zu finden war.

Unsere Quellen:

  • Landesamt für Natur, Umwelt und Klima (LANUK)
  • NRW-Umweltminister Oliver Krischer
  • Bündnis90/Die Grünen
  • Stadt Bochum

Sendung: WDR.de, Vogelschutzbericht, 25.08.2026, 17:40 Uhr

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