Schulfreunde aus Essen entwickeln Solarmarkise

WDR 03:24 Min. Verfügbar bis 08.07.2028

Preisgekröntes StartUp Schulfreunde aus Essen entwickeln Solarmarkise

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Fünf Gründer aus Essen hatten eine smarte Idee: Sonnenenergie auf Flächen erzeugen, die sowieso besonders viel Sonne abbekommen.

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Nicole Noetzel

Adrian, Leonard, Ivan, Eugen und Lukas kennen sich seit ihrer Zeit auf dem Essener Burggymnasium. Dort haben sie nicht nur zusammen Chinesich gelernt, sondern auch schon über Geschäftsideen gesprochen. Aus den Jungs von damals sind inzwischen fünf Geschäftsmänner geworden, alle zwischen 21 und 28 Jahre alt. Ihre erste Entwicklung: Solarmarkisen.

"Wir nutzen nicht mal einen Bruchteil der Sonnenenergie, die wir in Strom verwandeln könnten. Gerade auf Flächen, die sowieso zum Schattenspenden gemacht sind", erzählt Eugen Mangazeev. "So viele Balkons und Gärten haben Markisen - aber keine macht daraus Strom. Das hat mich gewundert und geärgert."

Unglaubliches Potenzial: die Kraft der Sonne

Die fünf Gründer von "Solarmarkise" stehen nebeneinander und schauen in die Kamera

Die fünf Freunde wollen im Solarmarkt einen bleibenden Eindruck hinterlassen.

Und so kamen die fünf Essener darauf ein StartUp zu gründen und eine neuartige Solarmarkise zu entwickeln. Sie funktioniert vom Prinzip her ähnlich wie Balkonkraftwerke mit "Plug & Play" - Stromkabel reinstecken und fertig. Die Solarzellen im Stoff sind flexibel und lassen sich aufrollen, das gab es so bisher noch nicht.

Eine etwa 10 Quadratmeter große Solarmarkise hat eine Leistung von 1.350 Watt. "Ungefähr 500 Euro Stromkosten spart man so im Jahr ein", sagt Leonard Young. Die neue Markise ist nicht nur für Privathaushalte interessant, sondern auch für Gastrobetriebe, die ohnehin Markisen nutzen. Kosten: ab 4.500 Euro.

500 Euro Sparen im Jahr

Die fünf Freunde haben für ihr StartUp "Solarmarkise", das genauso heißt wie ihr Produkt, schon mehrere Preise gewonnen und das Gründungsstipendium NRW erhalten. Der Stoff für die Markisen wird im Ausland produziert, die Montage ist Chefsache: Alle zehn Solarmakisen, die es bislang in Deutschland gibt, haben die fünf selber bei ihren Kunden angebracht. Das soll sich in Zukunft ändern.

"Wir sind gerade mit Fachhandwerksbetrieben im Gespräch und suchen praktische Vertriebswege. Unser Ziel ist es, unsere stromerzeugende Markise richtig gut zu vermarkten", sagt Ivan Pavlovic. "Wir haben noch so viele Ideen im Kopf, die wir umsetzen möchten. Solar-Rolladen kommen als nächstes dran."

Quellen:

  • Reporterin vor Ort
  • Interview mit den StartUp-Gründern
  • Interview mit dem Landesverband neue Energien NRW

Sendung: wdr.de, Schulfreunde aus Essen entwickeln Solarmarkise, 10.07.2026, 05:00 Uhr

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