Die Coesfelder Liste führt Personen auf, die abgeschoben werden können.
Bildquelle: WDR / HilgersSeit Wochen gibt es immer wieder neue Details um eine Liste von Menschen, die ausreisepflichtig sind. Die Coesfelder Ausländerbehörde hatte diese Liste an die Stadt Köln geschickt und auch angeboten Passersatzpapiere zu besorgen. Das Ziel: Die Ausreise von 471 Menschen zu beschleunigen. Die zuständige Behörde in Köln reagierte nur auf einen Teil der Menschen und verwies auf das Kölner Bleiberechtsprogramm - das sorgt nach wie vor für Empörung.
Keine Reaktion der Stadt Köln
Wie der Kölner Stadt-Anzeiger nun schreibt, hat das Landeskriminalamt - wie von der Landesregierung beauftragt - 6.800 Menschen überprüft. Die Zahl kommt zustande, weil es mehrere Listen gab, die auch an andere Kommunen geschickt wurden.
Die aufgeführten Menschen aus dem Westbalkan und dem Irak sollen in etwa 12.000 Strafverfahren verwickelt sein.
Köln: 1.600 Ermittlungsverfahren
Für Köln sollen allein für die Coesfelder Liste mit den 471 Menschen vom Westbalkan 1.600 Ermittlungsverfahren registriert worden sein, so der Bericht des Kölner Stadt-Anzeigers. Dabei geht es um Eigentumsdelikte, Taschendiebstahl, aber auch Vergewaltigung oder Kindesmissbrauch.
Die Stadt Köln hat sich auf WDR-Anfrage nicht zu dem Bericht geäußert. Das NRW-Innenministerium verweist auf die morgen angesetzte Sondersitzung des Integrationsausschusses.
Unsere Quellen:
- KStA-Bericht
- Stadt Köln
- NRW-Innenministerium
Sendung: WDR 5 Westblick, Coesfelder Liste: 1.600 Ermittlungsverfahren in Köln, 01.09.2026, 17:30 Uhr