Traditionslokal will wieder seine Türen öffnen

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WDR 02:31 Min. Verfügbar bis 05.08.2028

Nach Großbrand in Sürth Betreiber wollen Bootshaus wieder aufbauen

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Nach dem Brand im Sürther Bootshaus zeigt sich jetzt das Ausmaß der Zerstörung. Für Betreiber und Eigentümer steht trotz des Schocks fest: Das traditionsreiche Lokal soll wieder aufgebaut werden.

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Niklas Bohlen

Für Gastronom Jörg Blöck ist der Anblick seines Restaurants nur schwer zu ertragen. Gemeinsam mit Eigentümer Achim Pesch versucht er heute, Ordnung in das Chaos zu bringen. Der Schock sitze auch einen Tag nach dem Feuer noch tief.

"Das ist unser Lebenswerk, unser Herzblut. Wir haben hier relativ viel geschaffen und waren sehr erfolgreich. Dass wir jetzt vor den Ruinen unserer Existenz stehen, ist unfassbar traurig." Jörg Blöck, Gastronom und Pächter

Große Anteilnahme aus der Stadt

Jörg Blöck, Pächter des Sürther Bootshaus, steht vor dem abgebrannten Boot.

Gastronom Jörg Blöck ist immer noch geschockt.

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Das Feuer war am Dienstagnachmittag ausgebrochen. Als die Feuerwehr gegen 15 Uhr eintraf, stand das Bootshaus bereits in Vollbrand. Die Einsatzkräfte konnten das Feuer löschen, das Gebäude wurde jedoch schwer beschädigt. Die Polizei ermittelt derzeit zur Brandursache.

Seit dem Brand bekommen die Betreiber zahlreiche Nachrichten von Gästen und Anwohnern. Viele Kölner teilen in den sozialen Medien ihre Erinnerungen an Partys im Sürther Bootshaus. Sie bieten ihre Unterstützung an oder haben Spendenaktionen angeregt.

Achim Pesch, Eigentümer Sürther Bootshaus, steht auf dem Steg vor dem abgebrannten Boot.
"Das Echo aus der Kölner Bevölkerung ist überwältigend. Ich bin da schon sehr beeindruckt." Achim Pesch, Eigentümer Sürther Bootshaus

Bootshaus war beliebtes Ausflugsziel

Doris Kallmeyer und Adelheid Hartwig sind am Tag nach dem Brand ans Rheinufer gekommen. Mit dem Lokal verbinden sie persönliche Erinnerungen.

Hartwig erzählt, dass ihre Mutter dort früher regelmäßig den Mittagstisch besucht habe. Heute genieße sie selbst als Rentnerin die Zeit am Bootshaus. "Wenn ich mittags hier auf dem Boot saß, dachte ich oft: Ich bin im Urlaub."

Doris Kallmeyer (links) und Adelheid Hartwig stehen am Rheinufer mit Blick auf das abgebrannte Boot.

Doris Kallmeyer (links) und Adelheid Hartwig waren oft im Restaurant zu Gast.

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Für Doris Kallmeyer ist das Bootshaus ein fester Bestandteil des Kölner Südens. "Das Sürther Bootshaus ist einfach ein Stück Tradition. Was hier passiert ist, macht mich unheimlich traurig."

Feiern müssen abgesagt werden

Im Gastraum des Restaurants liegen Glasscherben auf dem Boden. Teile der Decke sind auf die Stühle und Bänke gefallen.

Das Restaurant ist nach den Löscharbeiten verwüstet.

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Für die Betreiber bedeutet der Brand auch organisatorisch eine enorme Herausforderung. Hochzeiten und andere Veranstaltungen, die in den kommenden Wochen geplant waren, können nicht stattfinden und müssen in andere Lokale verlegt werden. Jörg Blöck unterstützt seine Gäste dabei so gut es geht, sagt er.

"Alles, was für Oktober, November und Dezember geplant ist, müssen wir jetzt absagen. Wir haben keine Alternativen mehr."

Wiederaufbau steht fest

Trotz aller Unsicherheit blicken Eigentümer und Pächter nach vorne. "Für mich steht fest, dass wir das Bootshaus wieder aufbauen", sagt Achim Pesch.

Der Dachstuhl des Bootshauses ist fast vollständig ausgebrannt.

Das Feuer hat den Dachstuhl zerstört.

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Auch Jörg Blöck ist entschlossen: "Wir werden das aufbauen, werden die Hütte rocken und wieder von vorne beginnen." Wann das Sürther Bootshaus seine Türen wieder öffnen kann, ist derzeit noch unklar.

Unsere Quellen:

  • Gespräch mit Achim Pesch, Eigentümer
  • Gespräch mit Jörg Blöck, Pächter und Gastronom
  • Beobachtungen des WDR-Reporters vor Ort

Sendung: WDR Fernsehen, Lokalzeit aus Köln, 05.08.2026, 19:30 Uhr

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