Felix Falk und Frank-Walter Steinmeier auf der Gamescom 2026 in Köln
Bildquelle: ddp/Sven SimonDas Grinsen bei Felix Falk ist groß. Der Chef des Branchenverbands Game, der die Messe veranstaltet, ist sehr zufrieden. Besonders, dass der Bundespräsident die Gamescom zum ersten Mal gekommen ist, ist Felix Falk wichtig. "Der Besuch des Bundespräsidenten war ein ganz starkes Zeichen. Das haben sehr viele wahrgenommen, gerade in der Community und auch in der Games-Branche. Also eine Würdigung eines Kulturmediums und einer Kultur, das hat Eindruck gemacht."
Die Zahlen der Gamescom 2026
- 368.000 Menschen aus 131 Ländern haben laut Veranstalter die Computer- und Videospielmesse besucht.
- 1.743 Unternehmen aus 66 Ländern waren dabei.
- Im Vorjahr hatte die Gamescom 357.000 Besucherinnen und Besucher sowie 1.568 ausstellende Unternehmen gezählt.
Bundespräsident setzt ein deutliches Zeichen
Frank-Walter Steinmeiers Besuch gilt in der Branche als Meilenstein. Lange Zeit standen Gaming und die dazugehörige Industrie in einer Schmuddelecke. Das Gaming sei aber in der Mitte der Gesellschaft angekommen, befand der Bundespräsident in seiner Rede. "Denn mit den wachsenden Möglichkeiten der Technik sind digitale Spiele auch künstlerisch anspruchsvoller, inhaltlich komplexer und gesellschaftlich relevanter geworden. Ja: Games sind heute fester Bestandteil unseres kulturellen Lebens." Für diese Aussage erntete Steinmeier viel Applaus.
"Games sind fester Bestandteil unseres kulturellen Lebens": Bundespräsident Steinmeier auf der Gamescom.
Bildquelle: ddp/Geisler/Rolf-Peter StoffelsGamer auf Spiele fixiert, nicht auf Politiker
Dass der Bundespräsident, einige Bundes- und Landesminister und auch die Vizepräsidentin der EU-Kommission zur Gamescom gekommen sind, haben die Fans nur am Rande zur Kenntnis genommen. Für sie ist der eigene Besuch der Messe einer der Höhepunkte des Jahres. Die Menschen können in den Hallen Spiele testen, bevor sie auf dem Markt erscheinen. Entsprechend euphorisch war die Stimmung.
Schlangen und volle Hallen
Das führt dazu, dass es in den Hallen traditionell sehr voll ist. Teilweise kamen die Massen nur im Schneckentempo voran. Die Veranstalter hatten im Vorfeld angekündigt, dass sie allzu lange Schlangen vermeiden wollten. Beispielsweise, indem die Aussteller digitale Warteschlangen anbieten. An vielen Ständen konnten die Fans im Vorfeld eine feste Besuchszeit buchen. Anstehen und Wartezeiten sind aber Teil der Gamescom-Folklore, sagt Felix Falk. "Eine leere Gamescom gibt es nicht, die Messe ist immer voll, einfach weil so viele Fans hier sind."
Unsere Quellen:
- Interview mit Felix Falk
- Rede des Bundespräsidenten auf der Gamescom (Online-Manuskript)
- Nachrichtenagentur dpa
- Eindrücke der Reporter vor Ort
Sendung: WDR Fernsehen, Aktuelle Stunde, 29.08.2026, 18:45 Uhr
