In einer Kölner LVR-Klinik ist eine 26-jährige Patientin gestorben.
Bildquelle: picture alliance / Geisler-FotopressDie Staatsanwaltschaft will klären, ob Mitarbeiter der Klinik in Köln Merheim oder andere Personen für den Tod der Patientin verantwortlich sind.
Gefesselte Patientin sollte beaufsichtigt werden
Nach Angaben der Bildzeitung wurde die unter einer akuten psychischen Krise leidende Frau an ein Bett gefesselt und sollte von Beschäftigten der Klinik beaufsichtigt werden. In dem Bett wurde die gefesselte Frau tot aufgefunden.
Laut Staatsanwaltschaft dauern die Untersuchungen zur Todesursache durch das Institut der Rechtsmedizin Köln weiter an. Es wurde unter anderem ein chemisch-toxikologisches Gutachten in Auftrag gegeben. Die Ergebnisse dieses Gutachtens soll laut Staatsanwaltschaft zeitnah vorliegen.
Staatsanwaltschaft untersucht mögliche Versäumnisse in der Klinik
"Zudem müssen die Patientenakte sowie das Überwachungsprotokoll der Klinik aus- und bewertet werden zur Prüfung, ob zum Beispiel etwaige Versäumnisse bei der Überwachung ursächlich für den Tod der Patientin waren", erklärte Ulrich Bremer, Sprecher der Kölner Staatsanwaltschaft dem WDR.
Im Anschluss an diese Ermittlungen soll entschieden werden, ob gegen Beschäftigte der Klinik ein Anfangsverdacht wegen fahrlässiger Tötung besteht oder nicht. Die 26-Jährige war laut Staatsanwaltschaft am 22. Mai in der Klinik des Landschaftsverbandes Rheinland gestorben.
Der Landschaftsverband Rheinland erklärte dazu in einer schriftlichen Stellungnahme an den WDR: "Wir empfinden gegenüber den Angehörigen ein tiefes Mitgefühl, dass wir ihnen gegenüber zum Ausdruck gebracht haben. Der Todesfall ist Gegenstand umfassender Ermittlungen. Wir arbeiten eng mit allen staatlichen Stellen zusammen, um ihn konsequent und lückenlos aufzuklären".
Unsere Quellen:
- Staatsanwaltschaft Köln
- Bild.de
- Landschaftsverband Rheinland
Sendung: WDR.de, Frau stirbt in Kölner LVR-Klinik - Staatsanwaltschaft ermittelt, 14.09.2026, 13:09 Uhr
