Größtes Mieterstromprojekt Kölns startet

Bildquelle: WDR/ Jens Gleisberg

2 Min. 36 Sek. Verfügbar bis 20.07.2028

435 Wohnungen Größtes Mieterstromprojekt Kölns startet

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In einer Genossenschaftssiedlung in Ehrenfeld werden Photovoltaikanlagen installiert. Bis Oktober sollen sie fertig sein.

Es ist ein grauer Himmel über Köln. Dennoch produziert die Photovoltaikanlage auf dem Dach des Mietshauses im Kölner Stadtteil Ehrenfeld gerade Strom. Es ist einer von zehn Gebäuderiegeln, die mit den Anlagen ausgestattet werden.

Günstiger als der Grundtarif

Mieterstrom bedeutet, dass der auf dem Hausfach produzierte Strom im Gebäude verbraucht wird. Netzentgelte für die Weiterleitung des Stromes entfallen dabei. Dadurch kann der Strom günstiger angeboten werden. Per Gesetz darf er höchstens neunzig Prozent des örtlichen Grundversorgungstarifs kosten.

Zum einen ist es eine klimafreundliche Energieversorgung, zum anderen können die Mieter Geld sparen. Zwischen 60 und 250 Euro, je nach Größe der Wohnung und dem jeweiligen Verbrauch bleiben in der Haushaltskasse, rechnet Sira Müller von Genossenschaft der "Die Ehrenfelder" vor.

Viel Zustimmung der Mieter

"Wir haben die Mitglieder direkt mit ins Boot geholt und wir kriegen sehr positive Reaktionen", sagt sie. Die Hälfte des Stroms kommt vom Dach, die andere Hälfte liefert der Betreiber Green Planet Energy als Ökostrom über das Stromnetz zu. Der Betreiber pachtet die Dachfläche von der Genossenschaft, installiert die Anlage und betreibt sie für mindestens zwanzig Jahre. Mehr als eine Million Euro kostet die Installation.

Bereits siebenhundert Wohnungen versorgt

Für die Genossenschaft "Die Ehrenfelder" ist es nicht das erste Projekt zusammen mit dem Betreiber. Bereits in acht Projekten werden siebenhundert Wohnungen versorgt. Das neue Projekt soll im Oktober fertig sein.

Auf dem Dach des Hauses steht Mathias Weidle von Green Planet Energy. Er sieht von dort eine Reihe Flachdächer, die wären bestens geeignet für die Anlagen.

Mathias Weidle von Green Plant Energy steht auf einem Flachdach auf dem viele Solarpanele angebracht wurden.

Mieter produzieren eigenen Strom auf dem Dach des Mietshauses

Bildquelle: WDR/ Jens Gleisberg

„Man entwickelt einen anderen Blick über die Jahre. Wenn man so durch die Stadt geht, das ist viel verschenktes Potential“, sagt er.

Bei Mieterstromprojekten wie in Ehrenfeld gibt es noch große Reserven in Deutschland. Im vergangenen Jahr hat das Institut der deutschen Wirtschaft eine Analyse veröffentlicht. Bis zu 20 Millionen Haushalte könnten mit Mieterstrom versorgt werden. In 2025 gab es gerade einmal 5.400 installierte Anlagen.

Dass die Zahl der Anlagen so gering ist, liegt auch daran, dass die Bundesregierung derzeit plant, die Einspeisevergütung zu ändern. Ohne staatlich garantierte Vergütung drohen die Kosten für Anlagen-Betreiber in die Höhe zu schießen. Viele wagen deshalb keine Investitionen.

Das größte Mieterstromprojekt Kölns

WDR 20.07.2026 32 Sek. Verfügbar bis 19.07.2028

Unsere Quellen:

  • Green Planet Energy GmbH
  • Genossenschaft "Die Ehrenfelder“
  • Institut der deutschen Wirtschaft
  • WDR-Reporter im Gespräch mit Mietern

Sendung: WDR.de, Solarenergie: Das größte Mieterstromprojekt Kölns, 20.07.2026, 16.20 Uhr

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