Bundespolizei im Einsatz am Kölner Hauptbahnhof

Bildquelle: WDR / Lara Burghardt

WDR 36 Sek. Verfügbar bis 29.05.2028

Kontrolle an Kölner Bahnhöfen So sollen Reisende sich sicherer fühlen

Stand:

Die Bundespolizei führt seit Freitagnachmittag einen Schwerpunkteinsatz gegen Gewaltkriminalität an Bahnhöfen durch.

Es ist bereits die dritte Kontrolle dieser Art in diesem Jahr. Die Maßnahme ist Teil einer bundesweiten Aktion und soll Gewaltdelikte im Bahnverkehr eindämmen.

Warum die Maßnahme nötig ist

Zwischen Januar und Ende April registrierte die Bundespolizei 739 Vorfälle, bei denen Tatverdächtige Waffen oder gefährliche Gegenstände mitführten. Viele der betroffenen Bahnhöfe gelten als Brennpunkte der Gewaltkriminalität.

Bei den bisherigen Kontrollen in diesem Jahr wurden bereits zahlreiche gefährliche Gegenstände sichergestellt - darunter Messer, Pfefferspray, Reizstoffsprühgeräte, Schlagstöcke, Scheren, Werkzeuge und Schlagringe.

Waffen- und Messerverbot an NRW-Bahnhöfen

Ein Polizist kontrolliert eine schwarze Tasche.

Die Polizisten kontrollieren Gepäck von Reisenden.

Bildquelle: WDR / Lara Burghardt

Bis 3 Uhr am 31. Mai gilt eine Allgemeinverfügung (AGV). Sie untersagt das Mitführen gefährlicher Gegenstände in insgesamt zehn großen Bahnhöfen in Nordrhein-Westfalen - darunter Köln Hauptbahnhof, Köln Messe/Deutz, Dortmund, Essen, Düsseldorf und Duisburg. Auch die Bahnstrecke Köln Messe/Deutz bis Köln-Wahn inklusive der Züge ist einbezogen.

Die AGV soll als "Gefahrenfilter" wirken und verhindern, dass gefährliche Gegenstände in Konfliktsituationen eingesetzt werden - etwa bei Alltagsgewalt unter Alkohol- oder Drogeneinfluss.

Was verboten ist

Die AGV umfasst eine breite Liste gefährlicher Gegenstände - darunter Messer, Schlagstöcke und Sportgeräte wie Baseballschläger. Gefährlich ist laut Bundespolizei jeder Gegenstand, der "aufgrund seiner Beschaffenheit oder Verwendung geeignet ist, erhebliche Verletzungen hervorzurufen."

Personen mit berechtigtem Mitführinteresse - zum Beispiel Handwerker oder Köche - können im Einzelfall von der Regelung ausgenommen werden. Auch ein glaubhaft gemachtes Schutzbedürfnis wie etwa Tierabwehrspray für junge Frauen kann in Einzelfällen berücksichtigt werden.

Stichprobenartige Kontrollen

Zwei Polizisten kontrollieren eine Frau im Kölner Hauptbahnhof.

Eine Person mit Hausverbot wurde des Bahnhofs verwiesen.

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Am Kölner Hauptbahnhof, in Köln-Deutz und in Zügen Richtung Köln-Porz kontrollieren Einsatzkräfte verstärkt Gepäck und Personen. Kontrollen an den Eingängen sind nicht vorgesehen, die Polizei setzt auf stichprobenartige Überprüfungen.

Bundespolizei im Einsatz am Kölner Hauptbahnhof

WDR 29.05.2026 32 Sek. Verfügbar bis 28.05.2028 WDR Online

Unsere Quellen:

  • Bundespolizeidirektion Sankt Augustin
  • Bundespolizei Köln 

Sendung: WDR 2 Rheinland, Lokalzeit aus Köln, 29.05.2026, 14:31 Uhr
Sendung: WDR Fernsehen, Lokalzeit aus Köln, 29.05.2026, 19:30 Uhr

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