Wie Blutplasma Jonas Immundefekt hilft

Bildquelle: WDR/ Jens Gleisberg

WDR 2 Min. 41 Sek. Verfügbar bis 25.08.2028

12-jähriger Kölner Überleben durch Blutplasma-Spenden

Stand:

Der 12-jährige Jonas braucht Impfstoffe, um ein normales Leben zu haben. Die bekommt er durch Blutplasma von Spendern.

Von
Logo des Westdeutschen Rundfunk
Jens Gleisberg

Als ihr Sohn immer wieder blaue Flecken am Bein hatte, ist seine Mutter Basma Nahhas zum Arzt gegangen. Erst hatte sie gedacht, das ist normal, wenn sich Kinder beim Spiel stoßen. Als es aber immer wieder passierte, ist sie zum Arzt gegangen. Zum Glück sehr frühzeitig.

Denn so ist noch im jungen Alter aufgefallen, dass ihr Sohn einen Immundefekt hat. Sein Körper produziert keine ausreichenden Antikörper.

"Für mich als Mutter bedeutet dass, ich habe viel gelesen, viel recherchiert. Da waren viele Ängste. Vielleicht auch übertrieben." Basma Nahhas, Jonas' Mutter

Jonas (Name geändert) hat so ein fast normales Kinderleben gehabt. Kontakt mit Kranken hat die Familie vermieden, häufiges Händewaschen gehört zum Ritual. Die Familie achtet besonders auf die Ernährung. Mit Erfolg: Krankenhausaufenthalte oder häufiges Einnehmen von Antibiotika sind Jonas dadurch erspart geblieben.

Einmal die Woche zur Immuntherapie

Vor drei Jahren hat sich Basma Nahhas dann zusammen mit ihrem Sohn für eine Immuntherapie entschieden. Einmal in der Woche setzt Jonas selbst die Spritze, durch die er den Immunstoff bekommt. "Fühlte sich ein bisschen komisch an und tat auch ein bisschen weh, aber nach langer Zeit war es normal", sagt Jonas.

Als wir ihn treffen, sucht er sich selbst den Namen Jonas aus. Will nur von der Seite fotografiert werden. Aber seine Freunde wissen über seine Erkrankung Bescheid. Und sie wissen, dass er jeden Freitagnachmittag nicht zum Sport oder zum Spielen kommt. Denn dann sitzt er zu Hause, während er den für ihn lebensnotwendigen Impfstoff bekommt.

Mutter Basma Nahhas bei der Plasmaspende.

Mutter Basma Nahhas spendet seit der Erkrankung von Julian regelmäßig Plasma.

Bildquelle: WDR / Jens Gleisberg
"Ich mach das ja nur einmal in der Woche eineinhalb Stunden und ja, ich kann nicht großartig viel Sport machen, aber sonst kann ich alles machen." Jonas (Name geändert), 12 Jahre alt

Durch die Plasmaspenden kann Jonas ein gesundes Leben führen. Das ist der Grund, warum Basma Nahhas regelmässig zur Plasmaspende geht. Sie will anderen Menschen etwas zurückgeben. Weil sie erfahren hat, wie wichtig die Plasmaspenden für Patienten wie ihren Sohn sein können.

Unsere Quellen:

  • Gespräche mit Jonas und seiner Mutter Basma Nahhas

Sendung: WDR.de, Wie Blutplasma Jonas Immundefekt hilft, 28.08.2026, 16.00 Uhr

Weitere Beiträge aus Köln

1 / 2