E-Scooter bestimmen seit Jahren das Kölner Stadtbild. Was einigen als schnelles Fortbewegungsmittel dient, ärgert die anderen. Denn immer wieder versperren die Scooter Geh- und Radwege, sorgen für gefährliche Situationen im Straßenverkehr oder sogar für Unfälle. Nicht zuletzt, weil auch immer mehr E-Scooter in Köln in Betrieb sind.
E-Scooter-Boom in den letzten vier Jahren
2022 waren es laut Stadt noch zwischen 10.000 und 12.500 Fahrzeuge. Ein Bereich, der für Politik und Verwaltung noch verträglich schien. Inzwischen ist die Zahl der aktiven E-Scooter auf fast 20.000 angestiegen, sagt die Stadt.
Zum einen seien zwei neue Anbieter hinzugekommen, zum anderen hätten bestehende Anbieter ihre Fahrzeugflotten vergrößert. So soll es nicht weitergehen. Ab nächstem Jahr will die Stadt deswegen die Anzahl der E-Scooter und Anbieter reduzieren. Dafür will sie ein neues Auswahlverfahren einführen.
Weniger Anbieter - weniger Konflikte
Wie genau das neue Auswahlverfahren ablaufen wird, ist noch unklar. Laut Stadt sei man dazu aktuell noch in der Abstimmung. Ziel sei aber, dass die E-Scooter-Anbieter verschiedene Kriterien erfüllen müssen. Zum Beispiel ihre Kontaktdaten auf jedem E-Scooter hinterlassen und der Stadt durchgängig erreichbare Ansprechpersonen benennen.
"In einem weiteren Schritt werden qualitative Auswahlkriterien anhand der eingereichten Betriebskonzepte geprüft", sagt die Stadt. Sie hofft, dass durch mehr Regeln und Begrenzungen auch weniger Konflikte entstehen.
Als Sofortmaßnahme hat die Stadt eine Fuß-Patrouille eingeführt. Die kontrolliert vor allem in der Altstadt, ob die E-Scooter richtig abgestellt sind, ohne andere zu behindern. Die Kosten dafür bezahlen die Anbieter.
Unsere Quellen:
- Stadt Köln
Sendung: WDR Rheinland, Lokalzeit, 08.07.2026, 16:31 Uhr