Wenige Tage vor den Kölner Lichtern bestimmt nicht das Feuerwerk die Gespräche, sondern der Wasserstand des Rheins. Das anhaltende Niedrigwasser stellt die Organisatoren vor ungewohnte Herausforderungen. Denn viele der insgesamt 26 geplanten Schiffe benötigen mehr Wasser unter dem Kiel, als der Rhein derzeit an einigen Stellen bietet.
Kölner Lichter: Große Fahrgastschiffe könnten fehlen
Am Nachmittag beraten das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt, die Wasserschutzpolizei Köln und Veranstalter Werner Nolden über das weitere Vorgehen. Im Mittelpunkt steht die Frage, welche Schiffe den Bereich der Deutzer Werft überhaupt noch sicher passieren können.
Der Rhein wird zur Herausforderung
Besonders betroffen sind die großen Fahrgastschiffe. Sie haben einen vergleichsweise großen Tiefgang und könnten die flachen Stellen im Rhein derzeit nicht sicher befahren. Nach aktuellem Stand ist deshalb nicht ausgeschlossen, dass sie auf die Teilnahme am traditionellen Schiffskonvoi verzichten müssen.
Für die Gäste an Bord wird bereits über Alternativen nachgedacht
Eine Möglichkeit wäre, mit den größeren Schiffen stattdessen eine abendliche Rundfahrt auf einem besser befahrbaren Rheinabschnitt anzubieten. So könnten die Passagiere die besondere Atmosphäre der Kölner Lichter trotzdem vom Wasser aus erleben.
Feuerwerk nicht gefährdet
Der Höhepunkt der Veranstaltung soll trotz der schwierigen Bedingungen stattfinden. Das große Feuerwerk um 23 Uhr ist nach Angaben des Veranstalters nicht gefährdet.
MS Calisto statt MS Columbia
Allerdings mussten die Planungen angepasst werden: Bereits vor einigen Tagen entschieden sich die Organisatoren, das ursprünglich vorgesehene Feuerwerksschiff MS Columbia durch einen Schubverband namens MS Calisto zu ersetzen. Der hat einen deutlich geringeren Tiefgang und kann auch bei niedrigen Wasserständen sicher auf dem Rhein eingesetzt werden.
Um kurz nach 23 Uhr wird von der MS Calisto das Kölner Lichter Feuerwerk abgeschossen
Sicherheitsabstand zum Feuerwerkschiff muss eingehalten werden
Der Veranstalter wird am Samstag Teile des freigelegten Rheinbetts rechtsrheinisch unterhalb des Tanzbrunnens absperren müssen. Sonst würden sich Zuschauer in den 200 Metern Sicherheitsabstand des Feuerwerksschiffes aufhalten.
Unsere Quellen:
- Veranstalter Werner Nolden
- Beobachtungen des WDR-Reporters vor Ort
Sendung: WDR.de, Niedrigwasser bei Kölner Lichtern: Fällt Konvoi aus?, 28.07.2026, 14.52 Uhr
