Köln: Wird Luxemburger Straße einspurig?
Hintergrund sei "eine außergewöhnlich hohe Belastung durch Verkehrslärm", sagt die Stadt. "Die dauerhaft erhöhte Geräuschkulisse stellt eine erhebliche Beeinträchtigung für die Gesundheit der Anwohnenden dar."
Seit vergangenem August gilt auf der Luxemburger Straße zwischen Barbarossaplatz und Militärringstraße Tempo 30. Anwohner hatten wegen der Lärmbelastung geklagt und Recht bekommen. Aber diese Änderung reicht offenbar nicht aus, um die gesetzlichen Richtwerte einzuhalten.
25 Prozent weniger Verkehr im Kölner Süden?
Die Stadtverwaltung will jetzt mit einer sogenannten Mikrosimulation - einer Simulation am Computer - prüfen, ob pro Fahrtrichtung jeweils eine Aurospur in eine Fahrradspur umgewandelt werden kann. Erste Berechnungen hätten ergeben, dass das Verkehrsaufkommen so um 25 Prozent gesenkt werden könne.
In der Mikrosimulation möchte die Stadt auch prüfen, ob sie Rechtsabbiegerspuren auf die Universitätsstraße, Arnulfstraße und Geisbergstraße zurückbaut. Außerdem könnten die Ampelschaltungen an insgesamt zehn Kreuzungen angepasst werden, damit rechts abbiegende Autofahrer sowie Fußgänger und Radfahrer nicht gleichzeitig Grün haben. Um aktuelle Daten für die Simulation zu bekommen, lässt die Stadt den Verkehr zählen.
Kosten für Prüfung: 270.000 Euro
Mikrosimulation und Verkehrszählung sollen insgesamt 270.000 Euro kosten. Der Mobilitätsausschuss der Stadt Köln soll am 22. September über den Vorschlag entscheiden.
Für die Autofahrer im Kölner Süden wäre der Umbau eine weitere Belastungsprobe. Die Verkehrsachsen in der Stadt sind ohnehin schon belastet - durch Lkw-Verbote, eine neue Schrankenanlage und Baustellen am Autobahnkreuz Köln-Süd verlagert sich der Verkehr zunehmend in die Innenstadt.
Unsere Quelle:
- Stadt Köln
Sendung: WDR.de, Luxemburger Straße womöglich bald einspurig, 27.07.2026, 18:15 Uhr