Noch hängen einige Gemälde an ihren Plätzen - Werke von Lochner, Rubens oder Monet. Doch am Sonntag ist vorerst Schluss: Das Wallraf-Richartz-Museum schließt ab Montag für eine umfassende Sanierung. Erst Ende 2028 soll es wieder öffnen.
Hunderte Gemälde wurden schon abtransportiert
In den vergangenen Monaten liefen hinter den Kulissen bereits die Vorbereitungen. Hunderte Meisterwerke aus dem Depot wurden von Restauratorinnen und Restauratoren sorgfältig überprüft.
Kleine Schäden an Rahmen wurden behoben, poröse Stellen auf den Bildoberflächen gesichert sowie die Werke gereinigt und entstaubt. Anschließend kamen sie in spezielle Transportkisten und wurden in ein Außenlager gebracht.
Die Gemälde wurden vor dem Abtransport genau begutachtet.
Die Kunstwerke der Dauerausstellung können Besucherinnen und Besucher noch bis Sonntag sehen. Der Eintritt ist am Samstag und Sonntag kostenlos. Zum Abschied wurde in der Nacht auf Samstag noch einmal gefeiert: Bei der Veranstaltung "A Night to Remember" gab es Führungen, DJs, Bars auf allen Etagen und sogar die Möglichkeit, sich ein Wallraf-Tattoo stechen zu lassen.
Haustechnik weist gravierende Mängel auf
Der Museumsbau ist zwar erst rund 25 Jahre alt, die Haustechnik weist aber erhebliche Mängel auf und muss grundlegend erneuert werden. Während der Bauarbeiten entsteht außerdem ein unterirdischer Verbindungsgang zum Erweiterungsbau, der derzeit direkt neben dem Museum gebaut wird.
Ende 2028 soll das Wallraf-Richartz-Museum wieder eröffnen - möglicherweise mit einem neuen Ausstellungskonzept.
Unsere Quellen:
- Wallraf-Richartz-Museum
- Beobachtungen des WDR-Reporters vor Ort
Sendung: WDR.de, Wie das Wallraf-Richartz-Museum in Köln zusammenpackt, 01.08.2026, 05:04 Uhr
