Macheten-Prozess: Landgericht Münster verhängt lange Haftstrafe
Bildquelle: wdr00:42 Min.. Verfügbar bis 13.04.2028.
37 Zentimeter lang war die Klinge der Machete. Mit ihr hatte der Mann zwei Frauen bedroht und sie zu sexuellen Handlungen gezwungen.
Mann zeige vor Gericht keine Reue
Ohne jede Empathie habe der 35-jährige die Frauen bedroht und ihre Todesangst ausgenutzt. Während der Verhandlung habe er keinerlei Reue gezeigt, so der vorsitzende Richter in der Urteilsbegründung. Vielmehr habe er behauptet, seine Opfer seien die eigentlichen Schuldigen.
Todesangst während der Tat
Beide Frauen hatten im Prozess ihre Todesangst während der Tat beschrieben. Der Angeklagte dagegen bestritt die Taten.
Das Gericht ist davon überzeugt, der Täter habe ein Verhaltensmuster entwickelt, Probleme mit Gewalt zu lösen. Er stelle auch künftig eine Gefahr für die Allgemeinheit dar, deshalb wurde die anschließende Sicherungsverwahrung angeordnet.
Vorfälle im vergangenen Sommer
Einer der Vorfälle hatte sich im vergangenen Sommer ereignet. Der 35-jährige Mann war im Juli 2025 mit einer langen Machete und zwei Messern am Gürtel in einen Massagesalon in Münster gekommen. Er würgte dort eine Mitarbeiterin und vergewaltigte sie auf ihrer Massagebank.
Nur einen Monat später vergewaltigte er eine Prostituierte in ihrem Studio in Münster. Nach der Tat hatte er ihr Geld gestohlen und die Frau mit einem Klebeband gefesselt, an einer Heizung festgebunden und sie in ihrer Wohnung eingeschlossen.
Unsere Quellen:
- Beobachtung des Reporters vor Ort
- Landgericht Münster
Sendung: WDR 2 Münsterland, Lokalzeit, 13.04.2026, 15:31 Uhr