Versuchter Totschlag: Verfolgungsjagd mit Auto
Bildquelle: WDR/Dominik HamersWDR. 01:32 Min.. Verfügbar bis 12.08.2028.
Angeklagt ist ein 28-Jähriger aus Vreden. Er soll im März 2021 einen damals 32-jährigen Mann schwer verletzt haben. Die Tatwaffe laut Staatsanwaltschaft: ein Auto. Damit soll er das Opfer mit Tempo 30 angefahren und am Bein getroffen haben. Zu Prozessbeginn am Mittwochmorgen hat der Angeklagte die Vorwürfe bestritten.
Mit Messer an der Hüfte verletzt
Am Anfang stand offenbar ein Familienstreit: Das spätere Opfer habe die von ihm getrennt lebende Ehefrau bedroht und sei anschließend in seinem Auto geflohen, so die Anklage. Es folgte eine Verfolgungsjagd einer 15-köpfigen Gruppe mit mehreren Autos mit Startpunkt Hörstel im Kreis Steinfurt.
In Rheine soll der Streit weiter eskaliert sein, der 32-Jährige verletzte dabei den jetzt Angeklagten mit einem Messer und floh daraufhin zu Fuß auf ein Feld. Der 28-Jährige verfolgte ihn mit Auto und soll den 32-Jährigen angefahren und ihn schwer verletzt haben.
Verletzt und unterkühlt auf Feld bei Rheine
Der Mann überlebte die Tat, weil ein Zeuge ihn eine Stunde nach Tat auf einem Feld fand. Er hatte dort zusätzlich starke Unterkühlungen erlitten. Die mutmaßlichen Angreifer hatten ihn nach der Attacke dort liegen gelassen.
Fall wurde bereits einmal verhandelt
Es ist nicht das erste Mal, dass diese Tat vor Gericht verhandelt wird. In einem früheren Verfahren wurde bereits der Halter des Tat-Autos freigesprochen. Im Laufe dieses Prozesses schien es für das Gericht immer weniger wahrscheinlich, dass der damals Beschuldigte tatsächlich am Steuer des Wagens gesessen und den Mann angefahren hatte.
Unsere Quellen:
- Landgericht Münster
Sendung: WDR.de, Landgericht verhandelt Verfolgungsjagd mit fast tödlichem Ausgang, 12.08.2026, 06.29 Uhr