Katzenseuche im Münsterland: Tierschützer schlagen Alarm
00:42 Min.. Verfügbar bis 21.10.2027.
In dem Tierheim war ein Drittel der Katzen verendet. Bei dem Virus handelt es sich um eine hochansteckende Krankheit, die unter anderem durch Kot übertragen wird. Infizierte Katzen sterben dann einen langsamen und qualvollen Tod.
Damit dieses Schicksal den Katzen im restlichen Münsterland erspart bleibt, erinnert Doris Hoffe vom Tierheim Münster an die Katzenschutzverordnung und die damit verbundene Kastrationspflicht für Freigänger- und Hofkatzen.
Kastrierte Katzen schränken Radius ein
Tierheim-Leiterin Doris Hoffe
Die Kastration helfe demnach, die Ausbreitung des Virus einzudämmen: "Kastrierte Katzen sind ortsgebunden und kommen daher nicht mehr so oft in Kontakt mit anderen Katzen", sagt Hoffe.
Das Problem: Halterinnen und Halter von Katzen wollen die Kosten für die Kastration (30 bis 190 Euro) oft nicht zahlen. Hoffe appelliert dennoch: "Der Aufwand lohnt sich vor allem für Landwirte. Denn wenn sie in die Kastration investieren, leben die Katzen länger und bleiben am Hof."
Konstruktives Angebot für Landwirte
Auf Bauernhöfen werden Katzen schließlich gebraucht, um Schädlinge wie Ratten und Mäuse zu jagen. Aus diesem Grund hat das Tierheim Münster ein spezielles Angebot geschaffen, sogenannte Landstellen. Hier können Landwirte eine Katze vom Tierheim erhalten, die dann auf dem Hof lebt. "Was wir im Gegenzug fordern, ist nicht viel: Das Tier braucht nur einen trockenen Schlafplatz", betont Tierheim-Leiterin Doris Hoffe.
Unsere Quellen:
- Tierheim Münster
- WDR-Reporter vor Ort