Der Wiederaufbau der Straße nach dem Erdrutsch in Coesfeld-Lette.

Zur Zeit wird am Letter Loch nicht gearbeitet.

Bildquelle: WDR/Markus Holtrichter

Nach Erdrutsch in Coesfeld Pendler brauchen weiter viel Geduld

Stand:

Nach dem Erdrutsch in Coesfeld hätte die neue Straße bestenfalls im August fertig werden sollen. Doch nun ruhen die Erdarbeiten.

Von
Logo des Westdeutschen Rundfunk
Markus Holtrichter

Im Februar hat ein Erdrutsch in Coesfeld-Lette eine wichtige Verbindungsstraße weggerissen. Das benachbarte Quarzwerk wollte Tempo machen und das weggebrochene Teilstück möglichst im August fertigstellen. Nun aber ruhen die Arbeiten auf der Baustelle.

Das Unternehmen sagt, es bekomme einfach nicht ausreichend Baumaterial. Unter anderem wirke sich der Mangel an Lkw-Fahrern bei Fuhrunternehmen aus. Das führt nun dazu, dass die Verfüllung unterbrochen ist.

Neue Geduldsprobe, gerade für Pendler

Straßenabsperrung mit Warnschild und Warnleuchten.

Vor dem Quarzwerk bei Lette ist schon seit Anfang Feburar kein Durchkommen.

Bildquelle: WDR/Markus Holtrichter

Der neue Zeitplan sieht vor, dass die Arbeiten Ende September weitergehen sollen. Voraussichtlich im Oktober soll dann ein Gutachten erstellt werden. Damit soll die Standsicherheit des neuen Unterbaus der Straße nachgewiesen werden.

"Wir verstehen natürlich, dass alle sehnlichst darauf warten, dass die Straße wieder hergestellt ist. Und wir geben unser Bestes, unseren Teil dazu zu tun." Katrin Schulze-Rosik, Quarzwerk Baums
Drohnenansicht auf die Quarzwerke.

Das Quarzwerk Baums direkt am Tagebau in Coesfeld-Lette.

Bildquelle: WDR/Markus Holtrichter

Erst wenn dieses Gutachten vorliegt, kann auch die eigentliche Straße wieder angelegt werden. Wann hier nun tatsächlich wieder Autos zwischen den Kreisen Borken und Coesfeld fahren können, darauf will sich das Unternehmen nicht festlegen.

Auswirkungen für Pendler, Schulen, Unternehmen in Coesfeld und Lette

Drohnenansicht auf den Wiederaufbau der Straße nach dem Erdrutsch in Coesfeld-Lette.

Das Erdloch konnte bislang erst teilweise wieder verfüllt werden.

Bildquelle: WDR/Markus Holtrichter

Das Quarzwerk Baums ist selbst darauf angewiesen, dass die Verbindungsstraße möglichst bald wieder befahrbar ist. Aktuell müssen die Lkw mit Quarzsand teils lange Umwege fahren. Ebenso wie Pendler, Schulbusse und Lkw anderer Unternehmen.

Mit-Verursacher behebt Schäden selbst

Die Bruchstraße war am 6. Februar in den See des benachbarten Sandtagebaus gerutscht. Gutachter hatten anschließend festgestellt, dass Arbeiten des Baggerschiffs, aber auch Instabilität des Bodens für das Unglück verantwortlich waren. Das Quarzwerk Baums hat mit Behörden vereinbart, den Wiederaufbau zu übernehmen.

Nach Erdrusch in Coesfeld: Pendler brauchen weiter viel Geduld

WDR 02.09.2026 40 Sek. Verfügbar bis 01.09.2028 WDR Online

Unsere Quellen:

Sendung: WDR 2, WDR 2 für das Münsterland, 02.09.2026, 15:30 Uhr.

Weitere Beiträge aus dem Kreis Coesfeld

1 / 2