Mit Aufklärungsarbeit möchte die Polizei auf häufige Betrugsmaschen aufmerksam machen.

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WDR 02:36 Min. Verfügbar bis 06.08.2028

Betrugsmaschen Diese fünf Tipps gibt die Polizei Coesfeld

Stand:

Täglich hat die Polizei im Kreis Coesfeld mit Opfern von Betrugsmaschen zu tun. Diese Tipps sind wichtig, um sich zu schützen.

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Gar nicht erst rangehen - Unbekannte nicht ins Haus lassen

Der wichtigste Tipp zuerst: Kommt ein Anruf von einer gänzlich unbekannten Nummer, sollte der Telefonhörer gar nicht erst abgenommen werden. Gerade bei Nummern aus dem Ausland ist Skepsis geboten.

Und wenn jemand Unbekanntes vor der Haustür steht, sollte die Person nicht hereingelassen werden. Betrüger geben sich zum Beispiel als Handwerker, Telekom-Mitarbeitende oder Angestellte der Stadtwerke aus. In der Regel kündigen diese sich vorher an.

Eine Beamtin der Polizei steht an einem Infostand für Kriminalprävention und lacht in die Kamera.
"Es kann natürlich auch jemand von den Stadtwerken berechtigt an der Haustür sein, die haben aber in der Regel einen Ausweis dabei. Da kann man die Stadtwerke vor dem Reinlassen nochmal selbst kontaktieren und nachfragen." Inga Brockmann, Kriminalprävention Polizei Kreis Coesfeld
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Gespräche so früh wie möglich beenden

Am Handy oder Telefon sollten Gespräche mit Fremden - wenn sie erstmal angenommen sind - möglichst früh beendet werden. "Lassen Sie sich nicht in ein Gespräch verwickeln. Je tiefer ich in diesem Gespräch drin bin, desto weniger kann ich darüber nachdenken", so Brockmann.

Wenn es um vermeintliche Geschäfte an der Haustür geht, wird es besonders bedenklich, wenn die Betrüger versuchen, Hausbesitzerinnen und -besitzer unter Druck zu setzen. Am besten ist es dann, sich mit lauter Stimme dagegen zu wehren, um Hilfe zu rufen und im Zweifel einfach die Tür zu schließen.

Sensible Daten wie die Bankverbindung, Passwörter und Karten-PINs sollten nicht herausgegeben werden. Behörden und seriöse Unternehmen fragen nicht danach. Gleiches gilt für Geld und Wertgegenstände wie Schmuck.

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Bei Schockanruf: Auflegen und Verwandte kontaktieren

"Die häufigste Betrugsmasche, die uns erzählt wird, sind immer noch die Schockanrufe", erklärt Inga Brockmann von der Polizei im Kreis Coesfeld. Da geht es etwa um schwere Unfälle des eigenen Kindes oder von anderen Verwandten. Für den Schaden sollen die Angerufenen dann eine Kaution überweisen.

Hier wird bewusst mit der Angst gespielt und Druck aufgebaut. Hier greift dann wieder Tipp 2: Das Gespräch so früh wie möglich beenden.

"Und was ganz gut nach dem Auflegen ist: Den eigenen Sohn, die eigene Cousine - egal um welche Person es geht - erstmal anrufen und nachhören: 'Wie geht es dir, ist alles in Ordnung?'" Inga Brockmann, Polizistin aus dem Kreis Coesfeld

Dazu sei es auch sinnvoll, die wichtigsten Kontakte im Telefon oder Handy abzuspeichern. So ist auch beim nächsten Anruf direkt erkennbar, ob es sich auf der anderen Seite tatsächlich um Verwandte oder Freunde handelt.

Eine Karte mit einer älteren Frau und der Aufschrift "Ich lege auf" warnt vor Telefonbetrug.

Die Polizei im Kreis Coesfeld verteilt diese Karten. Menschen können sie ausklappen und zur Erinnerung neben dem Telefon hinstellen.

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Über das Thema im Umfeld sprechen

"Leute, die Opfer eines Betruges geworden sind, schämen sich oft. Man kann die nur auffangen und ihnen sagen, dass sie darüber sprechen sollen", meint Inga Brockmann aus der Beratungsstelle für Kriminalprävention.

Wichtig sei auch, dass Töchter, Söhne und Enkel mit ihren Eltern und Großeltern über verschiedene Betrugsmaschen sprechen. Für Telefonate können auch Codewörter vereinbart werden, die auf Nachfrage zeigen, dass es sich beim Anrufer oder der Anruferin tatsächlich um einen bekannten Menschen handelt.

Auch junge Menschen können Opfer werden. Erst im Juli ist im Kreis Steinfurt eine 19-Jährige von einem falschen Paypal-Mitarbeiter hinters Licht geführt worden. Der warnte sie vor angeblich verdächtigen Kontobewegungen. Sie solle über eine App Geld überweisen. Der Frau fehlte später ein vierstelliger Betrag.

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Anzeige erstatten

Und zu guter Letzt rät die Polizei im Kreis Coesfeld, im Verdachtsfall die 110 zu wählen und Anzeige zu erstatten.

Außerdem gibt es vielerorts Beratungsstellen von der Polizei für Kriminalprävention. Verbraucherzentralen können ebenfalls helfen. Hier können Interessierte sich im persönlichen Gespräch weitere Tipps holen und Strategien von Betrügern schildern lassen.

Das können Sie gegen Betrugsmaschen tun

WDR 06.08.2026 00:21 Min. Verfügbar bis 05.08.2028

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Unsere Quellen:

  • Polizei Kreis Coesfeld
  • Polizei Kreis Steinfurt
  • Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes

Sendung: WDR.de, Das können Sie gegen Betrugsmaschen tun, 06.08.2026, 17:35 Uhr
Sendung: WDR Fernsehen, Lokalzeit Münsterland, 06.08.2026, 19:30 Uhr

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