Rallye auf der Ritterburg

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WDR 04:37 Min. Verfügbar bis 19.08.2028

Ein Tag bei Rittern und Burgfräulein Sechs Ritterburgen in Westfalen

Stand:

Wir zeigen sechs der schönsten Burgen und Schlösser in Westfalen. Diese sechs Orte solltet ihr kennen.

Von
Bild von Arndt Möller
Arndt Möller
,
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Julia Wulf
und
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Markus Krczal
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Die Burg Vischering im Kreis Coesfeld

Die alte Ritterburg Vischering gehört zu den besterhaltenen Wehr- und Wasserburgen in der Region. Kein Wunder also, dass sie ein Magnet für Einheimische und Touristen ist. Rund 800.000 Besucherinnen und Besucher werden im Jahr gezählt.

Die Burg Vischering von Außen.

Rund 800.000 Besucherinnen und Besucher lockt die Burg Vischering jährlich nach Lüdinghausen.

Bildquelle: WDR / Julia Wulf

Auf der Burg Vischering tauchen Familien in die Welt der Ritter und des Adels ein: Mit einer Burg-Rallye erforschen Besucher das Leben auf der alten Wehr- und Wasserburg.

Die Burg Vischering von Außen.

Die Burg Vischering zählt zu den besterhaltenen Wehr- und Wasserburgen im Münsterland.

Bildquelle: WDR / Julia Wulf

Burg-Rallye für die ganze Familie

13 Stationen warten bei dem Rallye-Quiz. Los geht es an der Vorburg. Umgeben vom Duft frisch gebackenen Brots aus dem alten Holzofen fällt der Blick gleich auf die Schießscharten, den alten Pferdestall und die Zugbrücken.

Eine Familie mit Urkunden in der Hand.

Burg-Rallye bestanden: Familie Püning beim Besuch auf Burg Vischering.

Bildquelle: WDR / Julia Wulf
Potraitaufnahme von Dörte Püning, Besucherin auf der Burg Vischering.
"Wir haben uns für die Ferien vorgenommen, jede Woche mal einen ganz neuen Ort zu erkunden. Es gibt ja einfach so viel bei uns in der Region zu entdecken. Da passt das ganz gut, dass meine Kinder auch Ritter lieben." Dörte Püning, Besucherin der Burg Vischering

Das Leben auf der alten Ritterburg

Welche Aufgabe hatte der Rentmeister? Hatte die Burg ihr eigenes Verlies? Und wie setzt sich das Familienwappen der Droste zu Vischerings zusammen? Fragen, die speziell auf Familien und Kinder ab dem Grundschulalter ausgelegt sind.

ein Quiz auf einem Klemmbrett mit Bleistift.

Das Wissen über die Burg und ihre Geschichte wird bei der Rallye durch ein Quiz getestet.

Bildquelle: WDR / Julia Wulf

Interaktiver Museumsbesuch als Zeitreise im Münsterland

Zwischen 60 und 90 Minuten dauert die Rallye, die durch 700 Jahre Burggeschichte führt. Dazu zählen auch spannende Einblicke in die Adelsfamilie Droste zu Vischering. Zwar lebt die Familie mittlerweile nicht mehr in Lüdinghausen, doch die Wasserburg befindet sich weiterhin in ihrem Familienbesitz. Die vielen interaktiven Stationen führen Familien spielerisch durch das Museum.

Die Ahnentafel der Droste zu Vischering

Die Ahnentafel der Adelsfamilie Droste zu Vischering.

Bildquelle: WDR / Julia Wulf
"Ich finde sehr interessant, wie anders die Menschen damals gelebt haben. Ich war noch nie auf einer Ritterburg und hier macht's Spaß, die Rätsel zu lösen." Carl Püning

Für alle Ritterfans, die eine eigene Rüstung oder mittelalterliche Andenken mit nach Hause nehmen möchten, gibt es einen Museumsshop. Zum Abschluss wird ausgelassen getobt: Allein der Spielplatz, umringt von Bäumen und Bänken, lockt täglich zahlreiche Kinder und Familien auf das Burggelände.

Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag, 10 -18 Uhr
Adresse: Behrenbrock 1, 59348 Lüdinghausen
Eintritt: 7,50 Euro für das Kombiticket, Kinder zahlen etwa die Hälfte, die Rallye ist im Eintritt inklusive

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Die Sparrenburg in Bielefeld

Sie ist Bielefelds Wahrzeichen, thront über der Stadt, und wer hinaufsteigt oder -fährt, hat einen fantastischen Ausblick. Ein Ausflug lohnt sich immer, besonders aber jetzt im Sommer.

Die Sparrenburg über Bielefeld

Die Sparrenburg ist ein echtes Wahrzeichen für Bielefeld.

Bildquelle: Teutoburger Wald Tourismus, D. Ketz

Sparrenburgfest bringt Gaukler und Ritter zurück

Wann die Sparrenburg genau gebaut wurde, ist unbekannt. Der Name taucht 1256 erstmals in einer Urkunde auf. Ritter, Prinzessinnen und Gaukler gibt es hier übrigens immer noch, einmal im Jahr, Ende Juli, beim beliebten Bielefelder Sparrenburgfest.

Schwertkämpfer vor der Sparrenburg

Gaukler und Ritter treten beim Sparrenburgfest im Sommer auf.

Bildquelle: WDR/Bielefeld Marketing

Relaxen auf der Bielefelder Sparrenburg ist gratis

Wenn nicht gerade im Mittelalter-Stil gefeiert wird oder eine Band vor der schönen historischen Kulisse spielt, ist der Eintritt zur Sparrenburg frei. Gerade junge Bielefelderinnen und Bielefelder nutzen das, um bei schönem Wetter auf dem weitläufigen Gelände zu relaxen.

Blicck auf die Bielefelder Sparrenburg bei Sonnenschein

Für den Turm mit seinen 121 Stufen zahlen Besucher Eintritt.

Bildquelle: WDR/Christina Joswig

Nur wer die 121 Stufen des Turmes hochsteigen und besonders weit blicken will, muss ein paar Euro dafür bezahlen. Auch der Abstieg in die Kasematten, die 300 Meter langen unterirdischen Gänge der Sparrenburg, kostet Geld. Täglich gibt es Führungen. Nur im Winter geht das nicht, weil sich dann zahlreiche Fledermäuse hinter den dicken Mauern einquartieren.

Luftaufnahme der Sparrenburg. Zentral steht ein großer Turm aus Stein, darum mehrere Häuser.

Wann genau die Sparrenburg gebaut wurde, ist unbekannt. Erwähnt wird sie erstmals 1256.

Bildquelle: imago images/Hans Blossey

Viel Programm, auch für Kinder

Kinder können auf der Sparrenburg Geburtstag feiern oder Fledermäuse basteln, bekommen eigene, altersgerechte Führungen, und es gibt sogar eine Rallye für kleine Sparrenburg-Eroberer.

Die Sparrenburg von Außen.

Auf der Sparrenburg gibt es für Kinder und Familien ein breites, kreatives Programm.

Bildquelle: WDR / Arndt Möller

Einkehren kann man auf der Sparrenburg natürlich auch. Zur Auswahl stehen eine kleine Bar, die etwa Kaffee, Kuchen und Eis verkauft, und ein Restaurant. Tickets gibt es online oder im Besucherzentrum auf der Sparrenburg.

Öffnungszeiten: Montag bis Sonntag und an Feiertagen: 10-18 Uhr (Sommersaison)
Adresse: Am Sparrenberg 40, 33602 Bielefeld
Eintritt:
Erwachsene ab 3 Euro, Kinder ab 2 Euro
Die Ticketpreise variieren zwischen der Kasematten-Tour und der Turmbesteigung.

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Die Wewelsburg im Kreis Paderborn

Deutschlands einzige Dreiecksburg hoch über Büren im Kreis Paderborn hat viel zu bieten: ein historisches Museum, eine der beliebtesten Jugendherbergen in NRW, aber auch eine Erinnerungs- und Gedenkstätte an die Zeit zwischen 1933 und 1945, als die SS die Burg nutzte.

Die Wewelsburg Luftbild.

Die dreieckige Form der Wewelsburg ist aus der Luft besonders gut zu erkennen.

Bildquelle: Kreismuseum Wewelsburg / Luca Backhaus

Erbaut wurde die Wewelsburg zwischen 1603 und 1609 als Nebenresidenz der Paderborner Fürstbischöfe, also nach der Ritterzeit. Die Jugendherberge in der Burg bietet für Klassenfahrten trotzdem eine eigene "Ritterakademie" an.

Die Jugendherberge Wewelsburg von außen

Die Jugendherberge Wewelsburg. Hier gibt es eine eigene "Ritterakademie".

Bildquelle: WDR / picture alliance / imageBROKER

Nicht nur edle Ritter

Für viele Menschen ist die Wewelsburg ein geheimnisvoller Schauplatz, ein mystischer Ort. Aber zu Nazi-Zeiten war sie Teil des verbrecherischen Herrschaftssystems der SS. Im "Dritten Reich" sollte sie zu deren Ideologie-Zentrale werden.

Ein Eckturm der Wewelsburg mit etwas Abstand fotografiert. Vom Turm gehen die Mauern in einer dreieckigen Form in beide Richtungen ab, zu weiteren Türmen.

Die Wewelsburg bei Büren hat eine facettenreiche Vergangenheit - und Gegenwart.

Bildquelle: WDR/Corina Wegler

SS-Chef Heinrich Himmler ließ die Burg für diese Zwecke umbauen. Dafür brauchte er Arbeitskräfte, KZ-Häftlinge, die hier unter mörderischen Bedingungen schufteten. Viele Menschen starben. An diese finsteren Zeiten erinnert die Gedenkstätte auf der Wewelsburg.

Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag 10-17 Uhr, Samstag, Sonntag und an Feiertagen 10-18 Uhr
Adresse: Burgwall 19, 33142 Büren-Wewelsburg
Eintritt: Das Historische Museum und die öffentlichen Führungen starten bei 3 Euro pro Erwachsenem. Für Familien gibt es spezielle Angebote.
Die Dauerausstellung der Erinnerungs- und Gedenkstätte Wewelsburg ist kostenlos.

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Das Obere Schloss in Siegen

Das Obere Schloss in Siegen ist das perfekte Ausflugsziel für einen unvergesslichen Tag mit der ganzen Familie. Majestätisch auf dem Siegberg gelegen, verbindet diese historische Schlossanlage spannende Geschichte mit weitläufigen Grünflächen zum Entspannen und Entdecken.

Der Schlossgarten und das Obere Schloss in Siegen

Das Obere Schloss in Siegen bietet Schlosspark und Schlossgarten.

Bildquelle: wdr

Im Inneren der Anlage wartet das Siegerlandmuseum darauf, Groß und Klein in vergangene Zeiten zu entführen. Zum einen gibt es Kunst zu sehen, unter anderem auch von Peter Paul Rubens.

Gemälde mit Mann in Goldrahmen an der Wand

Das Siegerlandmuseum bietet eine Auswahl an historischen Gemälden und Portraits.

Bildquelle: WDR / Markus Krczal

Ein absolutes Highlight für Kinder und Erwachsene ist das originalgetreu nachgebaute Schaubergwerk im Keller des Museums. Hier tauchen die Besucherinnen und Besucher tief in die faszinierende Welt des regionalen Bergbaus ein und erleben hautnah, wie unter Tage gearbeitet wurde.

Burg aus Dronenperspektive mit Wald umgeben

Auch die Außengelände mit Parks bieten bei den Schlössern und Burgen eine traumhafte Kulisse.

Bildquelle: WDR / Markus Krczal

Nach der Entdeckungstour durch die unterirdischen Gänge und die historischen Rittersäle lädt der Schlosspark zu einem gemütlichen Spaziergang ein. Während die Eltern auf den Bänken inmitten prachtvoller Blumenbeete die Aussicht über Siegen genießen, können sich die Kinder auf dem Spielplatz austoben. Auch ein Picknick lohnt sich hier, um den Tag voller Abenteuer und Kultur in Ruhe ausklingen zu lassen.

Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 10-17 Uhr
Adresse: Oberes Schloss 2 / Burgstraße, 57072 Siegen
Eintritt: Ab 5 Euro für Erwachsene, ermäßigt 2 Euro, Museumsführungen (sonntags) können zuzüglich zum Museumseintritt gebucht werden und starten bei 3 Euro.
Für Kinder und Jugendliche bis einschließlich 18 Jahre ist der Museumseintritt kostenlos.

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Die Burg Altena im Märkischen Kreis

Mit Familie und Freunden einen unvergesslichen Tag verbringen - das geht wunderbar auf der Burg Altena, einer der schönsten Höhenburgen Deutschlands. In der Burg: die älteste ständige Jugendherberge der Welt.

Drohnenfoto Burg Altena

Die Burg Altena aus dem 12. Jahrhundert liegt hoch über der Stadt.

Bildquelle: Andreas Giesbrecht-Mantler.

Das Abenteuer beginnt für Besucher im faszinierenden Stollen, wo moderne Multimedia-Installationen die spannendsten Sagen des Märkischen Sauerlandes zum Leben erwecken.

Zwei Ritterrüstungen ind er Burg Altena, zwei Personen machen Fotos von diesen

Auf der Burg Altena kann man ins tiefe Mittelalter eintauchen.

Bildquelle: Burg Altena Ausstellungsraum 18 / Heinz-Dieter Wurm

Von dort bringt der Erlebnisaufzug Besucher in Windeseile hinauf auf den Burghof. Oben angekommen gibt es Ausstellungen in den Museen der Burg, mitreißende Führungen im alten Gemäuer und ein Burgrestaurant.

Blick auf die Burgfassade der Burg Altena, die umgeben ist von grünen Büschen und Bäumen am Hang, Burg selbst mit Mauer und zwei hohen Türmen

Die Burg Altena gilt als älteste Jugendherberge der Welt.

Bildquelle: WDR / picture alliance / Jochen Tack

Die Burg Altena kann die perfekte Mischung aus Geschichte, Spaß und Genuss für Groß und Klein bieten.

Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag 9.30–17 Uhr, am Wochenende und feiertags 11-18 Uhr
Adresse: Fritz-Thomée-Str. 80, 58762 Altena
Eintritt: Das Museum ist kostenfrei, der Erlebnisaufzug kostet 4,80 Euro für Erwachsene und 3,50 Euro ermäßigt.

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Die Burg Ramsdorf im Kreis Borken

Die ehemalige fürstbischöfliche Burg im Herzen von Ramsdorf stammt aus dem Jahr 1425 und ist eigentlich schon ihr wichtigstes "Ausstellungsstück". Ihre Mauern erzählen Geschichten aus der Zeit des Fürstbistums Münster und der mittelalterlichen Fehden.

Aufnahme von der Burg Ramsdorf in Velen.

Die Burg Ramsdorf ist ebenfalls ein beliebtes Ausflugsziel für Mittelalterfans.

Bildquelle: WDR / Ralph Lueger

Burg Ramsdorf als "Lebendiges Museum"

Seit 1930 beherbergt die Burg das Museum Burg Ramsdorf. Seit 2008 ist das Museum der Burg Remsdorf einer der Standorte der "Lebendigen Museen".

Museumsausstellung im Gewölbe

Das Heimatmuseum der Burg Ramsdorf widmet sich auch der Stadtgeschichte.

Bildquelle: WDR / Julia Wulf

Fünf Orte laden in diesem Verbund ein, auf eine ganz besondere Zeitreise zu gehen: In historischen Gebäuden, Werkstätten und Landschaften können Besucherinnen und Besucher alte Handwerkskunst, traditionelle Technik und landwirtschaftliche Kultur live miterleben. Ob Schmiede, Wassersägemühle oder historische Bauernhöfe – jeder Standort erzählt seine eigene Geschichte.

Öffnungszeiten: April bis Oktober, Dienstag bis Samstag 15-17 Uhr, Sonntag 14-17 Uhr, sowie nach Vereinbarung
Adresse: Burgplatz 4, 46342 Velen-Ramsdorf
Kosten: Auf Eintritt wird verzichtet, über Spenden freut sich das Museum jedoch

Unsere Quellen:

  • Beobachtungen und Gespräche der Reporterinnen vor Ort
  • Interview mit wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen des Kreises Coesfelds
  • Website Burg Vischering
  • Website Kreismuseum Wewelsburg
  • Website DJH Jugendherberge Weweslburg
  • Website Siegerlandmuseum
  • Website Burg Altena
  • Website Stadt Velen
  • Website Heimatverein Ramsdorf

Sendung: WDR Fernsehen, Lokalzeit Münsterland, 19.08.2026, 19:30 Uhr

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