Ein kleiner Augenblick kann große Konsequenzen bergen - eine Initiative appelliert jetzt an Eltern.
WDR. 01:40 Min.. Verfügbar bis 10.07.2028.
Die riesigen Plakate am Feldmarksee erinnern vor allem Eltern daran, dass sie ihre Kinder zu keinem Zeitpunkt aus den Augen lassen sollten. Sie sollten vor allem auch immer dabei sein, wenn die Kleinen ins Wasser gehen.
Das sei ein echtes Problem, sagt Ute Ruetz. Sie macht seit fast 30 Jahren die Schwimmaufsicht am Feldmarksee.
"Das haben wir ganz oft, dass Eltern am Strand liegen und gar nicht auf ihre Kinder aufpassen." Ute Ruetz, Schwimmmeisterin
Plakate sollen Eltern sensibilisieren
Allein ins Tiefe
Ruetz hat auch schon erlebt, dass Eltern, wenn sie von Schwimmmeistern ermahnt werden, doch bitte auf ihre Kinder zu achten, zurück fragen: "Wieso? Sie sind doch da!"
"Wir haben immer größere Probleme damit, dass die Eltern am Handy sind, einfach auf ihre Kinder nicht achten und die Kinder ganz allein ins Tiefe gehen." Ute Ruetz, Schwimmmeisterin
Der Feldmarksee ist vor allem bei Familien beliebt
Kinder ertrinken lautlos binnen Sekunden
Die Schwimmmeisterin weiß, wie gefährlich das werden kann. "Ein Kind", sagt Ruetz, "ertrinkt lautlos innerhalb von wenigen Sekunden. Und wenn das untergeht, dann ist das weg."
Ruetz appelliert deshalb an die Eltern, die Situation ernst zu nehmen. Am See oder im Schwimmbad hätten in erster Linie die Eltern die Verantwortung für ihre Kinder.
Für dieses Wochenende wird viel Sonne und Temperaturen um 30 Grad erwartet. Ruetz und ihre Kolleginnen und Kollegen von der Schwimmaufsicht rechnen mit mehreren Tausend Badegästen am Feldmarksee, darunter viele Familien mit Kindern.
Ende Mai war am Feldmarksee in Sassenberg ein 27 Jahre alter Mann aus Warendorf ertrunken.
Unsere Quellen:
- Reporter im Gespräch mit Schwimmmeisterin Ute Ruetz
- Beobachtungen des Reporters vor Ort
Sendung: WDR.de, Ansturm auf Feldmarksee in Sassenberg: Wer achtet auf die Kinder?, 10.07.2026, 17:35 Uhr