Wegen illegaler Warenexporte nach Russland wurden zwei Männer aus Oelde verurteilt.
Bildquelle: Picture-Alliance / McPHOTOsDie beiden Brüder aus Oelde hatten umfassend gestanden, sogar über die Anklage hinaus. Das hat das Landgericht Münster zu Gunsten der angeklagten Unternehmer ausgelegt und ist im unteren Strafrahmen geblieben.
Angeklagt wegen illegalem Warentransport nach Russland
Vor Gericht ging es um den illegalen Export - vor allem von Maschinenbauteilen - nach Russland in den Jahren 2023 und 2024. Wegen des Kriegs in der Ukraine hatte die EU Sanktionen auf den Export nach Russland erlassen. Die sollen die beiden Unternehmer aus Oelde über Briefkastenfirmen in der Türkei und Kirgistan umgangen haben.
Die Anklage hatten den Unternehmern 65 Taten vorgeworfen. Der Warenwert soll bei knapp 883.000 Euro gelegen haben.
Brüder aus Oelde zu Haftstrafen verurteilt
Durch das umfassende Geständnis der beiden Männer konnte das Verfahren stark verkürzt werden. Dem Urteil ist eine Verständigung vorausgegangen. Der 35-jährige Angeklagte wurde zu vier Jahren und einem Monat Haft verurteilt. Sein 40-jähriger Bruder zu drei Jahren und zehn Monaten.
Die Urteile sind noch nicht rechtskräftig. Verteidigung und Staatsanwaltschaft können vor dem Bundesgerichtshof in Karlsruhe in Revision gehen.
Ursprünglich sollte das Urteil erst am Freitag gesprochen werden, das Landgericht Münster entschied allerdings schon früher.
Unsere Quellen:
- dpa
- AFP
- Pressemitteilung von Rechtsanwalt René Scheier
Sendung: WDR.de, Urteil im Fall um zwei Brüder aus Oelde, 27.08.2026, 10:15 Uhr