Rocker vor Gericht - Raub, Erpressung und Körperverletzung
Bildquelle: WDR/Martin Höke30.01.2026. 00:29 Min.. Verfügbar bis 30.01.2028.
Angefangen hatte alles mit Baumaschinen, also zum Beispiel Mini-Bagger, und Katalysatoren. Die hatte einer der Angeklagten mit zwei Komplizen angeblich immer wieder unter falschem Namen angemietet und dann verkauft. Doch bei einem Deal hat die Absprache nicht mehr funktioniert. Denn zwei Mitglieder des Betrüger-Trios sollen Geschäfte auf eigene Rechnung gemacht haben.
Hells Angels als Geldeintreiber
Sie verkauften eine Maschine, ohne ihren mutmaßlichen Komplizen zu beteiligen. Als der davon erfuhr, stellte er die beiden anderen im Dezember 2020 zur Rede. Kurze Zeit später sollen weitere Männer dazugekommen sein, möglicherweise Mitglieder der Rockerbande "Hells Angels". Laut Anklage sollen sie die beiden geschlagen und aufgefordert haben, 13.000 Euro an ihren Ex-Komplizen zu zahlen.
Zeuge ist keine große Hilfe
Wichtige Informationen hätte womöglich einer der Verprügelten liefern können. Der 34-Jährige war als Zeuge geladen. Stattdessen immer wieder Gedächtnislücken und Aussagen wie: "Ich weiß es nicht mehr genau." Auch an Gesichter konnte sich der Industriemechaniker, der derzeit eine Haftstrafe wegen der verkauften Baumaschinen absitzt, nicht mehr erinnern.
Das Gericht steht jetzt vor der schwierigen Aufgabe, das Geschehene zu rekonstruieren. "Bei einer Verurteilung wegen räuberischer Erpressung droht eine Haftstrafe von mindestens einem Jahr", so ein Sprecher des Landgerichts. Derzeit sind vier weitere Verhandlungstage angesetzt, das Urteil könnte am 5. März gesprochen werden.
Unsere Quellen:
- Pressesprecher Landgericht Mönchengladbach
- Reporter vor Ort
Sendung: WDR 2 Rheinland, Lokalzeit, 10.11.2025, 6.31 Uhr
Sendung: WDR Fernsehen, Lokalzeit Düsseldorf, 30.01.2026, 18.09 Uhr