Schon länger steckte das globale Unternehmen für Textilmaschinen in der Krise. Bereits im Juni hatte Trützschler bekanntgegeben, sich am Stammsitz aus der Produktion zurückziehen zu wollen. Jetzt herrscht Gewissheit: 165 Stellen verschwinden. Bisher arbeiteten rund 500 Mitarbeiter bei Trützschler.
Sozialplan bei Trützschler steht
Die meisten der 165 betroffenen Mitarbeiter sind laut Betriebsrat in eine eingerichtete Transfergesellschaft eingetreten und hoffen auf eine Weitervermittlung in andere Jobs. 46 weitere Angestellte werden in andere Bereiche der Firma versetzt. Damit sind also insgesamt 211 Mitarbeiter von den Umstrukturierungsmaßnahmen der Firma betroffen - fast die Hälfte der Belegschaft.
Für die Azubis haben Firma und Betriebsrat eine Lösung gefunden: Die "allermeisten" seien schon vor Beginn des neuen Ausbildungsjahres bei anderen Firmen untergekommen und könnten ihre Ausbildung dort fortsetzen, so Betriebsratsvorsitzender Thomas Peltzer. Und: Wenn die aktuelle Umstrukturierung der Firma durch sei, wolle man auch prüfen, wieder junge Menschen auszubilden.
Standort Mönchengladbach wird umgebaut
Der Standort Mönchengladbach soll jetzt zu einem Kompetenzzentrum ausgebaut werden. Hier sollen unter anderem die Entwicklung von neuen Maschinen und neuer Elektronik sowie die IT und die Verwaltung ihren Platz haben.
Krisen und Konflikte hätten es einfach nicht mehr möglich gemacht, konkurrenzfähig zu produzieren, so Peltzer weiter. Durch die hohen Energiepreise und teuren Materialpreise sei der Schritt aus Sicht des Betriebsratsvorsitzenden alternativlos gewesen, um nicht den gesamten Betrieb zu gefährden.
Unsere Quellen:
- Gespräch mit dem Betriebsrat von Trützschler Spinning
Sendung: WDR.de, Trützschler baut 165 Stellen in Mönchengladbach ab, 18.08.2026, 16:42 Uhr