Es sieht auf dem ersten Blick wie ein typisches Containerdorf auf einer Baustelle aus. Wenn da nicht die große Schleuse zur Desinfektion wäre. Sie soll verhindern, dass einer der Suchteilnehmer das Virus anschließend unabsichtlich verbreitet.
Von Erndtebrück aus werden die Suchtrupps künftig starten, um verendete Wildschweine aufzuspüren. Denn nicht weit von dem Parkplatz einer ehemaligen Hauptschule entfernt, beginnt der Absperrbezirk der Afrikanischen Schweinepest.
Kadaver suchen und bergen
In Kirchhundem im Kreis Olpe gibt es bereits ein Container-Dorf, für die Experten der Kadaversuchhundestaffel NRW. Ihre Aufgabe war und ist es immer noch, "zu suchen, zu bergen und einer unschädlichen Beseitigung zuzuführen."
Doch dann musste das Schutzgebiet auch auf Wittgenstein, nahe des Wisentgeheges und dem Hochsauerlandkreis mit seiner intensiven Hausschweinehaltung ausgedehnt werden. Ein zweiter Einsatzstandort musste her, denn die Wege für die Suchtrupps zu ihren Einsatzgebieten wurden zu lang.
Gefahr immer noch akut
Der Einsatzstandort in Erndtebrück ist erst einmal für einige Wochen geplant. Es soll keine Dauerlösung sein, so der Kreis Siegen-Wittgenstein.
Aber die Gefahr durch die Afrikanische Schweinepest sei immer noch nicht gebannt. Ganz im Gegenteil. Die Gefahr sei groß, dass sich das Virus über Füchse und Raubvögel verbreitet.
Deswegen müsste regelmäßig auch außerhalb des Sperrgebietes nach verendeten Wildschweinen gesucht werden. Die Suchtrupps werden also viel zu tun haben. Auch in den kommenden Monaten noch.
Einsatz von Suchtrupps gegen Afrikanische Schweinepest
Bildquelle: imageBROKER / newspixx vario imagesWDR Studios NRW. 29.10.2025. 00:38 Min.. Verfügbar bis 29.10.2027. WDR Online.
Unsere Quellen:
- WDR-Reporter vor Ort
- Kreis Siegen-Wittgenstein